Asowregiment auf Euronews

Die schwer verdaulichen Nachrichten werden in der Nacht im TV gezeigt.

So drei überlebende Angehörige des Asowregiments, die sowohl die Angriffe im Stahlwerk Mariopul überlebt haben wie auch die russische gefangenschaft, in einem Gefangenenaustausch zurück in die Ukraine kamen, soweit genesen sind, dass sie nun an einem schwierigen Ort der ukrainischen Front wieder Dienst leisten können.

Solche Berichterstattungen sind eine eigene Gattung und zeigen, was Menschen alles aushalten können, mit kurzem Unterbruch und wieder einsatzfähig sind.

Was ist deren Geheimnis? Ihre Einstellung, was sonst? Es liegt an der Einstellung, was ein Mensch aushalten kann.

Für Frauen sehr eindrücklich und zum Lesen empfehlenswert, Nataschas Kampuschs erstes Buch, 3096 Tage. Sie wurde als 10 jähriges Mädchen entführt, kam in pädophile Gefangenschaft, hatte sich, viel Zeit im kleinen Bunker, niemand konnte sie retten, nur sie sich selbst. Gegen die drohende Pubertät setzte sie ihr Peiniger auf Hungerkuren jahrelang.

Als sie sich endlich befreien konnte, Prekopil warf sich unter den Zug, damit war sein Problem erledigt, wurde die junge Frau in Österreich zunehmend verantwortlich für ihr eigenes Schicksal gemacht. Sie wird in Österreich angefeindet, gemobbt, ständig durchlöchert, weil sie ÜBERLEBT HAT. Sie will nun schon lange leben, hat irgendwer, der ihr dabei hilft, medial vermarktet wird sie von RTL. Sie wird immer angefeindet werden, eine Kriegsheldin wird sie nie, weil sie das Übermenschliche geschafft hat, was sich kaum eine erwachsene Frau zutraut, sie war 10 Jahre alt, als sie in Gefangenschaft kam, von einem Tag auf den andern, in einer höllischen Situation überlebt hat, überlebt, was doch unmöglich ist. Nein, ist es nicht, Natascha Kampusch beweist das Gegenteil.

Sowas ärgert die Mehrheit der Bevölkerung ganz gewaltig. Sie ist lebende Zeugin nicht ganz Österreichst, aber seiner Schattenseiten.

Fritzels Tochter, auch im Keller gehalten, in Österreich musste ihrem Vater zu sexuellen Diensten stehen, wesentlich länger als Natascha Kampusch, die keine Kinder hat und sich mit 18 Jahren befreien konnte. Fritzels Tochter mit ihren sieben Kindern verschwand in der Anonymität, die bis heute gewahrt wird. Ihr inzestvater flog auf, als ein Kind medizinische Betreuung brauchte, ins Spital gebracht wurde.

Frizel wurde verhaftet, ist bis heute völlig uneinsichtig, hat seinen Nachnamen gewechselt, damit ist für ihn das Problem erledigt, er sieht sich als „guten Mann“. Schön für ihn, fast alle andern sehen das vermutlich etwas anders.

Es gibt weltweit viele Beispiele, die überlebt haben, eindrücklich Nelson Mandela, er wurde Staatspräsident Südafrikas.

Es gibt Tote, keine Frage und damit kommen wir zurück zum Asowregiment: In russischer Gefangenschaft wurden 53 getötet, Russland behauptet, die Ukraine habe das Gefangenenlager getroffen. Euronews berichtet, die Fakten, 53 Tote, Asowregiment in russischer Gefangenschaft. Solange Putins Angriffskrieg nicht beendet wird, wird die Zivilbevölkerung vermutlich nicht mehr erfahren.

Es gibt Kriegsgefangene, es gibt verschleppte Kinder, es gibt deportierte Erwachsene aus der Ukraine in Russland. Das menschliche Leid ist lange nicht beendet, ein falsches Wort in der Presse und Menschen bezahlen, in der Regel die Schwächsten, d.h. die kleinen Kinder, denen ihre Adoptiveltern oder ein Kinderheim alles erzählen kann.

Gängiges russisches Narrativ gegenüber den deportierten, von den Eltern getrennten Kindern: „Wir retten dich, niemand sonst will dich.“ Sowas zerstört Kinderseelen, die sind völlig verwirrt. Oft suchen sie instinktiv die Schuld bei sich. Sie müssen ihre Eltern so enttäuscht haben, dass ihre Eltern sie nicht mehr wollen. Das gibt willige Werkzeuge, so verunsicherte Kinder, mit denen kann man alles machen, sie gehorchen für eine kleine Süssigkeit oder einen Extraapfel.