Behindertenfeindlichkeit

Laut Wikipedia definiert sich diese in ihrem Artikel.

8. 5. 2023, es jährt sich das Ende des WKs II. Sofort folgen die Begriffe Holocaust, Shoah, die Vernichtung der Juden durch Hitler, zahlenmässig wurden 2/3 der Juden getötet.

Je älter ich werde, desto mehr ärgert mich dieser Blickwinkel, weil genauso systematisch vernichtet wurden auch andere, Behinderte, Kranke, Altersgebrechliche, Sinti und Roma.

Es war noch schlimmer als der Holocaust allein und selbst wenn diese kleineren Bevölkerungsgruppen dazu gerechnet werden, war es noch schlimmer, noch viel, viel schlimmer, weil die Gesamttodeszahl lautet 60 bis 70 Millionen tote Menschen auf allen Seiten wegen einem Krieg, der sechs Jahre dauerte.

Ich unterstelle mal, dass niemand, keine einzige Person, wäre sie je gefragt worden, hätte sterben wollen, wenn die Alternative eine normale Friedenszeit gewesen wäre. Alle Menschen, die leben, wollen naturgemäss leben.

Es muss was extrem Zermürbendes dazu kommen, dass Lebende tot zu sein wünschen. Eine Behinderung alleine reicht lange nicht. Die falsche Nationalität oder der falsche Glaube und man verzieht sich zu Gleichgesinnten, kein Grund sich seinen Tod herbeizusehnen.

Ich sage stereotyp, der WK II hat 60 bis 70 Millionen Menschen das Leben gekostet. Es war der Holocaust und noch ganz viel schlimmer.

Nur stereotyp den Holocaust zu erwähnen und man hat nicht einen Zehntel der Opfer- und Tätertoten genannt.

Gemäss heutigem Wissenstand, wie lange es dauert, bis Täter- und Opfernachkommen sich über ihre Sichtweise bzw. der ihrer VorfahrInnen und ihr Erleben bzw. ihren zu frühen Gewalttod austauschen können, dauert es zwei bis drei Generationen.

Demnächst ist diese Zeitspanne erfüllt und dann möchte ich erleben, dass aller Toten gedacht wird, Freund und Feind.

Kriege kommen zurück, Kriege hat es immer gegeben und es gälte Kriege zu vermeiden, bevor sie je entstehen können. Immer hat man gesagt, es gehe um Ressourcen. Die Kriege ums Öl, die tobten lange und hoffentlich hören die auf, wenn Öl sozial geächtet ist und nicht mehr gefördert wird.

Schon darüber einen weltweiten Konsens zu finden, dürfte schwer fallen, das schwarze Gold kann in einen Schwarzhandel münden, aller Kontrolle entzogen.

Nun geht es um andere Ressourcen. Immer kriegt man um Macht und/oder Ressourcen.

Die Vermeidung von Krieg, ich bin pessimistisch, ist nur durch Abschreckung zu erreichen und mehr Gerechtigkeit punkto Ressourcen und Organisation der Gesellschaft ohne Patriarchat. Frauen warten nicht viel länger auf Gerechtigkeit, sie werden ungeduldig.