8-ung die Gefahr kommt von hinten

Per Micro Scooter in der Stadt Bern unterwegs zu sein, hat voll logische Konsequenzen. Auf Pflaastersteinen fuhr ich den früher, heute ists mir zu gefährlich, also Lauben. Ich war früh unterwegs, plazierte den Viano beim Behindiparkplatz knapp vor der Plattform Münster. Der Viano hat sehr gut sichtbar eine Blechkiste unter dem Boden, was signalisiert Seitenlift. Sowieso hat es nur einen BihindiPP. Kommt ein zweiter Behindi mit Auto parkt meinen Viano wild zu, der Seitenlift ist nur noch Deko.

Die Stadt Bern bewirtschaftet BehindiPps nicht, keine Bussen nichts, der zuparkende Behindi hatte noch den Mumm mich dumm anzuquatschen. Ich quatschte zurück, aber nicht über seine verbotene Parkaktion. Es nützt nichts, Menschen mit Ego AG auf ihr Falschtun hinzuweisen. Sie wissen nichts, aber alles besser und haben immer Recht.

Der Handwerkermarkt war Im Aufbau begriffen, so früh war ich dran. Eine Töpferin töpfert für mich Unikatboccalino, mit viel Rand, damit ich zuhause wieder Wein in Trinkgefässe umfüllen kann. Gläser taugennichts, diese scherben jagen mir Angst ein. Kristalgläser mit Stiehl, also meine Rotweingläser schleppe ich nicht mehr rum, zu gross die Gefahr, dass ich sie am Boden zerdeppere.

Also gucken wir dieses eine eins zu eins Unikat an, sdiskutieren die Füllmenge, die Höhe des Randes, gefallen mir die Glasuren, die ich gewählt habe. Frühmorgens sprechen die HandwerkerInnen untereinander, irgendwann diskutieren wir über Brennöfen.

Erst um 10 Uhr gibt es die erste Bratwurst, ich habe Hunger, fahre auf dem Scooter zum Beck, der oberste Stand samstag Richtung Casinoplatz. Noch hat es keine Menschen in den Lauben, keine dummen Sprüche. Kaffe gibts schon auf dem Handwerkermarkt. Wie ich eine rauchen will, sind die grünen Bänke klatschnass, offenbar hat es in der Nacht geregnet. Ich muss mich setzten, ich kann nicht ewig stehen.

Neun Uhr vorbei, aber lange noch nicht zehn Uhr, Gesprächsbeteiligung hatte ich, ich will in ein Geschäft hinter dem Zytglogge. Dort bin ich öfters, das Lachen ist immer gross, wenn ich komme, die Bedienung schnell, Thema Schmuck.

Nun gehts los im Rohr, wenn ich bitte zur Seite zu gehen, immerhin muss ich auf denm zweirädrigen Scooter das Gleichgewicht halten, insbesondere Männer wissen, dass im Rohr keine Scooter fahren dürfen. Ich also: „8-ung Elektrorolli, Gefahr von hinten.“ Motzt irgendwer weiter, das sei ein Scooter, sage ich zurück, genau, das ist ein zweirädriger Elektrorolli. Ich diskutiere nicht mehr, erkläre nichts. Diese Zeiten sind vorbei. Seklbst schuld diese sog. Normalität, die nichts weiss aber alles besser.

Im Juweliergeschäft gehe ich mit Scooter. Nein, den muss ich nicht mühsam mit Schloss zusperren, in dem Geschäft ist man sichs gewohnt, dass ich rollende Hilfsmittel habe.Ich: „Heute habe ich grüne Laune.“ Was ich im Schaufenster gesehen habe, kommt die Retourfrage. Ich, dieser Ring gefalle mir, ich sei mir nicht sicher, ob er zu wuchtig sei für meine rechte Hand. Der Verkäufer sieht sofort, was ich meine, nimmt den Ring, sagt nocht, er sei gross. Er ist zu klein für meinen Mittelfinger rechts, wir lachen. Technische Detail, wie er vergrössert werden könne, damit er hinterdem Fingergelenk bleibt, nicht von selbst rutscht, nur sich beweegt, wenn ichs will.

Bezahlen, ich komme wieder in einer Woche, alls begleitet von Sprüchen und Lachen: Ich hätte gern Abreste von Metallen, die ich als Deko auf Glasuren brennen könnte. Bekommen habe ich noch nie solche Silder oder was auch immer Pülverchen von einem Juwelier. Er fragt mich, was, wie, wo, ich antworte, noch nie hätte ich solche Kleinstpmetallpulver je bekommen. Gelächter.

Alles ist immer unendlich kostbar, wenn TöpferInnen Interesse haben. Ist so!

Zurück auf dem Handwerkermarkt ist die Bratwurst schön braun, das Brot fehlt noch, ein Tel. dann wird es geliefert. Es ist Kaffee- und Teeliwetter, für ein Bier ist es zu kalt. Es ist Herbst geworden, ich habe Skihosen an. Das gibt Null Bemerkungen, alle sind es sich gewohnt.