Kolumne Frank A. Meyer

Fast besinnlich beschreibt Frank A. Meyer das Zusammenspiel in der Schweiz von Geldmacht und Bürgermacht.

Er braucht zweimal das Wort „Macht“. Ich bevorzuge das Wort Verantwortung Ich habe in Stettlen einen Block mit zwei Eingängen, a je sechs Wohnungen pro Eingang. Das ist Verantwortung, zu diesen Menschen in der Position der Hausbesitzerin gut zu schauen.

Erfüllt werden Wünsche, die Sinn machen für diese Hausgemeinschaft, man guckt zueinander, weiss, ob alle gesund und munter sind, nicht was im Kochtopf schmorrt, bevor eingekauft wurde. Man ist in gutem Sinn des Wortes fürsorglich.

Das ist ein ideeler Wert, in den Block zügelt, wer dort ein Leben lang bleiben möchte.

Das ist nun meine Verantwortung, diesen ideellen Wert per Bausubstanz hochzuhalten. Es ist Verantwortung, es ist Einteilung meines Vermögens, zuvorderst kommt der Stettlenblock, ich komme mit meinen Wünschen, die ich klar habe, später.

Ein Vermögen verprassen, ist einfach, zudem bedienen sich Menschen auf dümmste Weise daran: Bsp. die Jupiterwohnung ist immer noch nicht vermietet. Geld, was nicht reinkommt, fehlt, kann nicht in Projekte weiter geleitet werden. Es ist völlig klar, dass Behinderte Wohnraum so verzweifelt suchen, wie alle andern. Den Mietmarkt gibts, man muss ihn nur in Zusammenhang zur Wohnung setzen. Das Projekt habe ich noch nicht aufgegeben.

Aufgegeben habe ich einen 4×4 zu kaufen. Ich weiss nicht, ob ich mich in einen Allrad angetriebenen Auto sicherer fühlen würde. Kann sein, muss nicht. Die Idee habe ich sausen lassen, nicht meine Verpflichtungen.

Wie es in den linken Medien dargestellt wird, alle seien AbzockerInnen, das ist plakativ. Ebenso weit übers Ziel hinaus schiessen die MilliardärInnen, die Arbeitskraft ausbeuten, schlechteste Löhne zahlen, nur an ihren Gewinn denken.

Nehmen wir ein nicht schweizerisches Beispiel, Tesla in Deutschland, findet an einem Standort keine FacharbeiterInnen. Immer ist in den Medien, dass Musk viel Arbeit, natürlich Innovation verlangt, schlechte Löhne zahlt. Musks Firmen sind längst übers Stadium einer Gemeinschaft Interessierter hinaus, alle stecken die Köpfe und ihre Beisterung zusammen Tag und Nacht und verdienen tut Elon Musk.

Das geht nicht in Demokratien mit gesellschaftlichen Regeln, dass möglichst alle Arbeit haben, Lohn bekommen und darin eine Gerechtigkeit(!) liegt, die ausgehandelt wird. In der Schweiz gibts jeden Herbst in den grossen Branchen die Lohngespräche fürs nächste Jahr mit einem Resultat.

Gewinn für den Westen, Billigstarbeit irgendwo, inklusive Umweltzerstörung, es ist und bleibt eine Welt, auf der wir alle wohnen, längst verarmen im Westen Menschen, die via Sozialleistungen aufgefangen werden, der Blick muss ausgeweitet werden auf von Krieg gebeutelten, Ausgebeutete durch Korruption eigener Leute und arme Länder. Wer arbeiten will, Fähigkeiten hat, ohne hiesige Abschlüsse, der/die kriegt die Arbeit.

Meine Maler/Gipser in Stettlen haben schön gestrichen, Secondos oder Primeros, wen interessierts? Schweizerfirmen lachen sich schlapp über meine multiplen Behinderungen, also weg mit denen.

Ich habe nicht grundsätzlich den Humor, darüber zu lachen, dass meine Mama magersüchtig war, ich behindert geboren wurde. In Wohlfühlsituationen lache ich, aber nicht, wenn ich mit Handwerkern verhandle, die mich für dumm verkaufen, wie die Schreinerfirma, die eigentlich den Lead haben sollte für meine Attikawohnung, das resultierte in einem Scherbenhaufen, nun versuch ich Stettlen auf Vordermann zu bringen, Moraltheologie inklusive. Ich nehme kein Blatt mehr vor den Mund.

Nur weil mir gewisse Hirnzellen eindeutig fehlen, dumm bin ich lange nicht, eine penetrante Naivität strahle ich immer aus. Das ist Fakt, wer damit umgehen kann, umso besser für beide Seiten.

Wer bei mir in Diensten ist und bleibt, behandelt mich wie eine Wahlmama oder Wahloma, MIT ABSOLUTEM (!), UNVERHANDELBAREM RESPEKT, ANSTAND UND FACHKÖNNEN.