Jimmy Carter II

Heute Nacht hat ein Biograph von ihm auf CNN gesprochen. Gestern kam eine Erklärung auch auf CNN, welche Krankheiten seine Stiftung dezimiert und/oder ausgerottet hat.

Er half in Afrika in ländlichen Gegenden, wo die eigenen Regierungen wegschauten. Eine medizinisches Projekt geht um eine Fluddfliege, die zu Erblindung führt. Als elder USA Präsident konnte er die Landesregierungen einbinden, hinzuschauen, zu helfen, was zu Vermehrung seiner Hilfe führt. Er kam, zeigte und lehrte wies geht.

Ein anderes Projekt geht um einen Wurmparasit. CNN zeigte keine Bilder. Dieser Wurm wird bis zu einem Meter lang, es muss grässlich aussehen. Offenbar ist es bei dem Parasit auch möglich, ihn zu dezimieren oder sogar auszurotten.

Carter sprach mit Führern, Despoten, vom Westen als Terroristen eingestuften, er sprach mit allen, setzte sich überall in die Nesseln, sein Anliegen, Frieden, Frieden, Frieden.

Es brauchte Jahre oder Jahrzehnte, bis die USA realisierte, dass hier ein Mann nicht als Blender am Werk ist, irgendwas den Medien erzählt, sondern aus tiefstem Glauben lebt, ein integrer Man, ein gläubiges Ehepaar, was Wasser predigt und Wasser trinkt.

So lebte er bis gestern eine valable Alternative vor zu Materialismus. Es gibt wahrlich wichtigeres als Geld.

Ich war in meinen 20er Jahren in den USA, Tucson, AZ. Ich gin jeden Sonntag in meine damalige Kirche. Das hat mich garantiert geprägt.

Christentum, gelebtes Christentum ist insofern einfach, als die Richtschnur gegeben ist, den eigenen Glauben vorleben, nicht bloss predigen. Aber in der Ausübung des Glaubens, ist man oft in einer Minderheit, , selbst in den USA, wo gelebter Glaube nicht so tabuisiert ist wie in der Schweiz. Zumindest in den 80er Jahren, war es ein Teil der Bevölkerung, der sich klar auf Glaube beruft, ganz unterschiedlicher Denominationen, integriert ist in die Gesellschaft. Glaube haftete dort nicht das Etikett „hinterwäldlerisch“ an wie in der Schweiz.

Trotzdem blieb sein Werk lange unterschätzt, weil selbst in den USA sich die Menschen nicht vorstellen konnte, dass ein elder president, in die Tat umsetzt, was er glaubt. Biden ist aus demselben Holz geschnitzt, wird verlacht, de facto ist er einer der ältesten Politiker der USA, im Dienst an seinem Volk. Nicht einmal das verstehen die schweizer Medien, dass sich Biden nie an die erste Stelle setzt. Das ist bereits unverständlich, immer der Massstab der schweizer Medien, nicht zuerst das Prinzip, die Verfassung, sondern immer zuerst die Person.

Bedeutet wohl, dass die CH lange keine grosse Person mehr in zentraler, politischer Stellung hatte, Prinzipien über Personen? Nun, Freiheit, ist ein Prinzip, egal, wer sich gerade für die Freiheit aller einsetzt. Menschenrechte ist ein Prinzip.

Seine politische Einschätzung durch Menschen und Medien wird sich verändern in den kommenden Jahrzehnten. Carter und Biden, eine eigene Liga.

Sogar Trump verhielt sich anlässlich Carters Tod höflich, kondolierte. Sonst ist er nie verlegen, in ein Fettnäpfchen zu hüpfen, aber vor Carters Tod und sogar Trump polemisierte nicht.

Journal21 blieb dürr. Eine kurze Meldung, weit weg von einer Würdigung.

Es ist interessant, wie wer auf was reagiert.