Nahverkehrsmittel

Da frau nie korrekt beraten wurde, lerne ich s auf die harte Tour. Inzwischen weiss ich, diese Dinger müssen Leistungsbestien sein. Akku soviel wie möglich Steigung, so wies realiter auf den Strassen und Trottoirs vorkommt und nicht nur für Spital- oder Heimflure und einkaufen können will ich auch. Die Zuladungslast muss tolerant sein. Ich will nicht jedes Federchen auf die Waage legen müssen, bevor ichs einkaufe.

Also der Jura ist hüglig, irgendwer, der genau für diese Gegend produziert. All die schnuckligen Altersmobile, die sind eher fürs Flachland gedacht. Ich muss von der Vorstellung wegkommen, ich könne mir was kaufen, was in Villeneufe gut ausgesehen hat.

Interessanterweise haben Dreiradtöffs zwei Räder vorne. Die sollen zum Pendeln taugen, sind extrem schwer. Ich bin skeptisch, denke, das bringt nicht das, was ich brauche.

Bloss immer zwei Tonnen bewegen, wenn ich Einkäufe habe, ist ein Irrwitz. Mit Autos will ich Spass haben, Ausflüge machen, essen gehen.Um im Dorf rumzukurven, reicht was Kleines. Dieses Kleine sollte sich idealerweise in den Viano verladen lassen. Bloss dieser Seitenlift kratzt auf vielen Trottoirs.

Es ist spannend, was heutige Technik alles kann, bloss im Behindertenbereich, wir sind lange noch nicht soweit. Ich, voll Fussgängerin bis 2017 komme nicht mit. Ich realisierte nicht, wie süffisant diese Diskriminierung ist. Die beginnt bereits bei der Ladezeit. Mein Micro Scooter lädt sich in weniger als zwei Stunden auf.

Behindertenrollis brauchen 6 bis 8 Stunden. Was für ein hübscher Zufall, diese KonsumentInnen können sich täglich maximal die Strecke bewegen, die ihre Rollis hergeben. Hatte man das lebenslänglich, ich stelle mir vor, diese Betroffenen könnens instinktiv bis auf die letzten Meter ausrechnen.

Diskriminierung ist ein weites Feld, beginnt bereits bei der Ladezeit. Zudem sind diese Schweizerfabrikate punkto Senioren-, Behindertenmobile erst im Werden. Es handelt sich um Datensammlungen, wir Betroffene sind einmal mehr die Versuchskarnickel. Teilweise ists verletzungs- und lebensgefährlich, was alles die IV zugelassen hat.

Ich wurde mit den Tücken dieser Fortbewegungsart nicht schon in der Kindheit bekannt. Aus Neid und Eifersucht erzählen erfahrene RollifahrerInnen kein Sterbenswort, was wichtig ist, was ein Reinfall, wo der Kompromiss liegen muss.

Ich habe mich mit Joystick unendlich verletzt, natürlich Knie, Beine und Füsse. Besser wurde es danach nicht. Beim nächsten Modell drehten sich die Taschenbändel ewig um die Hinterachse, sehr gefährlich.

Beim jetzigen Modell entsteht ein Schaden a 500.-SFr. wenn er hochrollen sollte. Er stellt nicht einfach ab, nein, er macht Schaden! Normalerweise bezahlts ja die IV, was solls? Echt, diese Einstellung, die andern bezahlen, die offenbart sich überall, nennt sich Sozialstaat. Bloss, als der erste Mensch begann, dieses System auszunutzen, waren die Grenzen bereits klar, Sozialstaat funktioniert nur mit sozial korrekten Menschen. Geht in der heutigen Zeit gar nicht. Ging früher, als man stolz auf Selbständigkeit und Eigenleistung war. Heute Konsumverhalten auch hier.