Crack sei auf dem Vormarsch….

….. so 20 Min.

Der Bund solle helfen, so einzelne Gemeinden. Drogensucht kann niemand zum Stisstand bringen ausser die betroffenen KonsumentInnen. Niemand hat die Macht dazu. ausser die Betroffenen erleben ihren „Tiefpunkt“ wie es AA nennt.

SRF hat irgenwas zu Sucht Online, es wurden Fragen gestellt, man kann Fragen und ExpertInnwn(!) Antworten nachlesen. Sehr hübsch immer, wenn Co-Abhängige, deren Aufgabe es wäre, ihre Co-Abhängigkeit anzuschauen und im Idealfall zum Stillstand zu bringen, den Suchtkranken helfen wollen.

Zu meiner Zeit in Al-Anon besprach Pearle aus USA Al-Anon Tonbänder, aufgenommen vermutlich an internationalen Meetings. Ich hörte sie rauf und runter, um zu lernen, was ich alles falsch machte, das war genug Arbeit. Der Suchtkranke daneben zog es vor, suchtkrank zu bleiben, alle genügten seinen hohen Ansprüchen nicht, letztlich er auch nicht, es endete in einem dreitägigen alkoholischen Blackout, was in seinen Augen keins war. Hauptsache er hat Recht, der Rest muss sich in sein Weltbild einfügen.

Niemand behaupte je, wenn ich zu Al-Anon ging, sei ihm nicht aufgefallen, dass ich damit bekanntgab, ich sei co-abhängig oder wie Al-Anon es nennt Angehöriges.

Nach Zuschauen von jahrzehntelanger Drogenpolitik, ich erzählte meinen KonfirmandInnen immer, dass sie alle verarschen können, ihren Körper nicht. Was immer sie anstellen hinter dem Rücken von Erwachsenen auf Gruppendruck hin oder Selbstinitiative, ihre Körper soind immer dabei. Jeder Körper reagiert anders, es gibt keine Sicherheit punkto hoher bzw. niedriger Toleranzgrenze.

Entweder bin ich sarkastisch, ironisch gestimmt oder die Kommentare sind in dem Tonfall geschrieben. Weils die eigene Kindergeneration betrifft, sind die Erwachsenen, also PolitikerInnen mehr als spendierfreudig, bezahlen t8uns alle via KK, Steuern, IV-Renten und Sozialdienste.

Wie lange das so weitergehen wird, die Zunkunft wirds zeigen.


Es kommt immer darauf an, mit welcher Einstellung Suchtmittel konsumiert werden, was sich der Mensch erhofft, der konsumiert oder unverhofft bekommt, was ihm zumindest im Moment des Erlebens gefällt.

Unsere Zeit rennt der Utopie der suchtfreien Gesellschaft hinterher, so paradox es klingt. Bloss das gab es noch nie in der Geschichte der Menschheit und wird es nie geben. Archäologische Funde werden untersucht und liefern Antworten, was, wann, wo und aus welchen, teilweise medizinischen Gründen konsumiert wurde.

Altbekanntes, Neues, was ist sicherer? Inwiefern sind schulmedizinische Drogen weder sicherer noch bekömmlicher, wenn über Jahrzehnte eingenommen? Alles hat erwünschte und unerwünschte Wirkungen und jeder Mensch muss letztlich für sich selbst entscheiden, was er seine Lebensqualität nennen will.

Eine Gesellschaft entscheidet, was sie für Rahmenbedingungen für alle setzt, dammit die Gesellschaft, die sie will, funktionieren kann.

Nie vergesse ich, wie ich als Studentin in der Gefängnisseelsorge Ausbildung lernte, dass Drogen es bin in bernische Gefängnisse schaffen, was angenehm sei, die Gefangenen seien mit Drogen über die Wochenenden friedlicher. Diese Tatsache macht mich bis auf den heutigen Tag sehr nachdenklich.

Es geht darum, mit was Menschen ihre Neurologie ernähren. Diese wiederum ist lernfähig und verlangt mehr davon. Vielleicht sollte die Schweiz darauf mehr Wert legen als Gesellschaft, mit was diese schweizerische Gesellschaft ihre Gehirne füttern will und füttert.

Könnte unerwartete Antworten bringen, die schon immer da waren, unbemerkt, wie zufällig und doch sie waren sinnstiftend. Ich denke an all das Vereinsleben, dass früher in der Schweiz gang und gäbe war. Geldmangel, mit Picnic im Rucksack gings sonntags los bei schönem Wetter. Familien beschäftigten sich als Familien, was gemeinsame Erlebnisse mit sich brachte im Guten wie im Schlechten und allem dazwischen.

Was hat sich gesellschaftlich verändert, was sind die zu erwartenden Konsequenzen? Geminsam essen, ist zur Schwierigkeit geworden, die Essgewohnheiten sind unterschiedlich, teilweise extrem aufwändig. Was machts mit der Gesellschaft?

Wenn Probleme auftauchen, die Politik, die Schulmedizin, die Medien fokussieren sich auf Problemlösungen. Ich deke, es fängt viel früher an. Welche heutigen Gepflogenheiten führen vermehrt zu Problemen, frage ich mich jeweils. Die Infragestellung müsste breiter angelegt sein, mehr ausgerichtet auf eine Gesamtschau und damit Prävention, ein Lieblingswort heutzutage.