Charlie Hebdo einmal mehr daneben

Hier eine Zusammenfassung, SRF. Das Thema läuft seit Tagen.

Wie vor Jahren, als die Mohamedkarikaturen nur schlechter Geschmack war und zu aller Trauer in einem Blutbad der Redaktion führten, Charlie Hebdo lernts nie. Ob die zweite Karikatur, ein Blutbad in der eigenen Redaktion im entfwerntesten witzig ist, weils TATSÄCHLICH EIN SOLCHES GAB, mögen andere entscheiden.

Ich finde korrekt, das wo immer GafferInnen sich versammeln wird ein optischer Schutz hochgezogen. Ist das nicht nötig, z.B. in der FussgängerInnenzone Berns, eine Patientin von GafferInnen so umringt und bedrängt wurde , weil die GafferInnen nicht Platz machten, in der Ambulanz behandelt,

Die korrekte Reaktion ist immer, Schutz der OIpfer vor Einsicht in tödliche, auch nur Krankheits- , Unfallsituationen:

Man las Menschen hätten verbranntes Kopfhaar gehabt. Gezeigt im Bild wurde das nicht

Die Privatsphäre gilt mehr, ist höher gewichtet.

Charlie Hebdo scheint Prinzipien nicht zu verstehen. War schon so bei den Mohamedkarikaturen. Prinzip =“heilig“. Was ist Menschen heilig? Nicht begriffen.

Hier das Prinzip: Was ist die Privatsphäre von Menschen:Tod, Verletzungen und Trauer lautet hier das Prinzip. Wie reagieren.

Dann dieses Nachfassen, die Schweiz habe mit Armbrüsten die Redaktion Charlie Hebdo erschossen, das Prinzip, u. a. Jesus zuscheschrieben für Chalie Hebdo heissts: Was man nicht wuill, das andere von dir erleiden, wollen wir bei Dir selbst nicht anschauen, nein, es ist nicht lustig, wenn Menschen durch Feuer oder menschliche Gewalt zu Tode kommen

„Was du nicht willst, dass man dir tut, das füge deinem Nächsten nicht zu“.Schlechte Wahl , die zum Blutbad in der Redaktion führte mal schlechte Wahl, das nochmals auszupacken, es hätte die Schweiz geschossen, schlecht mal schlecht macht nichts besser.

Aber es passt prima in die heutige Zeit. Ich erinnere mich sehr gutin einem Forum in der Luft zerrissen worden zu sein, als ich noch vor den Morden bei den Mohamed Karikaturen theologisch argumentierte. Null Bildung bei nirgendwem. Nun, dann endets wieder gleic.

Es gibt nur eins, andere Themen, wenns tödlich enden könnte. DASS es faktisch tötlich endete hat Charlie Hebdo offenbar bis heute noch immer nicht begriffen. Schade.

Es gibt wichtigere Themen als Charlie Hebdos Provokationen. Was es zeigt, wie weit weg die westliche Gesellschaft von ihren eigenen Werten ist.

Wenn ich was den Überlebenden wünsche, dann WeggefährtInnen sie ernszt nehmend, die auch grossflächige Brandwunden kennen, echt mitreden können wollen, wo sie ungestört auch mal schimpfen und Kraftausdrücke brauchen dürfen und nicht immer diese Heldenstories, die nun rumgeboten werden.

Wer z. B. im Rolli sitzt, ist getriggert auf gewisse unterirdische Sprüche, Bemerkungen, Ableismus sowieso, es gibt Anrempeleien. Da muss man unter InsiderInnen sich austauschen können.

Andere, dies nicht kennen, Reaktion zuerst Voyeurismus, dann Langeweile, sich abwenden, evtl. sogar anschreien. Spätestens dann ist die Freundschaft, der Kontagt obsolet geworden.

Bei diesen Überlebenden ist gut möglich, dass bestehende Bekanntschaften durch das Trauma verstärkt, noch enger werden. Ist die Verarbeitungsart zu unterschiedlich, dann wird alles lockerer oder bleibt, was es immer war, eine flüchtige Bekanntschaft.

Es ist verständlich, das was traumatisiert, alle diese ersten BeantworterInnen wie Polizei, Feuerwehr, Helikopterrettung, Ambulanzpersonal, Spitäler natürlich professionelle Verarbeitungsmöglichkeiten bieten, aber auch private.

Ermüdend ist in der Berufsarbeit die Repetition. Bsp: „Die Taufe“. Wars das erste Kind, die Eltern noch nirgends Gotte und Götti, alles von vorne erzählen, bitte. Das gabs im Pfarramt. Wenn ich offen und wach auf Menschen zugehen wollte, ich brauchte Verarbeitungsmöglichkeiten. Es braucht eine gewisse Distanz, aber was zu unserer Zeit gang und gäbe war, teilweise bis heute anzutreffen ist, diese professionelle Distanz, wer sich nicht berühren lässt, kann andere Menschen nicht erreichen. Das ist ein Unterschied, die geeignete Balance müssen alle Menschen je für sich finden und Verarbeitung hilft.

Man kann nicht immer „politisch korrekt“ sein, Menschen wollen auch mit ihren Schwächen akzeptiert sein.

Je enger die Körpergrenzen sind, man sich nicht mehr körperlich verausgaben und erschöpfen kann, desto wichtiger werden Personen des Vertrauens. Sie haben garantiert keinen Arzt, noch psychologischen Beruf. Das sind verkappte Erziehungsmethoden, sehr oft von Blinden, die sich allen Ernstens einbilden andere lehren zu können, professionell.

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