Heiner Hug in Journal21 über Trump

Es war WEF bis gestern in Davos.

Trump denkt assoziativ, schreibt seine Reden nicht nach einem Gymeraufsatz, Aufbaukonzept, zu unserer Zeit beinhaltete dies: Einleitung, These(n), Antitherse(n) Synthese(n), zusammenfassender Schluss(satz).

Ich schrieb schön brav jeweils auf, was der Lehrer wollte, kaute an Stiften rum und dachte, wenn ich alle diese Konzeptpunkte, aufs Aufsatzthema bezogen, ausfülle, sie dann in Aufsatzsätzen schön brav abarbeite, ich langweile mich zu Tode. Irgendwas Spannendes, Unvorhergesehenes muss kommen, sonst verliere ich selbst das Interesse an dieser schriftlichen Aufgabe.

Mit schöner Regelmässigkeit werden assoziative RednerInnen, BloggerInnen, DenkerInnen kritisiert.

Alle können Inhalte kritisieren, jedem Mensch seine Denkart ist Privatsache. Der Schluss der Heiner Hug zieht ist verheerend, 1. Satz 2. Abschnitt:

Einen Präsidenten, der so spricht, kann man kaum ernst nehmen.“

Völlig falscher Gedankengang. Es geht nicht um Personen, sondern Funktionen. Besser nehme die gesamte Menschheit die Funktion, oberste politische Spitze der USA ernst, das AMT. Zweitrangig ist die Person, die es gerade bekleidet, sie heisst Trump.

Ein Maduro hätte ins Exil in den Kremel gekonnt, es gab Angebote hinter den Kulissen.

Alle wissen, wo Maduro und seine Frau zu finden sind, derzeit.

Besser nehme man das Amt des USA Präsidenten, hoffentlich irgendwann Präsidentin sehr, sehr ernst.

Den Worten des ersten Abschnitts ist nicht viel beizufügen. Es ist mühsam, ich hörte rein, befahl mir Geduld, die ganze Rede, guckte und hörte ich nicht. Irgendwann sagte ich mir, ich mache es freiwillig, ich müsse nichts.

Zitat:

„Sein Auftritt am Mittwoch in Davos war ein absurdes Spektakel. Die Rede geriet zu einem Sammelsurium aus Selbstbeweihräucherung, Beleidigungen, billigen Angriffen, falschen Zahlen und grotesken Verdrehungen von Tatsachen. Der Aufbau war ebenso wirr wie der Redner selbst: ein ständiges Springen von Thema zu Thema, unterbrochen von neuen falschen Behauptungen, erneutem Selbstlob, Rückgriffen auf Grönland – und weiteren Beleidigungen.

Einen Präsidenten, der so spricht, kann man kaum ernst nehmen. Entsprechend wenig Anlass besteht, seine Zusicherung, auf militärische Gewalt gegen Grönland zu verzichten, für bare Münze zu nehmen. Trump ist unberechenbar, launisch, sprunghaft und theatralisch. Morgen kann alles wieder anders sein.

Ein Geschäftsmann Trump hatte vorher nicht die Macht, weder die Gesellschaft USA, noch die gesamte Menscheheit weltweit umbauen zu wollen und das zu können. Das Amt USA Präsident zu sein, macht den Unterschied.

Diese psychologischen Kategorien der letzten Jahrzehnte, den Zeiten seit ein Freud populär wurde, kochten den Irrtum hoch, man desavouire jemanden psychologisch, wäre Trump von der Vernunft geküsst, wie der Titel spottet, seine Neurologie wäre eine andere geworden.

Die plausibelste Erklärung für Trumps Meinungsänderung, der innenpolitische Druck in den USA wurde zu hoch, geht bis in republikanische Kreise, also änderte Trump seine Meinung. Die Börsen hatten mit Zittern reagiert, seit Trump seine Meinung änderte, sind sie wieder im Plus.

Mich ärgert, dass seit Trump Politik Richtung Präsident machte, ab 2015, man nahm ihn nie ernst, 1. Punkt immer Psychologie bis zur Ferndiagnose „Narzist“, das ist Psychiatrie. 2. Seine Fakenews, wie wenn das was je geändert hätte, weder an zwei Wahlkämpfen, noch zwei Siegen das Amt innehaben zu können.

Wahnsinn ist, wenn Menschen, realisieren, dass ihre Art eine Aufgabe zu lösen nicht taugt, die Anstrengungen intensivieren, IMMER DASSELBE VERSUCHEN.

Die politischen Vertretungen, PräsidentInnen Europas und weltweit, haben längst aufgehört, öffentlich Trump auf der Psychoschine vorzuführen. Sie haben Taktiken entwickeln müssen, wie mit Trump klar zu kommen, weil er ein AMT innehat. „Füehlschmi?“, ist Schnee von gestern. Stoppen, Trump stoppen, ist die Aufgabe, keine Neue, aber eine Wichtige.

Wenn Trump je fallen wird, dann innenpolitischer Druck, der sich entlädt und nicht manipuliert werden kann, nicht einmal von Trump, die USA Wirtschaft, frei nach Bill Clinton, dessen Zitat sich darauf bezieht, wie in den USA Wahlen gewonnen werden, die Epstein Files oder Putin, der ihn in der Hand zu haben scheint. Eher unwahrscheinlich, dass Europa geeint auftritt, Trump Europas Wirtschaftsmacht präsentiert, die USA ist verschuldet, eine weitere Schwachstelle.