Wie erklärt man Laien, was die juristische Sicht ist? Je länger die Zeit verstreicht, also in den letzen 50 Jahren oder mehr die Laiensicht und was eine Justitz tut, es driftet auseinander, hat sowas an sich wie Lateinwörter büffeln, sich einüben in diese andere, fremde Denkweise.
Wers kann, wers studiert hat, wessen Beruf es täglich ist, die Menschen könnens, esist ihnen zur zweiten Natur geworden, nun müsste irgendwer eine Brücke zwischen Laien und Professionellen bauen, damits verständlicher wird.
Bisher, was ich in den Medien las, ich gehe nicht davon aus, der Bundesrat bzw. Bundespräsident solle politisch einfluss nehmen, aber als Landesvater eione tröstende seelsorgerliche Funktion einnehmen, erklären, was nun wie abgewickelt wird, warum die Verarbeitung punkto Verluste eine andere Ebene ist, die sehr wichtig ist zuvorderst ansteht, zeitgleich diese zweite, juristische Ebene auf lange Sicht genauso wichtig ist, um juristische Gerechtigkeit zu erreichen.
Es muss insofern Gerechtigkeit auf einen Boden gestellt werden, dass alle Geschädigten gleich gerecht v. a. finanzielle Entschädigung und die beste Schulmedizin, das modernste das es gibt, bekommen. Geht unter Wiedergutmachung.
Es wurden die Überlebenden europaweit in die spezialisierten Spitäler verteilt. Der Anfang ist gemacht, wird hoffentlich als gerecht empfunden. Genau um das geht es, dass der Behörden Arbeit in ein gerechtes Empfinden der Betroffenen, der Volksseelen eingeflösst wird.
Wenn eine Traumatisierung passiert, dann ist die menschliche Neurologie überfordert. Es stellen sich Gedanken ein „was wäre, wenn….“ Dann durchspielt das Gehirn, was wäre, wenn irgendeine Person an dem Tag andere Entscheidungen getroffen hätte, nicht in die Katastrophe reingezogen worden wäre. Das in Endlosschlaufe, da brauchts Mitmenschlichkeit, den Druck vermindern, damit diese neurologische, seelische Wunde kleiner werden kann, man lernt sich nicht zu retraumatisieren.
Unterschiedliche Ebenen sehe ich, noch kein wirkliches Gegeneinander. Mal schauen, obs stimmt oder ich zu optimistisch denke. Es wäre schade, wenn die politischen momentanen Verstimmungen, genant wird die Schweiz und Italien, sich gegenseitig so misstrauten, dass weiteres, politisches Geschirr zerschlagen würde. Gemeinsam ist man stark.
Trumpismus führt, wie Trump zeigt, in die Isolation. Sollen die Schweiz und Italien bitte nicht nachmachen am Thema einer Brandnacht.
Grundsätzlich denke ich seit Jahrzehnten, dass das Fach Jus sich modernisieren müsste. Was vor fünfzig Jahren als gerecht wahrgenommen wurde, ist heute unzumutbar geworden. Frauen kochen regelmässig vor Wut, wenn männliche Gerichte, im Verhältnis zu milder Verurteilungen sprechen für Sexualdelikte.
Ist jemand tot, das gibt insbesondere mit Vorsätzlichkeit Höchststrafen. Das kann man juristisch begründen mit irreversibel. Ists nicht grausamer, weil unabgeschlossen, jemand wird so geschädigt, wie die Überlebenden dieser Brandkatastrophe, hat überlebt, zu welch hohem Preis?
Wir Behinderte haben eine Vorstellung, was auf diese Menschen zukommen kann, haben sie die schützende Spitalbehandlung hinter sich gelassen. Da kommen gewaltige Herausforderungen auf sie zu. Diese gesellschaftliche Änderung, der Gleichwertigkeit, andere Länder praktizieren sie längst, die Deutschschweiz hat damit noch nicht angefangen.
Bsp.: SRF selbst: Es gibt nur „perfekte“ Menschen, die Sendungen leiten,. Es gibt nicht einmal jemanden im Handrolli, unvollkommene Körperlichkeit überhaupt nicht, eine schwarze Person, die unsinnigerweise ableistisch eingestellt ist und ebenso unsinnigerweise bereits zwei Bücher zu Rassismus herausgegeben hat.
Da müsste man ausmisten, befehlen, gut zureden reicht nicht. Das tat meine Generation ein Leben lang, nein, nützt nicht, dass muss mit Entschiedenheit gefordert und von „oben“ befohlen werden, weil unerträglich.
Was die Akzeptanz des völlig anderen Lebens betrifft, ich war von Anfang an in der Situation.
Da spielte ich als Kind, wühlte mit der rechten Hand im Sandkasten, diese Haut war grob und rissig. Da nannte ich aus mir unerfindlichen Gründen meine Linke Hand „die Liebe, die Hübsche“ und meine Rechte die Nützliche. Schon früh begann ich so, mich selbst zu trösten.
Diesen Umgang zu lernen, viele scheitern daran, reagieren Betroffene mit Wut, was verständlich ist, es folgt nicht, zu oft nicht die Hilfe, diese Last mitzutragen, sondern menschliche Eiseskälte, unangemessen, aber glasklar Mehrheitsreaktion.