Blick publiziet, was manche denken

Das von Blick genannte Opfer, finde ich irrelevant. Aber Geisel gegen Geisel, ein uraltes Spiel.

Für einen deutschen Bundeskanzler geht ein Präsident Trump nicht auf die Barrikaden, behaupte ich. Da müsste der Kremel sich eine Geisel schnappen, die Trump wirklich zum Handeln zwingt.

Die Idee Trumps, er diktire das grausame Spiel undalle andern Grossmächte nur die USA halte sich an Völkerrecht, ist eher naiv.

Putin marschierte 2014 in die Ukraine ein, niemand, keine Nation Europas wollte zur Kenntnis nehmen, was diese Besatzung, völkerrechtlich illegitim, zu bedeuten habe.

Die USA habe weltweit den besten ßSicherheitsapparat? Warum können ein KGB, ein Mossad und vermutlich andere genauso viel oder eher noch mehr?

Trump weiss Israel als treuen Verbündeten.

Bloss bei Putin siehts etwas anders aus: Putin diktiert und Trump stimmt ein.

Bei China, der offizielle Widerstand Chinas gegen Trumpzölle, China sucht andere Handelspartnerinnen unter den Nationen. Chia hat die zweitgrösste Bevölkerung weltweit, nur Indien zählt mehr Personen. Während Indien USA abhängig ist, China bietet Trump die Stirne wirtschaftlich, irgendwann militärisch.

Die Weltordnung der Menschheit ist im Wandel begriffen, USA fällt rasch tiefer und tiefer unter Trump, China profitiert und Russland macht, was man gemeinhin die Drecksarbeit nennt.

SRF stellt eine Liste militärischer bzw. CIA Einflussnahme in Südamerika zusammen der USA ab Weltkrieg II.

Da es in Venezuela um Erdöl geht, das sagte Trump mehrfach, es lohnt sich einen Blick in die Geschichte anderer Erdölstaaten, nahen Osten, USA_Israelpolitik, Lügen Bushs über Einmarsch Saddam Husseins und Kriegsgräuel in Kuwait, was Bush angeblich legitimierte im Irak einzumarschieren und Saddam Hussein wurde irgendwo gefunden, die Bilder gingen um die Welt und letztlich hingerichtet. Ursprünglich sollen die USA Saddam Hussein unterstützt haben, solange er so den Irak regierte, wie die USA es wollte.

Dasselbe bei Osama bin Laden, den die USA aufzuspüren versuchte und von Obama gibts Bilder, wie er die Aktion genauso live verfolgte wie Trump die Gefangennahme Maduros, die zu Osama bin Ladens Tod führte. Obama liess den Leichnam bin Ladens auf hoher See bestatten, weil er kein Wallfahrtsgrab wollte.

Auch eine PLO war vor Jahrzehnten laut dem Westen eine Terroristenorganisation, bis sie anerkannt wurde vom Westen und in die Regierung der Palästinensergebiete eingebunden.

Der Stärkere, der Sieger schreibt die Menschheitsgeschichte, verzichtet er, wie nach WK II die Kriegsverlierer so zu strafen, dass sie nur auf Rache sinnen, nach WK II gabs zumindest für Europa eine lange Phase ohne Krieg, wobei der Bürgerkrieg in Ex-Jugoslawien nicht als Angriffskrieg, sonderern eben innenpolitischer Krieg, Bürgerkrieg definiert ist.

Was wir Demokratien zu nennen pflegen, ist oft mit einer langen, blutigen Kriegsgeschichte* verbunden. Selten gibts „friedliche“ Zeiten. Die sind eher Ausnahme als die Regel.

Die Erinnerung der Verlierer, ob aufgearbeitet oder verdrängt, sie lebt in den folgenden Generationen weiter, auch wenn als offizielle Geschichtsschreibung den Kinder in den Schulen die Siegergeschichte erzählt und gelehrt wird.


….. * punkto Kriegsdauer gibts in Europa einen 30 jährigen Krieg, es gibt einen 100 jährigen Krieg, 100 Jahre lang, der Krieg ging dreimal eine Generation lang, wenn Menschen mit dreissig Jahren Kinder haben. Krieg und die Urgrosskinder erst mussten denselben Krieg nicht erleben.

Imperialismus galt als überwunden, weil völkerrechtswidrig.

Nadja/Chris Brönimann

Blicktitel verwirrt. Es geht um einen Menschen, zuvorderst man glaubt es kaum, sind Menschen immer Menschen.

Nun wars ja sowas von überspannend in den letzten Jahrzehnten, was gelebte und gefühlte Sexualität betrifft, völlig auseinanderzupflücken und möglichst bis in den hintersten Winkel auszuleuchten, jede Privatsphäre inexistent.

Nun gibt es Privates, was privat sein sollte, wenns gesetzeskonform ist. Nur weils nicht Mainstream ist, doch, doch, das interessiert, SRF war dabei, die zugeschobene Rolle offenbar so starr und fix, zu starr zu fix, nochmals ein Neuanfang.

Nein, um Vornamen gehts nicht. Sie sind Ausdruck von etwas Anderem, Darunterliegendem oder es ist ein Prozess, die Hormone, die Menschen beeinflussen, alle nicht nur wenige.

Ich behaupte mal, es geht auch um gesellschaftliche Gepflogenheiten, gesellschaftliche Erwartungen. Wir Behinderten können das Liedchen zugegebenermassen aus einer anderen, eben der behinderten, Perspektive sehr gut mitsingen. Da wird also starr Rollen zugeschrieben. Das passiert schon in der Kindheit. Nicht alle Geschwister haben dieselbe Rolle, es wird unterschieden und dann sind diese Rollen starr.

Stärker Behinderten wird jegliche Sexualität bis auf den heutigen Tag völlig abgeschrieben, der Tabu und es bezahlen zuvorderst behinderte Frauen, garantiert auch Männer, würde der Staat korrekt hinschauen, den Preis.

Ich erinnere mich bis auf den heutigen Tag, im Kellerkino Bern den damals für mich sehr aufwühlenden Film gesehen zu haben, dass es einen Gesetzesverbotsparagraphen gab, Behinderte durften keinen Sex haben, das war bis vor wenigen Jahrzehnten verboten.

Sass ich im Kino in männlicher(!) Begleitung, begriff die Welt nicht mehr. Ich war behindert, warum fiel meine Sexualität nicht unter den Verbotsparagraphen? Nun, mir war die fixe Rolle zugeschrieben worden, meine Behinderung sei weggeturnt, nun habe ich gefälligst eine Normalfrauenrolle zu erfüllen, JAMMERN VERBOTEN.

Wie hoch der Preis mal sein werde, darüber herrschte Tabuschweigen.

Insofern stellte ich diese Rollenzuschiebung nicht in Frage, aber ich beendete meine tertiäre Ausbildung, eigenes Geld verdienen, mit dem Kopf arbeiten, was mir eine Kindheit lang gepredigt wurde, blieb oberstes Gebot.

Dann machte ich meine Sache sehr gut, dann wars wieder nicht recht, der Neid, die Eifersucht, was Zerfressenderes gibts wohl kaum.

Dann wurde ich ab 2004 auf eine inexistente, maximale Behindertenrolle definiert, alles erstunken und erlogen. Wieder Befreiung von der zugeschriebenen Rolle und nur noch ein Wunsch: „Lasst mich endlich in Ruhe, sucht Euch andere Menschen zum Dauerschädigen oder noch besser, befasst Euch endlich mit Euren freudschen Projektionen.“

Mich verwundert es keine Sekunde, wenn nicht nur Behinderte, auch andere Menschen starre/fixe Rollen zugeschrieben bekommen und irgendwann Lichterlöschen ist, weil alle Menschen wollen ihr Leben leben und nicht eine, von wem auch immer aufgedrückte Rolle, die hinten und vorne nicht passt.

Man nehme nur mal die hormonellen Veränderungen, andere Prioritäten, Frauendasein: Zuerst, noch nicht erwachsen, Vermehrung, Wunsch nach eigenen Kindern. Gebremst voll logisch durch, Kinder geben Arbeit, kosteten schon ab Zeugung in den 80er Jahren enorm viel, also weniger Kinder realisieren, als frau sich wünschte. Ich tats genau zweimal, obwohl der Wunsch nach mehr Kindern, auch nach der zweiten Scheidung, bestand. Knapp tat ich es nimmer.

Irgendwann war diese Phase vorbei, dieser Wunsch nach eigenen Kindern.

Alleinerziehend und dann reichte es. Was für Alleinerziehende nicht unüblich ist: Diesen Grosskinderhype ich teilte ihn nie, ich teile ihn nicht. Ich lehre Kinder, dosiert, gerne, ich albere mit ihnen rum, ich töpfere mit ihnen, giesse Kerzen, spiele auf dem Spielplatz, gehe mit ihnen aus essen. Aber stellvertretend hüten, gerade bei gutgenährten Kleinen, all dieses Heben, Tragen, was man bei Behinderten Transferieren nennt, ohne mich.

Die Älteren sollen Erwachsene dabei haben gegen irgendwelche übelsten Verleumdungen und es geht schon wieder um Sexualität. Als ehemalige Pfarrerin, ich weiss von was ich rede, es erwischte Lehrer, es hat in der Schweiz mindestens einen Pfarrer erwischt.

Was Rufschädigung ist, muss mich niemand lehren, das lehrt mich meine Familie inklusive meine eigenen Kinder. Auch da wieder eine klassische Behindertenrolle: In Krimis in der Schweiz überproportional oft sind die TäterInnen Behinderte oder „Fromme“/Sektenangehörige. Nochmals eine freudsche Projektion, die eh schon Ausgestossenen sind, man höre und staune STRAFTÄTER/INNEN. Das macht offenbar doppelte Freude, ist gelogen vom Anfang bis zum Ende.

Weils nicht die Wahrheit ist, muss weiter dazu erlogen werden, was noch Schlimmeres und ein Ende gibts nicht.

Nun hat also ein Mensch eine starre Rolle verlassen laut Blick. Gut so, alle Menschen, die nachdenken, möchten sich selbst sein oder endlich werden. DAS ist ihre Bestimmung.

Trump lässt Maduro verhaften

Der Druck auf Venezuelas Präsidenten Maduro war seit Monaten gestiegen, Offizielle Version wegen Drogen so Trump.

In der Nacht wurde er im Schlafzimmer von Elitetruppen überfallen, eine akribisch vorbereitetet Aktion auch des CIA.

Trump habe eine live Übertragung gesehen in Mar aLago, er gibt sich begeistert, lobt die Einsatzkräfte, kein US Amerikaner sei bei dem Einsatz getötet worden.Trump wie im Film oder im falschen Film.

Maduro wurde in die USA gebracht und soll in New York vor Gericht gestellt werden.Wenn Trump was will, dann tut er das und hat damit einen gefährlichen Präzedenzfall geschaften: Völkerrecht nicht eingehalten, einen souveränen Staart überfallen, Venezuela hat weltweit die grössten Ölreserven, es geht um Ausbeutung von Bodenschätzen.

Die USA wolle nun Venezuela übernehmen, regieren bzw. regieren lassen, was dort an demokratischen Wahlen im 2024 abgestimmt wurde, nimmt Trump so wenig ernst wie Maduro. Angeblich ist Maduros Vizepräsidentin bereits vereidigt und zeige sich kooperativ. Die Wahlen in Venezuela gewann im 2024 die heutige Opposition, die Friedensnobelpreisträgerin 2025 María Corina Machado Parisca und der 2024 gewählte neue Präsident Edmundo González Urrutia. Maduro verhinderte, dass er das Amt antreten konnte. Nun tuts Trump. Sowas hat eine Signalwirkung, ob sich Trump dessen bewusst ist, ist unbekannt: Er hält eine Lange Rede zum militärischen Einsatz in Venezuela, alles grossartig, wie man es von ihm gewohnt ist. Bloss dadurch, dass er nun nicht den via Abstimmung bekannten Willen des venezulanischen Volkes, was demokratisch wäre, zum Durchbruch verhilft, es ist wie der Verlust desFeigenblattes. Man hats von Trump gehört im Wahlkampf USA und nein, es kam einmal im Amt nicht im entferntesten, was Trump im Wahlkampf versprochen hatte. Die MAGA AnhängerInnen verscharen sich nicht mehr alle hinter Trump.

Nun statt Friedenspräsident, eine Hegemonie Venezuela gegenüber. Nein, das will die MAGA Bewegung nicht. Sie will America first, sie will dass es ihr besser geht und nicht in extremis, wie x-mal gehabt in der Geschichte der USA, ihre Söhne in fremde Länder als Soldaten schicken müssen. Man erwartet eine innenpolitische Auseinandersetzung in den USA.

Interessiert Trump nicht.* Er bestimmt, lobt die einzigartige Macht der USA. Die Medien schreiben von Hegemonie.

Nun ist die USA unter Trump nicht der einzige Staat mit hegemonialen Gelüsten. Die mittleren und kleinen Staaten als Selbstbediedungsladen der zwei, drei mächtigsten Staaten? Punkto Venezuela kritisieren China und Russland Trump, bloss, wenn Trump mit sowas durchkommt, Russland und China sind nun informiert.

Mit dem Coup ist das Ganze noch lange nicht ausgestanden. Es zeigt sich nun, die USA konnte Trump bisher nicht stoppen, egal, was Trumps Wahlversprechen waren, er überträgt seinen Führungsstil bereits auf das erste weitere Land.

Der Rest der Menschheit weltweit hängt so oder anders von Trumps Launenhaftigkeit ab, heute so, morgen anders, immer unter der Berücksichtigung, was dient Trump und seiner Familie geschäftlich am besten. Was Trump an Vermögen zugelegt hat in seiner zweiten Amtszeit in nur einem Jahr, das hat vor ihm noch kein US Präsident geschafft.

Es gibt Reaktionen von Staaten weltweit. Sie reagieren, nehmen Stellung, je nach Abhängigkeit, bzw. Unabhängigkeit von den USA.


….*In dem Zusammenhang, was interessiert Trump und was nicht, es wäre wichtig zu wissen, auf was ein Trump reagiert oder eben gerade nicht, worauf andere reagieren: Umfragewerte im Keller, diese Zahlen, jene…… reagiert Trump nicht bloss, wenn er einen „Deal“ machen kann? Die USA wird in Venezuela Milliarden investieren, Öl fördern und dieses Modell gab es schon mit dem Iran, als der USA freundliche Schah von Persien regierte und es ging ums Öl im Iran. Was danach kam, der Schah von Persien floh, ist bis heute nicht ausgestanden.

Gehirne von Menschen suchen Gründe

So sind menschliche Gehirne, sie suchen nach Gründen für Ursachen und deren Folgen.

Sehr schwer, bzw. als unerträglich gilt die Unsicherheit, das Nichtwissen wie beim Unglück in Crans-Montana, ob die Liebsten irgendwo in einem Spital schwerverletzt im Koma liegen oder zu den Toten zählen.

Was die Wissenschaften noch nicht erklären können, Menschen forschen, suchen erklären zu können.

Schaut meine Generation zurück auf ein jahrzehntelanges Leben, viel mehr ist heute erklärbar als in den frühern 60er Jahren.

Nun, manches bleibt ohne Erklärung und dann narrt das menschliche Gehirn die Menschen und fragt: „Warum?“ Oft braucht es etliche Lebenserfahrung, um zu erkennen, diese „Warum-Frage“ findet keine Antwort.

Sehr schlimm muss laut Zeitzeugen sein, ein Unglück überlebt zu haben, weil dann die Frage der Überlebenden gegen ihr eigenes Leben zielt: „Warum man überlebt habe und alle andern nicht?“

Sofort in den Medien nach dem Unglück Crans-Motana ein junger Mann erzählend, vier seiner KollegInnen seien unauffindbar. Mit sowas weiterzuleben, ist eine Aufgabe mit (zu) vielen Fragen, die das weitere Leben bestimmen können. Das eigene Leben muss besonders sinnstifdend sein, weil es einen unbekannten Grund haben muss, dass man lebt und quasi das Lebenwerk von den Verstorbenen miterledigen will.

Nach dem WK II Konzentrationslager Überlebende stellten ihr Leben in den Dienst der Aufklärung, des Erzählens damit die Menschheit nie vergessen werde, Nie wieder solle sowas je nochmals geschehen als Motivator.

Gelingt es, das menschliche Gehirn auf was als etwas Gutes definiert wird, auszurichten, es schöpft aus der Kraft der leidvollen Erfahrung und dreht das Leiden in Sinnvolles.

Eine mögliche Antwort. Andere möchten nie mehr darüber sprechen, verschliessen das Erlebte ab, leben weiter und machens nicht mehr zum Thema. Manchmal kommt es jahrzehnte später wieder hoch, wenn gängige Ziele wie den Lebensunterhalt verdienen, das eigene Leben gestalten, erledigt sind, es ruhiger wird im aussen, man sich zurückerinnert, Bilanz ziehend über wie man sein Leben verbracht hat.

Dieses begreifen wollen führt dazu, dass sofort in den Medien alles verbreitet wird, was an Infos zu haben ist, mit den heutigen technischen Möglichkeiten kommen sofort Fake News dazu.

Es mag Tage, Wochen später sein, kommt die offizielle, von den Behörden untersuchte Antwort. Das ist eine Belastung für die heutigen Menschen, die nicht unseren Gehirnen entspricht, dieses warten. Also bilden sich viele ihre Meinung, bevor die Fakten erforscht sind.

Wie Kinder, denen man erzählen konnte, die Babies bringe der Storch, glauben wir lieber irgendwas, weils schneller und einfacher ist und diese unerträgliche Spannung nach der „Warum Frage“ legt.

Ich finde Neurologie für Laien erklärt spannend. Mit viel Übung über Jahrzehnte, lernte ich mich selbst zu durchschauen, wenn ich menschliche, typisch der menschlichen Neurologie verhaftete Gedanken und Reaktionen zeige. Was will frau machen? Mensch bleibt Mensch.

An Unglücken, an den offiziellen Reaktionen darauf, an der Medien Berichterstattungen, man kann gut lernen, wies oft fast wie ein Ritual in sich wiederholenden Abläufen abläuft. Diese Wiederholungen geben eine „Sicherheit“, dass die Behörden, die ErsthelferInnen, die staatlichen Organe, sich darum kümmern.

Nie vergessen, praktisch jedes menschliche Gehirn sucht Antworten, ob sie sich auf Fakten gründen oder nicht, ist zweitrangig. Darum ists schwierig, warten zu können, wenn Untersuchungen zu erledigen sind vorgängig, damit Fakten, Fakten bleiben, nicht alles zu Meinungen verkommt. Etwas langsamer und gründlicher, es würde unserer schnelllebigen Zeit gut tun.


Was auf die Überlebenden zukommt, sind schlimmste Schmerzen, Operationen und nie mehr werden sie so aussehen wie früher, das in Teenie- bzw. jungem Erwachsenenalter. Innere und äussere Verletzungen. Dann vergeht Zeit, irgendwann gehts zurück in einen früheren Alltag. Sie gezeichnet und das Leben der andern ist wochen-, monatelang weitergegangen, diese unterschiedlichen Erfahrung wieder zusammen zu bringen wird mit Schwierigkeiten gepflastert sein, weil nichts mehr so ist wie früher. Zuerst Freude, dann nutzt sich diese rasch ab und das Selbstverständnis der Brandopfer muss sich neu entwickeln. Sehr rasch werden sie zuspüren bekommen, dass wer ihnen Mitleid entgegenträgt, sie unterordnet.

Nun sollen etliche junge SpitzensportlerInnen in der Bar gewesen sein, Publikumslieblinge und dann bemitleidenswertes Brandopfer? Ein gängiger Ausweg, auch eine Illusion, die heroischen, tapferen Opfer, die wegen ihrer Tapferkeit gleich wieder auf ein Podest gestellt werden, nochmals abhängig von der Meinung ihrer BewundererInnen.

Menschen wollen meistens Menschen sein, rundum akzeptiert mit ihren guten, mittleren und schlechten Eigenschaften. Gerade diese 71 Brandopfer Schweiz, sie haben einen Weg vor sich, weil was Behinderte, Gezeichnete, Kriegsversehrte kennt die Schweiz nicht, z.B. in der Deutschschweiz erleben müssen, das wünsche ich niemandem.

Da kann der Bundespräsident Guy Parmelin am ersten Tag im Amt öffentlich die schönsten Worte sagen, der Alltag, die Realität wird eine andere sein.

Von all den Kommentaren auf Blick online und 20 Min. ich las genau einen Kommentar, der damit begann, diese Person habe Erfahrung mit Verbrennungen, kenne den Weg, der vor diesen leider fast nur Schwerverletzten liege. Das wäre wichtig, Kontakt zu früher Betroffenen zu finden und Anleitung zu bekommen, wies weitergehen könnte, was hilfreich ist, diesen Weg zu gehen, der einem auferlegt wurde, nicht aus freien Stücken gewählt ist.

Oranger Pulli ist fertig

Einer der Nachteile meines Hirnverletzten kopfes, er kennt zwei Zustände Zufriedenheit, überschwängliches Glück, oft hopse ich wie ein Kleinkind rum, wenn ich mich freue. Diesen Impuls in Gegenwart anderer erwachsener Menschen zu unterdrücken, kostet mächtig Energie.

Das Gegenteil davon ist logischerweise, wenn mein Kopf was als schlecht einordnet. Es ist sofort rabenschwarz schlecht, meinem Kopf Grautöne, Abstufungen beizubringen, genau, ich scheitere seit 60 Jahren nonstop.

Also der orange gestrickte Pulli blieb mindestens drei Jahre liegen. Es braucht wenig Fantasie, sich vorzustellen, dass der unter pechschwarzer Nacht eingereicht war, einfach nur schlecht, schlecht, schlecht.

Sowas Schlimmes, den Pulli stricjkte ich, um ihn zu tragen, nicht wegzuwerfen aus dem Energiezustand auf gelebte Normalität hochzuhieven, das ist eine Energieleistung der Sonderklasse.

Ich trickse meinen maulenden Kopf aus, indem ich ihm erzähle, dass ich nicht im entferntesten daran denke, das Produkt fertig stellen zu wollen. Dann erzähle ich meinem motzenden Köpfchen, ich vernähe gerade nur die Wolle, wo ein neuer Knäuel beginne, das sei 8-ung KEINE WELTBEWEGENDE SACHE.

Genau, die Welt dreht sich munter weiter, als ich das machte. Leider verwechselte ich Vorder- und Rückseite als ich begann Nähte zu schliessen. Ich Pechvogel musste Zusammengenähtes wieded´r auftrennen, also Energieverlust pur, Zusätzlicher.

Mein Kopf war unausstehlich und ich mache desto längere und grössere Pausen.

Konfrontiere ich meinen Kopf direkt, also nach der Methode „den Stier bei den Hörnern packen“, das hat noch nie geklappt. Ich zirkle „um den heissen Brei“, rede mir dauernd gut zu. Gelingt das nicht, Pause, Pause, Pause.

Übrigens, wenn solch ein Werk endlich fertig ist, ich bin zu ausgelaugt, mich zu freuen. Es kostete mich zu viel Energie.

Da angenehm zum Tragen, mich wärmend, der Pulli kommt sofort in den Gebrauch und irgendwann vergesse ich die Strapatzen, die er mich kostete, um vernäht und zusammengenäht zu werden.

So geht das. Mein Kopf, ich und mein Kopf, eine Herkulesaufgabe. Wetten, dass diese meine Herkulesaufgabe wesentlich aufwändiger ist, als was unter gewöhnlicher Normalität abgehandelt wird? Mir fällt auf, dass sog. Normalen, diese Hingabe zu fehlen scheint, sich mit Teilen ihrer selbst anzulegen, um eines höheren Zieles willen, z.B. warmer, selbsthergestellter Unikatpulli im Winter tragen zu wollen.

Crans-Montana Feuersbrunst

Statt in den frühen Morgen zu feiern soll eine Explosion stattgefunden haben, die zu einer Feuersbrunst führte, sowas in der Schweiz ist eher unbekannt. Die Zahlen sind aussergewöhnlich, mehrere Dutzend Tote, 100 Verletzte.

Die Spitäler im Wallis und weiter in der Schweiz rufen die gesamte Bevölkerung auf, heute besonders vorsichtig zu sein, die Kapazität der Notfallaufnahmen zu schonen. Die Spitäler im Wallis sind völlig ausgebucht, andere Kantone sind überbelastet, also bitte vorsichtig.

Ich erinnere mich nicht, je sowas punkto Schweiz gelesen zu haben.

Es wird nicht von einem TerroristInnenakt gesprochen, sondern einer unbekannten Ursache.

Da reiben wir uns verwundert die Augen, die Schweiz eher bekannt als das Land der Vorsichtigen, die nun alles regeln, was Menschen in den Sinn kommt zu regeln, um Unglücke zu verhindern.

Leben wir nicht schon gefährlich genug, die Berge besiedelnd, wenn der Berg kommt, kein Kraut scheint dagegen gewachsen zu sein, das reicht völlig als nationale Herausforderung. Wildbäche, die bei Regen anschwellen zur Gefahr werden, weit weg von dem Ort des Gewitters.

Nun sowas. Gut organisiert, wie die Schweiz ist, die erste Hilfe, die Feuerwehr kommt rasch, das Ausmass gross, subsidiär zum Kanton Wallis, sofort umliegende Kantone im Einsatz und es hat eine Verbrennungsklinik mindestens in Zürich, hochspezialisiert. Auch Universitätsspitäler seinen mit Verwundeten angeflogen worden.

Die Anzahl der Rettungshelikopter im Einsatz sehr hoch. Man stand zusammen wie eine Person.

Um 10 Uhr 30 heute eine erste Pressekonferenz, bloss, was ist bekannt, bei solch einem zahlenmässig grossen Unglück. Die Zahlen verwirren mich: In der Bar seien um die 100 Personen anwesend gewesen. Opfer, mehrere Dutzend Tote und 100 zum Teil Schwerverletzte, In- und AusländerInnen. Eine Hotline wurde installiert für Angehörige potentieller Opfer.

2026 beginnt für die Schweiz mit einen Ausnahmezustand punkto Spitalwesen: Normalerweise alle Jahre wieder in den Medien das erste, im Neuen Jahr geborene Baby.

Nichts solches heute, es kämpfen Menschen um ihr Überleben.

Erste Nachricht auf CNN News, „Katastrophe in einem Schweizerresort“. Was war, wir wissen es noch nicht. Was wir wissen für weit über 100 Menschen und deren Angehörigen, das 2026 begann mit einerm Trauma, das nie mehr weggehen wird, das ganze Leben der Betroffenen und deren Angehörigen verändert hat, verändern wird.


Nachtrag nächster Tag. Italien und Frankreich haben angeboten, Spitalbetten für Brandverletzte zur Verfügung zu stellen.

Zahlen momentan 40 Tote und 115 hauptsächlich Schwerverletzte, darunter auch Minderjährige.

Erstes Zusammentragen der Infos derer, dies miterlebt haben, Interpretationen, oft ist 20 Min. sehr schnell und erstaunlich oft bewahrheitet sich, was 20 Min als erste online Zeitung geschrieben hat.

Alle Einsatzkräfte inklusive Spitalpersonal werden verarbeiten müssen, was sie gerade bei ihrer Arbeit erleben.


Nachtrag Freitagabend im Blick. Genau, darauf auf die Meinung einer 29 Jährigen mit berühmter Mama hat die ganze Schweiz gewartet.

Da muss ein riesengrosses Careteam im Einsatz sein vor Ort, schweizweit , wo die Verletzten behandelt werden, Kontakt aufgebaut, so sie überhaupt nicht im künstlichen Koma liegen zu deren Angehörigen.

Derweil ein Team, 30 Berufsleute sind dran Leichen zu identifizieren, hintendran eine telefonische Notlinie, die sofort bekannt gegeben wurde.

Emotionen, wild durcheinandergewirbelte, wie im Schleudergang einer Waschmaschine sind völlig NORMAL. Praktisch jedes menschliche Gehirn ist überfordert, ohne direkt betroffen oder angehörig zu sein, ein solches Ausmass von Toten und Verletzten auszuhalten.

Alle Atersstufen lesens, hörens, sehens aus ihrer je eigenen Perspektive. Ich z.B. bin froh, erlebte ich nie sowas mit meinen eigenen Kindern. Die Dankbarkeit der Verschonung.

Auch wenns ein Klischee ist, von der Schweiz wird Qualität erwartet, diese Fleissigen, Nützlichen, die alles oft kontrollieren, gründlicher nehmen. Das Bild zersplittert, angesichts einer solchen Katastrophe. Bezogen nur auf den Brand, nicht was danach als Hilfe, Rettung, Logistik aufgestellt wurde, inklusive Notruflinie und psychologische Betreuung. Das lobte z.B. CNN, wie das sofort (typisch) schweizerisch lief.

Es sind verschiedene Ebenen, wo Gehirne nun denken, fühlen, sich verweigern, weinen, lachen, sich ausgeliefert fühlen oder vor Wut zerplatzen könnten. Mein Gehirn, erlebe ich was Heftiges, reagiert entweder durch „Vergessen“, Blackkout oder schlägt sich ein den gleichen, repetitiv praktisch identischen Gedankengängen, wie eine Filmsequenz in Dauerschleife. Einmal erlebte ich mit, auf enger Strasse im Wallis, ich im ÖV, Postauto, wie eine Auto überholte und ins Postauto fuhr, wer lenkte war sofort tot. Ich hörte wochenlang das Geräusch des Zusammenstosses. Es war einfach so, es war die Reaktion der Überforderung meines Gehirns, ausgelöst genau in dem Moment des Unfalls. Es dauerte Wochen. Ruhe bewahren, der Zeit Zeit lassen, verständnisvoll und lieb zu sich sein, evtl. Hilfe suchen, falls nötig.

Gehirne agieren, sie reagieren und zeigen an, wies ihnen gerade geht. Beim Körper reagieren wir auch, wenn er die kleinste Schürfwunde hat, holen wir Desinfektionsmittel und Pflaster.

Analog bei der überforderten Neurologie. Mit Lebenserfahrung , falls wir uns nicht schon als Kinder instinktiv klug schützten, alle können sich selbst Gutes tun, oft heissts Pause machen, die berühmte Tasse Tee trinken, was Schönes dem eigenen Gehirn als Denkanstoss geben, aktiv werden, was tun, früher Garten jäten, manche spazieren, Natur, oft Wald, Sport, was Bekanntes, eine Routine einlegen….es gibt viele Möglichkeiten. Sich bewusst spüren, ob der eigene Körper kalt, warm, Durst, Hunger hat, nirgendwo weh tut, irgendwelche Muskeln verspannt sind, die Ebene der eigenen körperlichen Befindlichkeit.

Solidarität heisst auch, sogenannt unangepasste Reaktionen mitaushalten. Eine 29 Jährige mit hoch erhobenen Zeigefinger? Was uns der Blick damit sagen will, er muss es wissen.

Besser Menschen erleben und erleiden ihre Emotionen in Echtzeit oder etwas verzögert, wies für sie stimmt, als wegzudrücken, dann kommts als Trauma zurück, später als PTBS mit Flashbacks. DAS ist dann echt unangenehm, Triggern ausgeliefert zu sein und der Satz: „Es ist vorbei, es ist vorbei, es ist vorbei“, als einzige Rettung. Wie aus einem fernen Film wacht man auf zurück in die Gegenwart.