SRF, Puls, pränatale Diagnostik

Ich gucke diese Pulssendung, es ist früh morgens, dunkel, spät wird es hell.

Die Voraussage, was werden wird, wird eine Frau schwanger, war für mich als Betroffene mit Theologiestudium, was ich nach der Geburt meines ersten Kindes abschloss, unter dem Fach Ethik einzureihen, immer von grösstem Interesse gewesen.

Was sich nicht geändert hat, es ist und bleibt eine ethische Frage. Mit allem, was man inzwischen via Blutanalyse Mama herausfinden, erforschen kann, es gibt neben Sicherheiten, Wahrscheinlichkeiten, Veranlagungen, die erst, vielleicht nicht im Erwachsenenleben ausbrechen könnten.

Wer weiss, Geburt heute, was bis in 18 Jahren schulmedizinisch erforscht sein wird? Sagt das die Wissenschaft heute?

Gibt Schulmedizin, obwohl sie andauernd weiterforscht heute werdenden Eltern bekann, was sie noch nicht weiss, aber irgendwann wissen könnte?

Ethik ist ein zentrales Thema im Leben aller Menschen. Viele wollens delegieren, Fachleute sollens entscheiden.

Menschen sind verschieden, was die einen mit links erledigen, das überfordert andere. Die andern können dafür mit links, was erstere nicht können.

Ich pflegte zu spotten, wenn mich eine Entscheidung forderte, ich müsse mich endlich aufs Küchenstühlchen setzen und nachdenken. Niemand frage mich, warum Nachdenken auf einem Küchenhocker stattfindet. Ätiologische Herleitung, dort sass ich, ich seh das Bild vor mir, alleine, dachte nach, mein Papa war gestorben.

Ethische Fragen lassen Menschen nicht los, werden sie Menschheit nie loslassen Kompromisse bei ethischen Fragen? Wann hüpft ein Mensch über sein Gewissen? Wie bekömmlich ist es? Lieber einen Rückzieher machen, bevor eigene Entscheidungen später bereut werden müssen.

Wenn mich was beschäftigt, es kann sein, dass ich einen Zwiespalt monazelang, gar jahrelang nicht loswerde, bis ich endlich sicher bin, dass ich mich unwiderruflich so und nicht anders entschieden habe. Ungewissheit aushalten können, wie ein Eichhörnchen statt Nüsse Wissen sammeln, bis der Groschen endlich fällt, das will gelernt sein.

Pränatale Diagnostik ein halbes Jahrhundert später ist geprägt wie anno dazumal vom Zwiespalt. Ende dieses Dilemmas nicht in Sicht.

Was ich ethisch nicht unterstütze, wenn Frauen vergewaltigt wurden, gezwungen werden, diese Schwangerschaften auszutragen, wenn sie es nicht wollen.

Was ich weiss, dass ich entsetzlich darunter gelitten hätte, bei mir immer die schulmedizinische Indikation, der Schutz meines Lebens gegen eine Schwangerschaft, wenn es passiert wäre, ich ungewollt nach dem ersten Kind schwanger geworden wäre.

Logisch ist meine emotionale Reaktion nicht, wenn ich evang.-ref. Theologie studiert habe, Ethik, Schwangerschaftsabbruch, als Thema Staatsexamen mündlich büffelte. Ich wusste immer, sowas wegstecken zu müssen, es würde mich elendiglich quälen.

Daraus lernte ich, meine unlogischen Emotionen zu respektieren. Logik ist logisch, Emotionen sinds nicht immer;“Gott gebe mir die Gelassenheit, hinzunehmen, was ich nicht ändern kann…“ z.B. meine Emotionen. Indirekt kann ich Einfluss nehmen, mir mein Leben erleichtern. Per Entschluss entschied ich z.B. mein Gefühlsleben nicht von anderer Menschen Launen abhängig zu machen. Das ist dann lernen, üben, üben, lernen und wieder von vorne beginnen.

Inzwischen reagiere ich nicht mehr, wenn mich irgendwer, sehr oft mit schlechter Laune, töipele, Umdrehungen meiner Wort, etc. die Laune verderben will. Ich realisiere den Versuch, lege ihn in meinem Gedächtnis ab, finde es schade, es triggert mich nicht mehr: SchuldGEFÜHLE sind kein Indiz für reale Schuld, sie sind Indiz, dass jemand auf den Manipulationsknopf gedrückt hat.

Lernt gerade ein Trump. Je länger es dauert, desto weniger eilt die Politik, weil er manipuliert. Man schliesst sich zusammen, formiert sich zum politischen Gegengewicht.