SRF mit Details, wer alles die Krankenkassenversicherungen mühelos bezahlen könne.
Wenn man solche Artikel liest mit Einzelaspekten, kaum jemand denkt weiter, überlegt sich das Gesamtbild.
Vor wenigen Tagen publizierte der Blick, die heutigen Jungen könnten kein Wohneigentum mehr kaufen
Sie haben AHV, sie haben IV, sie haben PK, sie haben Krankenkassen, eine Unfallversicherung sowieso, der Hausrat ist versichert nicht in allen Kantonen, aber vielen. Autoversicherung gehört dazu.
Was vor Jahrzehnten sofort in die Armut führte, wenn ein Ereignis eintrat, alles ist abgefedert, führt keine Familie oder Einzelperson in den sofortigen finanziellen Ruin.
Was früher Privatsache war, Kluge auf die hohe Kante legten, ansparten, wenn immer möglich, heute gibts Versicherungen, das Risiko bleibt nicht mehr an einer Person und deren Familie haften.
Nun tun viele so, als sei man nicht 70 Jahre nach dem WK II als die AHV begann Renten auszuzahlen, im 1960 nahm die IV ihren Betrieb auf, dann kam das KK Obligatorium zuletzt die Pensionskassen, wenn ichs in der richtigen Reihenfolge aufgeschrieben habe.
Ansprüche stellen Work-Life Balance, Teilzeit arbeiten, Kinder in die Krippe, immer sollen andere gerade stehen finanziell, Es wundert niemanden in meinem Alter, dass Jüngere mehr Mühe haben KK Prämien zu bezahlen. Wann lernte diese Generation ihre finanziellen Ansprüche ihrer Lohntüte anzupassen?
Ich erinnere mich gut an Al-Anon. Geld wird knapp liegt eine Suchterkrankung vor, das sehr schnell. Wir wollten neue Fähigkeiten lernen, oft gings drum in Kleinstschritten Verantwortung zu übernehmen, neue Verhaltensweisen auszuprobieren. So ermunterten uns die Al-Anon Schritte und Literatur, uns vorzustellen wir könnten es schon, um uns das Einüben zu erleichtern. Wir nannten es „Tun als ob…“ wir es schon könnten.
Die grosse Ausnahme waren die Finanzen: Da war die Warnung nie so zu tun, als ob wir mehr hätten, als wir hatten.
Viele leben heute umgekehrt: Sie blähen ihr Einkommen auf mit Abzahlungsverträgen, tun so, als ob sie viel mehr Geld hätten heute und der Schuldenberg wird vor sich hergeschoben, es geht nicht auf.
Meine Generation wurde genau umgekehrt gelehrt. Zuerst sparen, dann kaufen. Auch hier, es ist nicht nur, sehr oft, eine Frage der Einstellung.