Sperrgitter in Bern, Fasnachtsumzug

Ich fliehe wie immer. Das muss was damit zu tun haben, dass ich ein Leben lang auf zwei Füssen um Gleichgewicht kämpfte, gerader stand, als ich mich je fühlte.

Mir ist diffus, wie eine Notevakuation ginge z.B. wenn irgendwo Panik ausbrechen würde Diese Gitter sind ineinander gehängt, klar um Menschen zurück zu halten,. Das tun sie immer noch, wenn Fluchtwege offen sein sollten.

Nicht mein Ding, nicht das ich Panikattaken bekäme, aber ich kriede Fluchtimpuls.

Wir sahen einige Kostümierte, Kinder waren verkleidet. Das textile Erlebnis interessiert mich, aber nicht zu live Bedingungen.

Was tue, wenn ich nichts anderes tue, ich fliehe. Es gibt Grenzen aus der eigenen Haut zu schlüpfen, sich zu ändern. An dem Punkt, ich will mich nicht ändern. Der Fluchtimpuls, das Signal könnte nicht klarer sein. Fiele ich hin, ich wäre die erste, die zu Tode getrammpelt würde.

Will ich nicht, also nichts wie weg: Für Rollis, war eine Einzäunung, rundum Gitter, überall eingehakt. Die miserabelsten Fluchtwege haben stets Behinderte. Es regnete, Es war eine knappe Stunde vor Umzugsbeginn, einige Rollis schon eingezäunt. Das wird feuchtfröhlich gemischt mit „alles Gute kommt von oben“.

Der Herr Sicherheitsdirektor sei auch schon morgens unterwegs gewesen. Ich trocken, es sei eine seiner Aufgaben. Kam die Frage, was sie sei. Ich völlig spröde: „Er muss gucken, dass es keine Toten gibt.

Fasnacht, fröhliche Fasnacht, feuchtfröhliche Fasnacht, polytoxische Fasnacht und spätestens dann ists irrational geworden unter den Menschen.