Mangelnde Vogelliebe

Bern leidet unter einer Krähenplage, das wusste ich bis eben, rein theoretisch. Klar habe ich die grossen, schwarzen Biester vorbeifliegen sehen. In mein Bewusstsein sind sie nicht getreten, bis eben. Gestern hatte ich zum erstenmal seit Jahren meine geliebten Vollkornpfannkuchen hergestellt. Die Jahreszeit lädt ein, den Balkon als Zusatzkühlschrank zu benutzen. Frau will schliesslich die Wahl haben, was sie in ihr Dickbäuchlein stopft.

Eben der Schreck: Auf der Balkonbrüstung entdecke ich Nahrungsreste. Während ich mich noch wundere, was das soll, fliegt ein Riesenvogel an. Aus unerklärlichem Grund richte ich meinen Blick auf meine Pfannkuchen. Klarsichtfolie zerhackt und Krümel liegen auf dem Teller. Ich drehe mich entsetzt um, als Vogelschwarz seine Nahrungsstelle verteidigt und schreie schrill: Das sind meine Pfannkuchen. Das reizende Vögelchen begreift und dreht ab. Ich trage meine Essensreste in meine Küche und rette, was zu retten ist. Ätsch, jetzt habe ich einen Teller auf meine Pfannkuchen geklappt und klar, sie liegen wieder auf dem Balkon. Nach dem Kätzchen kann ich locker einen Vogel erziehen! Gäbe einen guten Sonntagsbraten für meine Spix.

 

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Frau ohne Mann mit Schuhen

Okay liebe Mitmenschinnen, ich hinke seit meinem CP Schub so offensichtlich, dass ich nicht mehr gefragt werde, ob ich mir meinen Fuss verstaucht habe. Solange ich mich erinnern kann, wurde ich diese läppische Frage gefragt. Fünf Jahre lang mag das erträglich sein für einen geduldigen Behindi. Über fünfzig Jahre lang ist es genau eins, unausstehlich.

NTs müssen sich vorstellen, dass wenn ich rumlaufe, starren mir sämtliche Gegenmenschen ins Gesicht, dann wandern ihre Augen meinem gerade dicklichen Leib entlang runter zu meinen eleganten Füsschen, Grösse 41, und dann wieder verwirrt und entsetzt hoch zu meinem Gesicht. Mit Geduld lächle ich, ohne knirschen meine Zähne. Um meine ZeitgenossInnen und mich zu erfreuen, trage ich hübsche, ausgefallene Snikers. Lange vorbei die Zeit der Ballyeinlagenschuhe, Kindermodell zu ergattern in hellbraun oder blau, je nach Gemütslage.

Meine Schuhsammlung umfasst sicher 30 Paar Schühchen. Einige sind erhöht, andere nicht, die IV bezahlt nur zwei Erhöhungen pro Jahr. Wenn schon behindert, dann wenigstens bescheiden muss deren Devise sein, der ich mich nicht füge.

Zu meinem grossen Glück sitzt in meiner Wohnung kein Pascha, der seine unerbetene Meinung zu meiner Schuhsammlung kundtut. Johnathan, mein Teilzeitsohn, ist da grossartig: Wir beratschlagen uns oft, welche Schuhe ich tragen will und zu meinen Kleidern passen oder umgekehrt.

Spix quengelt

Als erlernte Katzenexpertin unterstelle ich Spix, dass sie quengelt. Die ganze Nacht ist sie draussen unterwegs und klar, ich gehe nicht vom 5. Stock runter und frage sie, ob sie noch draussen bleiben will. Ich schlafe. Frühmorgens hole ich sie rein. Bekanntlich ist meine Kätzin abrufbar. Das haben wir lange eingeübt und gelernt. Kommen wir morgens in unsere Wohnung, düftet Spix sie wieder ein mit ihrem Pheron oder wie das heisst. Dazu muss meine kleine Schuhsammlung herhalten, die ausufernd ist.

Danach ist sie Gott sei Dank hungrig. Solange Spix hungrig ist, gehe ich davon aus, dass sie nicht auswärts frisst. Und danach beginnt die Miauerei, die mich die Wände hoch treibt. Leiterspielchen spielen wir gegenwärtig, mein Ziel Spix bettfertig zu ermüden. Schlafen tut sie den ganzen Tag, wenn sie endlich die Kurve gekriegt hat und sich zur Ruhe legt. Sie hat drei bis vier Schlafplätze, die sie liebt und regelmässig benutzt. Nach der Freinacht findet sie nicht schnell zur Ruhe. Sie quengelt und miaut und miaut und ich sitze auf der Palme und studiere mir den Kopf aus, wie ich Spix helfen könnte. Wäre sie eine Konfirmandin würde ich ihr aus der Bibel vorlesen! Das hätte mit Garantie die erwünschte Wirkung.

Hausarzt Der Burgerspittel im Puls

Puls ist im SRF eine Gesundheitssendung. Gerade lief die Wiederholung der Sendung vom 15. April. Ein Thema Schlafmittel u. a. im Altersheim. Natürlich kommen die Benzos oder benzoähnlichen Tabletten an die Reihe. Ich gucke mir die verschiedenen Verpackungen an und habe davon fünf oder mehr verschiedene Medikamente verschrieben bekommen. Renner im PZM: Valium, bzw. flüssig Psychopax. Wenn ich Ruhe wollte, hatte ich genügend davon in meiner Medikamentenliste auf Anfrage.

Seit ca. 14 Jahren ist Immovane mein Hauptschlafmittel, es gehört zur Gruppe der benzoähnlichen, also süchtig machenden. Pro Jahr unterwarf ich mich drei bis vier Entzügen, damit ich immer mit Kleinstmengen fahren konnte: leichte Schlaflosigkeit 1/2 Tablette, normal 1 Tablette, extremer Notfall etwas mehr. Ich kenne meine Körperreaktion auf dieses Medikament nach all den Jahren auswendig, ich weiss, dass ich es bis in die Morgenstunden einnehmen kann, um sicher 4 Std. Schlaf zu ergattern und Immovane arbeitet sich rasch aus meinem Körper, es gefährdet nie meine Fahrtauglichkeit.

Im Der Burgerspittel weigerte sich der Heimarzt aus unerklärlichen Gründen spontan, mir mein Schlafmittel abzugeben. Seiner Meinung nach sollte ich auf ein mir unbekanntes Neuroleptikum umsteigen. Auch leichte Neuroleptika haben mir schon Schwierigkeiten gemacht: Abilify vertrage ich überhaupt nicht. Ich hatte Null Lust in der angespannten Situatin im Der Burgerspittel, chemische Experimente durchzuführen. Der Hausarzt sprach mit der Pflege über mich und kaum mit mir, was ihn in meinen Augen disqualifizierte.

Genau dieser Arzt war also im SRF im sog. Expertenchat. Nun, solange niemand kontrolliert, ob er zum Experten taugt für Altersschlafmedizin, ist die Welt wunderschön. im Altersheim hatte er u. a. den Ruf, knapp Totenscheine ausfüllen zu können. Das würde ich unterschreiben: Jeder darf meinen Totenschein ausfüllen. Wenn ich tot bin, ist es mir nämlich egal, wer das macht.

Polytoxischer Sohn tot 2002/2003

Ich Depp bin in ein online- Meeting gegangen von Al-Anon. Heute habe ich mein Mittagessen zurückgegeben bzw, rausgekotzt und das kam so:

Irgendein Nick empfahl ne Komikersendung über Suizid. Ich habe meine wunderbaren frischen Spargeln vor den Läppi zurück auf den Teller…na ihr wisst schon.

Um die Jahrtausendwende war ich liiert mit einem berühmten AA der CH. Er hatte einen polytoxischen Sohn. Er ging nie zu Al-Anon, machte alles falsch, was ein Angehöriges falsch machen kann. Der Sohn starb. Genau einmal tat ich meine Meinung kund, damals über 10 Jahre im Programm. Mir wurde der Mund gestopft und ich schwieg. Gemessen an meiner Spontanreaktion heute, muss ich traumatisiert worden sein.

Lerne: Traumatisierte Menschen sind selbst im 12-Schritteprogramm nicht willkommen. Leider hilft Schweigen auch nichts. Meine Traumatherapie ist irre schnell, aber nicht so schnell. Ich muss traumatisiert auf dieser Welt leben, eine Weile noch und dann ist gut, dann kann ich meine Spargeln ungestört essen. Diesen Tag werden wir hier feiern, an dem ich mein Ziel erreicht habe!!!

1. Sieg

Sie AXA-Versicherung hat meinem Anwalt gegenüber klein beigegeben: meine Versicherungen kann ich neu plazieren bei Generali. Generali gilt in der CH als relativ günstige Versicherung. Der AXA-Agent, der sich an meinem Konto zu Unrecht bedient hat, muss klein beigeben, vielleicht sogar eine geringe Summe zurückerstatten.

Sieg, Sieg, Sieg.

Der beschädigte Wohnwagen ist bei der Versicherung Mobiliar in Behandlung. Ich erwarte mehrere 1000.- SFR. als Entschädigung. Ich bin froh für alle Geschäfte, die zu einem Abschluss kommen. Die Traktandenliste ist nach meinem Gefühl zu lang. Ich lasse mich nicht mehr anschnauzen, mein Anwalt erledigt die difficilen Verhandlungen für mich. Was bin ich froh, dass es solche qualifizierten Berufsleute gibt!!!

Jonathan und Jonathan I

Die beiden waren heute mit mir im Wohnwagen. Ersteren kenne ich aus dem Altersheim und er ist gegenwärtig mein IV-Assistent. Letzterer kenne ich vom PZM, er ist Kunststundent in Luzern. Er kann zeichnen!!! Mir mangelt der Einband meines Buches. :-)

Die beiden haben ein Kräutergärtchen beim WoWa angelegt. Daneben haben wir unsere erste Grillparty des Jahres gefeiert.

Ich habe mich zum Affen gemacht, indem ich Jonathan eindringlich anwies, den Gaskasten im Heck zu suchen, wo er doch im Bug ist, was ich selbstredend nicht wissen sollte.

Was haben wir gelacht und rumgealbert, es war herzerfrischend. Genauso soll mein Leben sein: Vergnüglich. Darunter nehme ich es nicht mehr. Ich bewege mich mit Lichtgeschwindigkeit auf die Sonnseite des Lebens. Mein Einverständnis ist garantiert.

Jonathan studiert ab Ende August

Jonathan verlässt mich auf Ende Juli oder August. Für ihn geht ein Traum in Erfüllung, für mich ist es ein herber Verlust, Ich freue mich mit ihm und bin gleichzeitig traurig für mich.

Die Frau für alles bleibt, sie muss ich selbst bezahlen, weil sie einen Arbeitsgeber hat und ihr Stundenlohn viel zu hoch ist für IV-Tarife.

Ich sollte mich auf die Suche nach Ersatz machen. Ich bin gelähmt, für mich ist Jonathan unersetzbar. JedeR NachfolgerIn wird voraussichtlich weniger Fähigkeiten haben als er und einen anderen Charakter. In meinem Kopf spuken Spitexerfahrungen rum. Gelegentlich muss und will ich die verarbeiten, sonst werde ich nie frei.

Freude, Trauer, Freude, Trauer………..

PsychologInnen

Das rauchfrei Forum muss von PsychologInnen geleitet sein. Ein „Über uns“ habe ich nicht gefunden, mit Aviataren und dem Werdegang der Verantwortlichen. Erwähnt wird die Zus.arbeit mit irgendeinem Institut in München.

Natürlich sind mir in meinem 38 Jahre langen Leidensweg auch PsychologInnen begegnet. KeineR hat mich in die Traumatologie empfohlen. Auch das eine Berufsgattung, die in ihren berufsspezifischen Kästchen denkt und sofort zuordnet. Und jetzt die grosse Ausnahme, mein Traumatherapeut, Psychologe von Haus aus und Weiterbildung auf Trauma. Auffällig an ihm, dass er Null Tabuthemen kennt, sich nicht abgrenzen muss und alles stehen lässt und das Grässlichste wird in die Traumaverarbeitung gegeben und diese Verarbeitung erleichtert meinen Alltag enorm.

Hässige Admins

Die Admins von rauchfrei-Info sind nach Büroschluss hässig! Meine Arbeit nimmt Formen an.

Es ist unglaublich, was alles als Forum gilt: Hauptstichwort: Kognitive Verhaltensterapie. An die Front werden sog. LotsInnen gesandt, freiwillige MitarbeiterInnen und total unqualifiziert. Dahinter steht der Staat Deutschland, es ist keine Privatinitiative, nein, Deutschland als Staat bietet genau diesen Rauchausstieg an. Welch ein Hohn für alle Menschen, die mit dem Rauchen aufhören wollen: Sie sollen ihre schlechten Gewohnheiten ändern und wer das nicht gemäss Schema X macht, wird weggebissen.

Für alle die, die nicht dabei waren, D hat den 2. WK angezettelt. D sollte sich davor hüten, rigoros, stur und eingleisig zu fahren. Schliesslich schreiben wir das 21. Jahrhundert. Die CH kennt Pluralität und eine Vielzahl von Meinungen. Bei uns ist Pluralität normal und sie wird gegenseitig respektiert.

Ich verstehe nicht, warum man ein Affentheater machen muss, um einen ganzen Faden zu löschen, den ich zu 95% bestritten habe. Die verbleibenden 5 % sind nicht so wertvoll, echt nicht.


Bitte nicht kommentieren, diesen Mist lösche ich, sobald die Schlacht gewonnen ist. Mein Rauchstopp ist für mich ein Thema. Diese Admins und ihre Untergebenen sind nur noch lästig und dummdreist. Die werden in den runden Ordner geschmissen je eher desto besser.