Modediagnosen und Dauerdiskriminierung

Was bedeutet das Wort „normal“? Immer weniger Menschen qualifizieren sich für die sog. Normalität, direkt proportional zur Verfügbarkeit von Schulmedizin. Wo ist der/die nächste Hausarztpraxis und wie umsatzsüchtig ist diese Person?

Früher, bevor Schulmedizin inflationär wurde via Finanzierung durch die Krankenkasse gab es Menschen und jeder dieser Menschen war anders, überall gab es Behinderte, einige Menschen gingen unter Dorforiginale, andere waren Vagabunden, schliefen im Stroh oder Heuschober, HandwerkerInnen gabs, Studierte im Dorf, gut beobachtet von der Mehheit mit Sonderprivilegien, die Studierten durften studiert sein und im Elfenbeinturm wohnen.

Neuhochdeutsch heisst das Neurodiversität.

Gilt alles immer weniger, in der Deutschschweiz ist es in Mode gekommen, legal bzw. illegal SEDIERT ZU SEIN. Alles abgedämpft bis zum Schulabbdruch oder Jobverlust, Hauptsache alle andern sind schuld, was immer des Weges kommt, das eigene Ego verträgt nur Streicheleinheiten, alles andere ist viel zu bedrohlich.

Es liegt in der Natur der Menschheit, dass nicht alle Menschen so sein wollen, noch so geboren worden sind. Dafür kennt die Psychiatrie flugs Modediagnosen. Nach der Jahrtausendwende hatten plötzlich ganz viele Menschen Borderline, danach kam Bipolarität in Mode, Orfiril die Modedroge gehört überall verschrieben mit und ohne Grund völlig egal, Hauptsache Daten werden gesammelt, Orfiril ist noch kein Billigmedikament wie das uralte Lithium, was nun wirklich keine grossen Gewinne mehr in die Kassen von Bigpharma spült.

Laut Watson ist nun der momentane Trend Autismus und ADHS durcheinander zu wirbeln und als Modediagnose der Psychiatrie zu outen.

Vielleicht wäre es viel besser, Babies genauer zu beobachten, wie sie sich bewegen, auf was sie optisch, akustisch und haptisch reagieren, wie sie essen lernen und beissen können, weil mit der Erforschung der taktilen Umwelt ENTWICKELT SICH DIE SPRACHE.

Felicié Affolter hat das vor Jahrzehnten als Physiotherapeutin erkannt, untersucht, in Büchern beschrieben, allein die Affolter-Methode hat sich nicht durgesetzt, irgendwelche schulmedizinischen Kriterien nicht erfüllt, obwohl ihre Erfolge erstaunlich sind.

Wenn Gemeinsamkeiten gesucht würden von akustischer, optischer, taktilen Eigenheiten und wie sie auf vorhandene, andere körperlichen Voraussetzungen hinweisen, käme man wahrlich schneller zur Diversivität der neurologischen.

Statt dessen werden in relativ hohem Erwachsenenalter ab 30 Jahren irgendwelche diagnostischen Pappschilder an längst Erwachsene gepappt. Daumenregel: Frauen kriegen noch viel später die Erlaubnis so seein zu dürfen, wie sie geboren wurden, weil sozial schüchterner, weniger auffällig und andere Symptome zeigend. Schulmedizin bezieht sich zuerst auf Männer und Jungs, die einmal erwachsene Männer werden. DAS ist die Norm, obwohl in der Schweiz mehr Frauen als Männer leben.

Bei ADHS fragt sich dann Pillen ja oder nein, ganz viele profitieren von Ritalin, auch das zur Partydroge verkommen für sog. Normale.

Es ist ein Widerspruch in sich selbst: Eine umfassende Diagnose setzt die korrekte Behandlung erst in Gang und umgekehrt gibt es nichts zu flicken, Neurodiversivität ist natürlich, braucht die Menschheit, um verschiedene menschliche Begabungen abrufen zu können, und Toleranz zwischen Menschen!

Welche Medien berichten über Behindertensession?

Solange 22% der Wohnbevölkerung Schweiz nur die klassischen InsiderInnen interessieren, also Behinderte und ihre positiv zugewandten Menschen, alle die, die sie nicht flicken wollen, nützen sämtliche politischen und anderen Anstengungen Behinderter wenig.

Die Schweiz versteht es hervorragend Behinderte gegen Behinderte aufzuhetzen. So sind sie nun Piraniahs und fressen sich im Streit gegeneinander willigstens auf: Nur Para- und Tetraplegiker haben eine Lobby im Bundeshaus.

Blinde und Sehbehinderte haben zwei Verbände, die sich irgendwann zerstritten haben.

Hörbehinderte bekommen an der Behindertensession im Bundeshaus keinEn GebärdendolmetscherIn, Pro Infirmis sprang ein. Gebärdensprache kämpft um Anerkennung als 5. Landessprache.

Ich finde, alle Behinderten, die als Baby eine andere optische, akustische oder haptische Sprachentwicklung durchgemacht haben, gehören anerkannt, gesellschaftspolitisch berücksichtigt.

Ich kriege seit ca. 20 Jahren immer des öftern negative Rückmeldungen, weil Zivilcourage eines meiner Hauptmerkmale ist. Grund: Mit zunehmendenm Alter kann ich Normalsprache in der Muttersprache immer weniger simulieren durch Kompensationsleistungen, d. h. Simultanübersetzungen Französich, Latein, Englisch, Griechisch, Hebräisch, Spanisch in meinem Kopf, bevor ich rede.

Das ging früher in Milisekundenschnelle, sämtliche Begriffe, die mir einfielen, fügte ich in einen Mundartsatz korrekt zusammen, drehte die Satzkonstruktion um.

De facto ist mir Englisch am liebsten, weil die klarste Sprache, die Worte kaum je so diffus wie im Deutschen.

CPs haben extrem Mühe mit Französisch, hindert meinen Kopf nicht, franz. Worte in Mundart einzuflechten, wenn mir der Mundartbegriff nicht spontan zusätzlich einfällt.

In irgendwelcher mir bekannten Sprache, den passendsten Begriff als erstes zur Verfügung zu haben, entspricht meiner neurologischen Situation.

Ich werde dann angeschnautzt und/oder angeschrien, ich solle gefälligst Berndeutsch reden. Die bestehende Sprachbehinderung, verursacht durch meine andere, optische Wahrnehmung wird ausgelegt als „Bluff“. Da habe ich sowas von „GEWONNEN“.

Natürlich kann ich x Sprachen, aber es ist ein Defizit, wenn sie alle durcheinanderpurzeln und nicht schön sortiert in meinem Gedächtnis abgelegt sind, sondern nach dem Prinzip in die Sprache einfliessen, „first come first serve.“

Wer mag, kann dieses Englisch selbst übersetzen, Deutsch eiert rum für meine Empfinden.


Was wird aus der Behindertensession? Entfaltet sie Wirkung oder entpuppt sie sich wie manches vorher als Eintagsfliege, resp. Halbtagsfliege?

Die Diskriminierung Behinderter ist selbstverständlich geworden in der Schweiz, seit Blochers „Scheininvalide“.

Sie nicht als Diskriminierung erkannt wird.

Sie gilt als gesellschaftlich akzeptiert und völlig NORMAL.

Jorunal21* hat sie bisher nicht zur Kenntnis genommen: 22% Wohnbevölkerung Schweiz uninteressant, aber sämtliche Flüchtlinge, Kriegsopfer etc. schon?


…* Link führt zu „Vergessenen Themen“ beim Journal21

Was sind dann die 22% schweizerische Wohnbevölkerung? Noch nie ins Bewusstsein getretene Themen? Andernorts, je weiter weg, desto lieber, wird genau hingeschaut. Das eigene Haus, die Schweiz wird nicht sauber gehalten.

Psychexodus kämpft seit Jahrzehnten gegen den „fortgesetzten Holocaust“ in den schweizerischen Psychiatrien: Endlos, seit Jahrhunderten entsorgt die Schweiz unbequeme Mitmenschen, hauptsächlich Frauen(!), in die Psychiatrie, stopft sie voll mit Psychopharmaka und so sediert, sind sie lebenslange PSYCHIATRIEOPFER.

Behinderte sind in der Schweiz inexistent, daran wird eine Behindertensession nichts ändern

Wenn Behinderte nie in den Medien auftauchen oder wenn, dann nur mit Klischees behaftet, dann sind sie gesellschaftlich und politisch inexistent. Zudem haben sie keinen Zugang zum Rechtssystem ausserhalb irgendwelchen Streitereien und Gerichsprozessen über die IV.

Die Unabhängigkeit der Justiz präsentiert sich dann so: Im BSV sind alle(?) Themen und gesellschaftlichen Bereiche für bzw. gegen Behinderte beheimatet: KK wer überhaupt Zugang zur Medizin kriegt und nicht bloss zu den Falschdiagnosen, die ein behindertes Leben völlig ruinieren können, inklusive zu früher unnötiger Tod und/oder Suizide.

BSV hat IV unter sich und sämtliche Behindertenorganisationen, die JuristInnen haben nur und ausschliesslich für IV-Rechtsangelegenheiten, die hängen finanziell am BSV Tropf: Procap, Inclusion Handicap, AGILE.ch etc. etc. Logisch, dass sie die Hand, die sie füttert nur ganz vorsichtig beissen, damit ihre finanzielle Unterstützung vom BSV nie in Frage gestellt wird.

Das soll ein demokratisches System sein punkto Zugang zur Justitz? Ich habe punkto meine Person, behindert, x Straftaten vorliegend, die allesamt keinen Zugang zur Justiz finden, weil ich nun ja im Rolli sitze, also offiziell eigentlich nun ab 2017 irgendwie oder auch nicht zu den sichtbaren Behinderten gehören würde.

Macht die Repression nicht geringer, einfach anders. Mit viel Glück habe ich die Kontrolle über meine Finanzen zurückerobert, sämtliche sog. Fachpersonen haben mein Erbe grosszügigstens für sich oder andere verteilt wider die Gesetze, ich hatte innerhalb kürzester Zeit Millionenverluste, die ich sofort stoppen musste, sonst habe ich umgehend gar nichts mehr, bin wieder einmal wider sämtliche Gesetze auf Almosen der Zunft zu Schmieden angewiesen.

Der Neid, der sich zusammenbraut, wenn ich behindert und vermögend bin, ist erstaunlich und beklemmend. Ich wollte immer freundlich sein, nicht arrogant, nicht herabblickende Patrizierin. Ich wurde innerhalb von zwei Jahren eines Besseren belehrt: Zuerst müssen die jeweiligen Reviere abgesteckt werden, dass mein Erbe mir gehört und nicht jedEr sich daran bedienen darf noch kann. Die Begehrlichkeiten anderer übersteigen meine Finanzkraft um ein x-faches.

Es ist und bleibt klar. 1. Bekomme ich für mich Erleichterungen punkto Bewegungen und Alltagsbewältigung, 2. Gute Werke zu Gunsten z.B. CP Frauen, geistig Behinderten, Thema Lebensfreude, Erfahrung von Selbstbestimmung, theologisch“Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes“ 2. Spenden, die übrig bleiben, gehen ins „Tischlein deck dich“, die Bevölkerungsgruppe, die für Mahlzeiten und den täglichen Bedarf ansteht, oft Obdachlose inklusive.

Dazu habe ich momentan eine Treuhandfirma. Ich habe meine Konzepte in meinem Kopf. Die anderen und seien es nur wenige Personen, ohne Überspringen von Teilgedanken zu kommunizieren, ist eine Herausforderung, weil, wenn ich nur jeden fünften Satz laut sage, mir alles dazwischen logisch ist, dann fehlt Info, die andere brauchen. Ich werde zugetextet mit Sachverhalten, die mich nicht interessieren, die ich unwichtig finde und meine Geschichten in Rechtssätze und Paragrafen umzugiessen, ist eine Herausforderung. Oft werde ich angegangen, ich würde plappern. Nein, ich erzäle in Geschichten und kontrolliere stets, ob ich Ernst genommen werde.

Wenn Kommunikationsstile so unterschiedlich sind, braucht es eine Übersetzung von meiner assoziativen Denkart in eine gesetzliche Sprache und dann Texte, Verträge, was immer der Rechtsstaat braucht und ich will, damit nicht irgendwelche Profiteurinnen mir mein Lebenswerk umstossen.

Ich nenne es „Gute Werke tun“ und den Übergang meines Erbes in eine sinnvolle Stiftung bzw. Verein, wie immer das dann rechtlich, verbindlich heisst und GILT.

Einmal in meinem Leben, will ich das bekommen, was ich will und nicht andere für mich bestimmen wollen.

Was natürlich schwierig ist, wenn der Zugang zum Rechtsstaat grundsätzlich verweigert wird.


Behindertensession Aufzeichnung des Livestreames zur Verfügung gestellt von Pro Infirmis

Arena

Heute Behindertensession, Diskriminierung zeigt sich überall

Punkto Inklusion Behinderter bleibt die Schweiz ein Entwicklungsland, überall bleiben Behinderte aussen vor.

Die Staatsmedien weigern sich woke hartnäckigstens Behinderte Behinderte zu nennen. Zur Anwendung kommt der Begriff „Beeinträchtigung. Völlig analog zu Eskimo = Fremdbezeichnung, Inutit = Selbstbezeichnung.

Egal bei welchen Diskriminierungen, aus welchen Gründen auch immer, zuerst kommt die Abwertung mis Fremdbenennungen wie Invalidenversicherung, die Versicherung übesetzt das Wort invalid für die Wertlosen. 1960 war das schon ein unzulänglicher Begriff, triefend vom WK II und Nazigedankengut, was wertloses Leben vernichtet hat.

Die Schweiz und Deutschland ge´renzen es maximal aus in Behinderteninstitutionen, irgendwo im Grünen, so gelegen, dass die Behinderten nirgendwo auftauchen, sie sind oft geographisch ausgegrenzt.

UNO-Menschenrechtskonvention angenommen und ratifiziert vor neun Jahren, die schlummert irgendwo in einer Schublade. Nun wird das BeHiG in der normalen Session des Parlaments überarbeitet.

Wie ein Teilnehmer der Behindertensession heute sagte, Inklusion gibt es nur, wenn sie nichts kostet.

Das Parlament hat keinen Gebärdendolmetscher zur Verfügung gestellt, weil angeblich zu teuer. Interessant war das Votum des hörbehinderten Sessionsmitgliedes, der gebärdete: Offenbar entwickeln Hörbehinderte keine schriftliche Sprache in dem Sinne, dass sie alles lesen können. Das ist nicht, wie sie sich ausdrücken. Genuin ist gebärden und das in der Schweiz in verschiedenen Dialekten.

Das wäre ein interessantes Thema: Wie verändern Geburtsbehinderungen die Sprachentwicklung. Babies entwickeln ihre Sprache u.a. durch be-greifen, ihre Greifbewegungen, das Erfassen von Gegenständen, die sie oft mit dem Mund erforschen. Wie das Ohr hier rein- und mitspielt, bisher war mir bekannt, dass nicht normale Bewegungen die optische Wahrnehmung und damit den Umgang mit gesprochener und geschriebener Sprache verändern.

AutistInnen haben eine eigene Wortwahl. AutistInnen, so sie sprechen brauchen Deutsch viel logischer als alle andern. Begriffe werden genau definiert und nicht ungefähr kommuniziert und dann bleibt es an der ZuhörerIn zu entscheiden, was sie bzw. er verstehen solle. klassisches Beispiel: „Ich komme gegen 12 Uhr.“ Wann ist das? Um halb 12 Uhr oder um 12 Uhr 15 oder nachmittags um 14 Uhr?

Eine unterhaltsame Vorstellung, dass jede Geburtsbehinderung ihre eigene Sprache gebärt.

Neulich sollte ich einer Wegbeschreibung folgen in einem Gebäude mit rechts, links etc., akkustisch gehört aus einer Gegensprechanlage. Was fehlte, dass ich zuerst durch eine Türe hätte rollen sollen. Ich verstand ganz viel: „???“ Also blieb ich, wo ich war, neben der Gegensprechanlage und wurde umgehend abgeholt.

Die politische Suche, das verlorene Paradies

Mit dem Untergang der CS in der Schweiz, der Enteignung der AktionärInnen per Notrecht hat sich nochmals bestätigt, der Westen ist nicht das, was er behauptet zu sein, demokratisch, die Schweiz ist es zuletzt, wie immer.

Die letzte Hexe in Europa wurde in der Schweiz hingerichtet.

Die Schweiz versagt politisch, indem sie ihere Neutralitätsflagge hochhält, neutral war sie nie, aber stets opportunistisch, was andere Länder genauso lange dulden, als es ihnen nützt. Zunehmend wird der Westen ungeduldig, weil die Schweiz eine Rüstungsindustrie hat(te), Rüstungsgüter nur zu gerne verkauft(e) mit gepriesener Schweizerqualität, wohl fürs Heimatmuseum gedacht, die Kriegsabteilung des Heidilandes. Nun, da die Not gross ist, die Ukraine dringendstens Waffen bräuchte auch aus der Schweiz, hat das Parlament alle Möglichkeiten versenkt.

Was anderen europäischen Ländern fehlt, weil sie Rüstungsgüter an die Ukraine geliefert hat, die Schweiz sperrt sich selbst eingemottete Panzer zum Einsatz in der Ukraine freizugeben. Die Bundesrätin, zuständig fürs Militärdepartement, blickt zunehmend besorgt in die Kameras, niemand verstehe die schweizerische Einstellung, wenn dem Opfer des russichen Angriffs, der Ukraine nicht geholfen werden dürfe, militärisch.

Ich könnte es auch nicht erklären, die Willhelm Tell Geschichte, die Armbrust gegen den Gessler und nun, da die Ukraine vor derselben Herausforderung steht, verstecken sich die sieben Zwerge, offizieller Name Bundesrat, hinter den Bergen und schlecken wohl wie das Kasperle, was denkt, das weisse Zeugs sei Sahne, nicht Eis und Schnee, an ihren Bergen und werden satt.

Derweil verhungen weltweit Menschen, weil die Auslieferung ukrainischer Lebensmittel stark gedrosselt ist durch den Krieg. Dafür hat die Schweiz eine Antwort, nennt sich Rotes Kreuz. Mit der Gründung des Roten Kreuzes in der Schweiz, zu der Zeit wurde noch politische Antwort übernommen, die Neutralität des Roten Kreuzes überzeugt im Einsatz: Diese Neutralität ist gerade im Kriegsgebiet unerlässlich: Medizinische, humanitäte Hilfe an sämtliche Kriegsparteien, nur so können Menschenleben gerettet werden. Auch mit der Nicht- Stellungnahme zum Kriegsgeschehen ist die Arbeit des Roten Kreuzes elendiglich gefährlich.

Während das Rote Kreuz seine Bestimmung hat und kennt, ist im Westen die politische Suche allgegenwärtig, ob die Demokratie wirklich die beste aller denkbaren Staatsformen sei.

Was brauchen Menschen und haben nicht gerade Demokratien elendiglich versagt mit unnötiger Folter, Verachtung der Menschenrechte, in der Schweiz haben 22% der Menschen, nämlich Behinderte keinen Zugang zum Rechtssystem. Illegale Flüchtlinge sind punkto Justiz besser gestellt, als schweizerische Behinderte. Soziale Spannungen bis hin zu irgendwann Unruhen sind garantiert zu erwarten. Was sich eine Generation in den 50er Jahren noch knapp bieten lässt, ihre Kinder lassen sich sowas nicht mehr bieten und wer Jüngere sucht, die sind zu einem viel zu grossen Teil in den Psychiatrien zu finden oder auf der Warteliste für dorthin.

Wenn eine Gesellschaft auseinanderfällt, ist das ein gesellschaftspolitisches Problem, das sich in verschiedensten Symptomen äussert: Zuviele Junge in der Psychiatrie oder psychiatrischer/psychologischer Behandlung, da muss gesellschaftspolitisch was völlig falsch laufen, das ist nicht mehr nur ein Problem der betroffenen Individuen.

Sieben BundesrätInnen

Ein Bundespräsident: Alain Berset. Skandale: Covidleaks, Krankenkassen, IV, Geliebte, Grounding seines gemieteten und von ihm gesteuerten Flugzeugs über Sperrgebiet in Frankreich, Fortsetzung folgt.

Karin Keller-Sutter: Skandal heute, die Grossbank CS ist per sofort Geschichte.

Neu im Bundesrat Albert Rösti, SVP, gilt als hart in der Sache, konziliant im Umgang, Kerngebiet vor seiner Wahl zum Bundesrat Ölindustrie, zuständig für Energiedepartement.

Ebenso neu im Bundesrat Frau Schneider-Baume, SP, Kennzeichen gute Laune, aus dem Jura kommend, Schwarznasenschafe, ehemalige Marxistin.

Bundesrat Guy Parmelin, SVP.

Zweiter FDP Bundesrat Ignatio Cassis, ehemaliger Kantonsarzt Tessin. Das gesamte Gesundheitswesen in der Schweiz ist seit Jahren mit falschen Anreizen für sämtliche DienstleisterInnen, die Grundversorgung wie HausärztInnen und Kinderärzte sind an die Wand gefahren, völlig überteuert andere Fachgebiete. In der Schweiz meidet gibt man alles, um nicht Schulmedizin in Anspruch nehmen zu müssen, Krankheiten, Unfälle, Behinderungen, lieber irgendeinen Talisman, ein Gebet für Gläubige aller Religionen und Erinnerungen, was man früher bei Kleinigkeiten als Hausmittel eingesetzt hat, um nicht zum Doktor rennen zu müssen. -Cassis: Aussendepartement mit Skandal: EU.

Letzte und 7., Bundesrätin Viola Amherd, Militärdepartement, neue Militärflugzeuge, welche immer bisher massiv teurer waren als budgetiert.

Gesucht: Fähige BundesrätInnen, die das Wort VERANTWORTUNG kennen und mit den vervliebenen BundesrätInnen eine Konsensregierung führen können und wollen.

Im Herbst sind Gesamterneuerungswahlen, die Zwangsübernahme der CS durch die UBS, staatlich verordnet, ohne die AktionärInnen zu befragen via Notrecht, kann sich zum Bumerang entwicklen, eine CS Aktie hat 76 Rp. wert.

Was machen in den Medien die Parteispitzen nach dem gestrigen Untergang der CS? Wahlkampf, jedEr weiss es besser, die FDP, zuständig fürs Bankenwesen ist massiv angeschlagen, der Bundesrat bestand Jahrzehnte lang nur aus FDP Mitgliedern bis 1919.

Nächste Partei CVP/heutige Mitte bis 1929, dann folgte die BGB/heutige SVP und zuletzt die SPS.

Wann ging es der Schweiz und ihrer Wohnbevölkerunf´g, inklusive AusländerInnen seit 1848 am besten?

Wer sind die heute Ausgeschlossenen? DIE BEHINDERTEN!

Der Westen lernt nur unter grösstem Druck dazu

Mit dem Einmarsch Putins in der Ukraine, wurde der Westen endlich wach gerüttelt, ein Problem war zu gross geworden.

Der Westen basiert sein Selbstverständins auf der Aufkärung: Der vernunftbegabte Mann.

Es darf ganz laut gelacht werden.

Immer waren und sind Männer irrational, Vernunft ist ein Teilaspekt ihrer Neurologie und die nun über Jahrhunderte bewusst und gezielt verdrängte männliche Irrationalität schlägt erbarmungslos zurück.

Männer haben Trump im 2016 gewählt. Das USA Volk und die Frauen wollten Hilary Clinton.

Männer liessen zu, dass im 2020 der Sturm aufs Capitol für Trump keine unmittelbaren Folgen hatte.

In Kleinstarbeit bringen die Hersteller der als gefälschte Arbeit abliefernden Zählmaschinen evtl. eine Anklage gegen Fox News zustande. Fox News wusste immer, das Trump mit der Aussage, er habe die Wahlen im 2020 gegen Biden gewonnen, nur log, wiederholte diese Lügen, die zu grosse Teile der RepublikanerInnen glaubten: „Trump das Opfer, der an sich begnadete Führer.“

Wie will der weisse Arbeiter oder die Arbeiterin, die arbeitet bis zum Umfallen und froh ist, wenn die laufenden Rechnungen bezahlt sind, je die Energie und Zeit haben, die weltweiten, politischen Gepflogenheiten und Ränkespiele zu durchschauen? In der Regel bezahlt die Wohnbevölkerung die Zeche, wenn die PräsidentInnen versagen.

Im Februar 2022 kam Putins Ukrainekrieg. Das war eine Zeitenwende für Europa, was aus dem Schlaf unsanft geweckt wurde.

Wäre Europa ehrlich, müsste es sein Menschenbild von Grund auf neu zusammensetzen, bisher Verdrängtes in die eigene Wahrnehmung zurück holen und ein modernes, vollständigeres Menschenbild proklamieren, z.B. jesuanisch: ALLE MENSCHEN SIND GLEICH, niemand ist besser oder schlechter, alle sind Geschöpfe Gottes.

Politisch hat das sofort Konsequenzen auf sämtliche Diskriminierungen andere, egal ob begründert mit Rasseüberlegenheit, was Nazitum ist oder Kolonialismus, also die Kolonialmächte sind überlegen und alle andern werden knapp nicht mehr versklavt, aber ausgenutzt, wo immer es geht und Dreckindustrie wird dorthin ausgelagert, die Luft, Umwelt, die Gewässer, die Tiere, Pflanzen, Bodenschätze freigegeben zur Plünderung, Uran in Atomstrom verwandelt, was langfristig schlimmere Konsequenzen hat, als wenn der Menschheit die Luft ausgeht und sie sich selbst kaputt macht. Überlebende Tiere könnten sich ohne menschlichen Raubbau erholen, die Meere hätten keine Mehrverschmutzung mehr zu ertragen, alle qürden sich freuen, wenn der Mensch ganz weg wäre oder massiv dezimiert und die Vorherrschaft abgeben müsste.

Behindertenpolitisch hätte das folgende Konsequenzen, dass eine IV kein lebenslängliches Recht hat, Behinderte in eine Norm zu pressen, nämlich die Normalität, die sie gefälligst mit allen Therapien zu erlangen habeen und die auf einem Missverständis gründet, was einen Menschen ausmacht.

Sozialpolitische Konsequenzen: Gerade psychische Krankheiten, oft Suizidalität und Depressionen treffen immer jüngere Menschen, manchmal schon im Kinderalter, bevor die Kleinen Teenagers sind. Junge Erwachsene, völlig überfordert.

Wäre die gegenwärtige Erziehung bekömmlich, hätten wir eine glückliche Jugend. Haben wir nicht, die Jugend in der Schweiz ist laut Medien unglücklicher, weil sie in einem reichen Land aufwachsen muss.

Nächstes Problem, sozialpolitisch: Warum macht Reichtum Kinder unglücklich?

Die Schulen haben keine Duschkabinen, die Kinder werden nackt gemobbt

20 Min. stellt das Duschen in den Schulen nach dem Schulsport zur Diskussion. Das Problem wäre technisch einfachstens lösbar: Statt FKK und blöde Sprüche, Duschkabinen und Nacktheit geschützt vor geilen MitschülerInnenblicken.

Behinderte sollen angeblich in der Schule Inklusion erleben. Nie präsentiere ich meinen Hüftschiefstand irgenwelcher Öffentlichkeit, ein Burkini wäre Wohlbefinden für körperliche Missbildungen und Badefreuden.

Wohin führt das Exponieren, erlebt in den öffentlichen Schulen? In meinem Fall bade ich nur noch in Seen mit Bodyguard irgendwo ausserhalb jeder Öffentlichkeit.

Statt Körperhygiene mit dummen Sprüchen und lebenslangen selischen Narben, Duschkabinen und Duschaufsicht, dass Kinder nicht in Aktivitäten verwickelt werden, die sie nicht wollen.

Bloss, wer könnte Duschaufsicht machen, wenn sexuell alles möglich ist, LehrerInnen pädophil, schwul, lesbisch und alles dazwischen. Wo bleibt da der Schutz und die körperliche Integrität der Unmündigen?

BeHiG im Parlament, Behinderte werden bei Dienstleistungen diskriminiert, DienstleisterInnen werden zu Eigenleistung verpflichtet

Gegenüber meinem letzten veröffentlichten Blogbeitrag hat sich die politische Situaton weltweit massiv verändert: Covid die weltweite Viruserkrankung kam, machte praktisch überall Probleme, Menschen starben an dem Virus, der zuerst in China auftauchte, andere Länder fühlten sich sicher, als die Todesfälle in Norditalien sich in unerlebter Weise stapelten, war klar, dass die Schweiz betroffen sein werde.

Unklar ganz lange, wie wird dieser Virus übertragen. Wie immer bei Epidemien kursierte die Wahrheit mit Unwahren, es war schwierig, sich ein Bild zu verschaffen, Wahrheit von Meinungen zu unterscheiden, was Bundesrat Berset und Daniel Koch kommuniziert haben, können sie selbst nicht geglaubt haben, kernige Sprüche, einfachste Verhaltensregelnn wurden auf Plakaten an die Bevölkerung verteilt, Abstandsregeln eingeführt.

Irgendwann hatte die Schweiz endlich Masken, die Covid Impfungen, weltweite Forschung wurden produziert, die reichen Länder sicherten sich in unglaublichem Egoismus für sich Impfdosen, es wurde geimpft, soweit der Verstand der Bevölkerung dafür geweckt werden konnte, 1. Impfung, 2. Impfung, Booster.

Lockdowns wurden verhängt, Lieferketten brachen zusammen, Masken wurden Alltag, Händedruck verschwand, keine Verpflichtung mehr auf körperlichen Kontakt bei Begrüssung, eine Entlastung nicht ständig das Pfötchen in die Luft strecken zu müssen oder noch schlimmer, das Gesicht zur französischen Begrüssung mit Wangenküsschen.

Als die Welt glaubte, das Schlimmste sei überstanden, irgendeine frühere Normalität kehre zurück, genau am 24. 2. 2022 Liess Putin seine Armee und die Wagnersöldner, die er weltweit einsetzt in der Ukraine einmarschieren, sein Kriegsziel Durchmarsch bis Lissabon.

Statt irgendeine frühere Normalität, war und ist Europa mit einem konventionellen Schlachtfeld blutigsten Ausmasses unter Nichteinhaltung sämtlicher internationalen Kriegsgesetzen, Verpflichtungen, Abmachungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit konfrontiert. Zivile Infrastrukturen werden gezielt angegriffen.

An der Spitze der ukrainische Präsidend, Vlodomir Selenskji, der ehemalige Schauspieler ernst, täglich in Videobotschaften, verkündet er dem Westen, den USA, seinem eigenen Volk, dass die Ukraine aufsteht, sich verteidigt, je schlimmer der Angriff wird, desto standhafter und unbeugsam, die Ukraine ist ein Volk mit grosser Wichtigkeit für die Ernährung der Welt und lässt sich nicht durch den Aggressor Putin von der Weltkarte auslöschen.

Unter der Leitung der USA organisierte sich der Westen und stand gegen die Machtgelüste Putins auf, immer unter Einhaltung sämtlicher internationalen Abmachungen. Die Ukraine wurde von PolitikerInnen besucht, das Kriegsgeschehen, inklusive Verbrechen gegen die Menschlichkeit, tägliche Info in sämtlichen Medien, atomare Gefahr wird zweifach real, das grösste Atomkraftwerk der Ukraine besetzt, manchmal funktioniert die Stromversorgung von Saporischia, dann bricht sie zusammen, die Gefahr eines atomaren Unfalls wegen einem Atomkraftwerk unter Besatzung, nicht gewährleisteter Kühlung der Kühltürme, kein Tsunami wie in Fukuschima, sondern Kriegsgeschehen, inszeniert vom Kremel, Putin.

Dieses Kriegsgeschehen ordnet die gesamte Welt und Weltpolitik neu: Verbündete des Westens und der Ukraine gegen Russland, Kremel, Putin, Neutrale, Grossmächte wie China, die eigene wirtschaftliche und weltpolitische Ziele haben und überall mitbestimmen wollen, sich wirtschaftlich hochgearbeitet haben, die eigene Bevölkerungsexplosion under unendlichem menschlichem Leiden limitiert haben und nun frohgemut in die Zukunft blicken, ein Wirtschaftswunder mit grossem Potential.

Afrika nimmt Stellung, wer ist der Freund der jeweiligen Länder?

Die Energiepreise schnellten in die Höhe, der Westen koppelt sich ab vom russischen Markt, der wiederum sucht andere absatzmärkte, Sanktionen, russische Vermögenswerte eingefroren.

Scholz, der deutsche Bundeskanzler prägte den Begriff „Zeitenwende“. Genau darum handelt es sich. Ein Früher, ein Vorher gibt es nicht mehr zu dem man zurück könnte, es bildet sich eine neue Weltordnung, neue Werte sind am werden, die Schweizerregierung versteckt sich hinter einem unbrauchbaren Neutralitätsbegriff aus längst vergangenen Jahrhunderten, verweigertKriegsmaterial, macht einen Aufstand, wenn Verbündete ihre Bestände umorganisieren und der Ukraine mit Waffen und allem, was es braucht, um Putins Armee widerstehen zu können, der Ukraine zur Verfügung stellen.

Einmal mehr, die Schweiz verweigert alles, Beret, der derzeitige Bundespräsident setzt sich zwischen alle Stühle, von Bersets Eskapaden hat man allmählich genug. Berset kann gehen, in diesem Jahr wird das Parlament neu gewählt und von ihm der gesamte Bundesrat.

Politische ExtremistInnen schütteln sich die Hände, statt Covidleugner wird Putinversteher zum Inbegriff der politischen Abgrenzung, der Grenze, die nicht verstanden wird, dass es Putinversteher gibt. Damit ist nicht der diplomatische Weg gemeint, der in der UNO und anderen Organisationen sofort begangen wird, sollte Putin oder der Kremel seine Truppen zurückziehen. „Putinversteher“ heisst wegschauen vo der Realität, Ideologie, Umkehrung der Täter- Opferrolle, Unverzeihliches wegwischen zu Gunsten Putind Lügen und Geschichtsverdrehungen.

In diesem Kontext ist in diesem Jahr das BeHiG im Parlament. Inzwischen wird offener darüber gesprochen, wie verheerend die Situation Behinderter in der Schweiz ist, momentane Häufigkeit: 22% der Wohnbevölkerung sind behindert, nur klischehaft in demn Medien, ein absolut desolater Zustand, der mit dem neuen, überarbeiteten BeHiG korrigiert werden soll: Behinderungen als massentaugliches Thema. Ob das, was sich ändern sollte, sich ändert, steht in den Sternen.

Mit Covid kam Long-Covid, momentan als Autoimmunkrankheit verstanden. So Betroffene schreien sehr laut, ihr früheres Leben wurde auf den Kopf gestellt. Genau, das nennt sich chronische Erkrankung, evtl. Behinderung, nun lernt ihr die IV kennen oder eben gerade nicht. Das IV-System ist von Kanton zu Kanton völlig anders, Willkommen in der Realität der IV-Abklärungen. Das System ist ungerecht, Das war schon immer so, nun seid ihr Betroffene und ihr könnt hinten anstehen. Es gibt Behinderte, die leiden viel länger als ihr und werden des Simulantentums bezichtig und die wirklichen SimulantInnen werden nicht entlarvt, sondern die kriegen manchmal die besseren Renten. Schweizerrealität, nennt sich Demokratie.

Behinderung gegen Behinderung

Wenn ich NT wäre, würde mich erstaunen zu lernen, dass es verschiedene Klassen von Hirnverletzungen gibt: Mindestens zwei, die erster Klasse, das sind die Menschen, die auf ein Leben ohne Hirnverletzung zurückblicken können. Es gab eine Zeit davor, in der sie ihre vollen Hirnfähigkeiten hatten, vor dem Unfall, der Hirnblutung oder was es immer war.

Dann gibt es nach der Vorstellung einiger von ihnen die Menschen zweiter Klasse, das sind z. B. wir CPs mit Geburtsgebrechen, wir kleinen, durch und durch doofen, speichelnden SpastikerInnen, mit durchaus chronischen Schmerzen aber nicht mit diesen anderen Schmerzen, die direkt durch eine Hirnverletzung entstehen können, manchmal nach Jahren verschwinden und medikamentös behandelt werden müssen, weil schlicht unerträglich schmerzhaft.

Unser Kletterkurs von fragile ist in Teile zerfallen, da setzt sich jung zusammen, versus die beiden Alten. Das ist eine übergreifende Abspaltung, weil die Alten nicht um ihre Meinung gefragt aus einem „normal“ Hirnverletzten und einer CP bestehen. Dank unserer Altersweisheit schaffen wir beiden es auszukommen, obwohl wir hirnverletzungsmässig Gegensätze sein sollen.

Dann spielt eine Person ihre Hirnverletzung gegen die unsere aus, sie fühlt sich definitiv besser und benimmt sich in meinen Augen überheblich. Die Überheblichkeit von BernburgerInnen habe ich v.a. eine Kindheit lang und bis heute ertragen und ich finde Überheblichkeit nur eins, grässlich.

Ich schätze, dass es in unserem Kurs im Ganzen drei CPs gibt, zwei junge Männer und mich. Ein Mann kann leider kaum sprechen: Wenn die Lähmung und die Spastizität in den Sprechorganen liegt, dann ist bald einmal Ende der Gesprächigkeit. Dieses mechanische Nicht-Sprechen-können hat nichts mit der vorhandenen Intelligenz zu tun. Aber, der Aufwand in Kontakt zu kommen, ist natürlich grösser. Sicher muss frau Sätze vorschlagen, damit Mann mit Kopfschütteln, bzw. -nicken bestätigen oder verneinen kann, was zu sagen ist. Mir scheinen seine Augen sehr aussagekräftig und ich stelle mir vor, dass Menschen mit engem Kontakt zu ihm in seinen Augen lesen können, was gemeint ist. Der Alltag besteht aus x Repetitionen, immer gleichen Abläufen. Mit etwas Gespür, weiss frau wohl rasch, was ein stummer Mensch möchte.

Der Zweite ist immer in Bewegung, was natürlich gerade mit einer Hirnverletzung nicht einfach auszuhalten ist, aber nur weil sich seine Hirnverletzung so manifestiert, ist er kein Mensch zweiter Klasse. Sämtliche Defizite Hirnverletzter sind für sämtliche Mitmenschen mühsam zu ertragen, weil stereotyp gleich, es sind nur winzige Veränderungen erreichbar, wenn ein Hirnschaden so gross ist, wie er nun mal ist. Die vielzitierte Plastizität der Gehirne ist klar vorhanden und bei einem Vorfall kann durch rasches medizinisches Eingreifen oft sehr viel gerettet werden, in die Reversibilität überführt werden, aber längst nicht alles.

Es gibt ganz fiese Leistungsmassstäbe: Ich z.B. fahre Auto, was wenige Menschen mit Hirnverletzung können. Ich habe mit zwei Hirnverletzungen einen Hochschulabschluss gemacht und 16 Jahre darauf gearbeitet. Trotz Hirnverletzung bin ich IQ-mässig hochbegabt. Tja, die Hierarchie muss auch unter Hirnverletzten stimmen und ich lasse mich nicht von Hirnverletzten angeblich erster Klasse, die definitiv leistungsschwächer sind als ich, unterordnen.

Also zurück zum zweiten CP Mann: Er hat auch Spastizität in den Sprechorganen. Hat auch hier nichts mit seiner Intelligenz zu tun: Lesen kann er, er hat ein Smart- bzw. I-phone, guckt dort Zug- und Busanschlüsse in atemberaubender Geschwindigkeit nach und kann mit GA durch die ganze Schweiz reisen. Seit einem Jahr lernt er Englisch, ob für eine geplante Reise oder einfach so, habe ich noch nicht verstanden.

Beide werden ausgebildet im Sichern von KlettererInnen. Das ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die über Leben und Tod entscheiden kann, nebst dem, dass mit eingeschränkter Beweglichkeit die Bewegungen individuell angepasst werden müssen. Wir sichern mit Grigri. Das ist ein sehr sicheres Gerät, allerdings finde ich das Abseilen nicht einfach, weil die Bewegung am Hebel, der die Blockierung löst, ganz klein sein müssen, damit das Abseiltempo stimmt. Je nach Durchmesser des Seils unterscheidet sich das Seildurchrutschtempo zudem. Die festinstallierten Topropes haben einen dickereren Durchmesser als die Seile, die für den Vorstieg benutzt werden.

Ob die beiden je voll selbständig werden im Sichern, weiss ich nicht, aber sie werden gelehrt und können ihre maximale Freiheit auskosten und das finde ich bei einer Behinderung wichtig, dass wir auf passender Augenhöhe ernst genommen werden und selbst entscheiden können, was wir lernen wollen und gucken können, wie weit wir uns in unserer Lernfähigkeit richtig einschätzen. In meiner Behinderung will ich nicht künstlich noch behinderter gemacht werden durch gut gemeinte aber völlig unkorrekte Bevormundung.

Gestern hatte ich die Gelegenheit zu beobachten, wie diese Person, die sich als erstklassige Hirnverletzte fühlt, völlig ausser Rand und Band sichert: Ihre gesamte Körperhaltung war beim Abseilen total verspannt.  Insbesondere peinlich sah aus, dass sie sehr breitbeinig dastand, die Hüftknochen gegen hinten kippte und den Beckenboden gegen vorne streckte. Klar ist sie korrekt gekleidet, trotzdem hätte ich sie als Kursleitung wegen dieser Haltung korrigiert, damit sie nicht sexuell aufreizend wirken muss. Das war schlimm anzuschauen und kaum auszuhalten, weil sie sich ungewollt exponierte. – Sie stand an der Wand, was ich verstehe, weil ich es auch so mache, ihre Front gegen die Halle gerichtet, Rücken zur Kletterroute gewandt. Ich stehe mit meiner behinderten, linken  Seite zur Wand, um mangelnde Kraft an der Wand abstützen zu können. Sie stand mitten in einer  freien, toprope Kletterroute statt auf der Seite, die eh blockiert war durch weggespannte Seile. Ehrlich, wenn Menschen mit Behinderungen drei bis vier Kletterbahnen belegen müssen, um eine Kletterpartie zu sichern, dann sollen sie in die Kletterhalle gehen, wenn sie niemand anderen stören. Das sah gegenüber der Sicherungstätigkeit von uns angeblich Zweitklassigen überhaupt nicht erstklassig aus!

Es hat parallell zu unserem Kurs immer Kinderkurse, die auch auf die einfachen Kletterrouten angewiesen sind und da muss man die Anlage teilen. Auch im eigenen Kurs will ich klettern können und nicht warten müssen, bis andere ihre Behinderung ausgelebt haben.

Das habe ich dann unmissverständlich geäussert. Später hat sich dieselbe Person angeblich im Namen aller KursteilnehmerInnen für den Kurs bedankt. Dagegen habe ich mich auch abgegrenzt: Es gibt solche Verdankungen im normalen Leben, aber sicher nicht nach wenigen Unterrichtsstunden und der Kurs geht nach den Sommerferien für die, die wollen, weiter. Eine solche Verdankung gehört an den Schluss eines gemeinsamen Weges. So wie sie vorgebracht wird, finde ich sie sehr hirnverletzt und weil stereotyp wiederkehrend, peinlich. Und so hirnverletzt, dass ich den feinen Unterschied nicht realisieren würde, bin ich noch lange nicht. Auch von Menschen mit Behinderungen lasse ich mich nicht bevormunden und schon gar nicht vereinahmen. Ich entscheide, wer in meinem Namen sprechen darf und wer nicht.

Nachtrag: Völlig unnötig speziell zu erwähnen, dass ich bei der Kursleitung und FRAGILE suisse reklamiert habe. Wenn ich einen Kurs für mich nicht geeignet finde, obwohl er das nach menschlicher Vernunft sein sollte, dann reklamiere ich. Das ist total normal. Auch hier agiere ich total normal, autonom und überhaupt nicht behindert.