Optisch und akustisch verschmutzt

Gerade komme ich von einer dreitägigen Flugreise zurück. Fazit: Flughafen Zürich ist ein gefühlter elendlanger Irrgarten, logisch optisch und akustisch total verschmutzt. – Um Ihnen besser zu dienen, machen sie alles selbst,  Personal haben wir kaum, dafür einen Schilderwall, der Sie interessieren sollte, denn schliesslich wollen Sie nicht irgendwohin, sondern nach Hamburg ins Musical.

Jonathan hatte alles gebucht, was per Internet gebucht werden konnte, weil ich mit den eintrudelnden Emails nicht zurande kam, leitete er sie auf sein I-phone um und ich hatte Ruhe, keinen Stress, was zu verpassen. Gepäck hatte er für mich vorsortiert, damit wir das Gepäckband meiden konnten.

Logo suchte er die Wege, die Zeiten von Tram über Zug zum Flug. Er war für die Orientierung zuständig, meine Aufgabe war nur, nachzulaufen, mitzulaufen, vorzulaufen je nach Sachlage.

Da sind die menschlichen Notwendigkeiten: 1. Rauchen, 2. Trinken, 3. Essen, 4. WC, sämtliche Ds haben null Ahnung, was ich damit meine. – Englisch halt….ggg!

Der Spiessrutenlauf beginnt im Bahnhof Bern, das Cafe, in dem wir eigentlich abgemacht haben, ist zur Stehkrüpfe mutiert, vorher habe ich schnell einen Goldfingerring an der Tramstation versenkt, könnte unglücklich machen, kann ich mir nicht leisten. Ich bin früh dran und warte wie ein Hündchen, schön brav sitz auf der runden Sitzbank des Treffpunkts gleich neben der Stehkrüpfe. Ich äuge nach Jonathan, total in die falsche Richtung und verpasse ihn prompt, warte brav, schön sitz. Zum Glück schaltet Jonathan und sammelt mich ein. Der Bahnhof Bern ist eng, viele Menschen laufen durcheinander, zwei warme Getränke, Perron 7. Im Zug irgendeinen Sitzplatz ergattern, später haben wir sogar zwei, Jonathan hat alles im Griff, mich und das Gepäck.

Flughafen raus, Rolltreppen, für mich Mittagessen, laufen, Band fahren, laufen, viele Einkaufsläden, flimmernde Bildschirme, Anzeigetafeln, Abfluggate, lange Schlange. Ich setze mich auf ein Rohr, wo Jonathan in der Schlange steht. Eine Airlinefrau zeigt uns, wo wir vortreten können, ich sitzen kann, mit anderen und Kindern kommen wir in den Genuss von Firstboarding. Krücke verstauen im Flugzeug, bei Rütteln soll die mir nicht um die Ohren fliegen, meine Technik ist noch nicht ausgereift. Flug, trockenes Sandwich, Getränk, Landung, Hamburg, nichts wie raus. Gemütliches Schmauchen an der Sonne, Freude, dass wir den ersten Schritt geschafft haben.

Schnelltransport S-Bahn, Bahnhof Altona wird zu unserer Drehscheibe. Ich schlage Taxi vor für den Rest der Strecke. Ärgerlicherweise bin ich ziemlich geschafft. Taxi klappt, das Hotel ist noch dröger als erwartet, was ich gezielt wollte, dort essen können, bietet es nicht, das Restaurant/Bistro ist geschlossen. Frühstück ab 6 Uhr morgens, ich atme auf, ich weiss, wieviel Kaffee ich zum Ankurbeln brauche.

Bierlaune, der Nachmittag neigt sich dem Ende zu. Jonathan weiss blitzschnell, in welche Richtung es sich zu laufen lohnt. Ab und zu kommt sein I-phone zum Einsatz, Kräfte schonen, Schmerzen im linken Bein, 1. Bier in den letzten Sonnenstrahlen, bequem sitzend auf der Aussenstuhlung einer Hipsterbeiz, wie wir lachend beschliessen. Abendessen, wie wärs Mexikanisch? Beide einverstanden, der Fussweg nicht weit. Kleines, gemütliches Restaurant, weil wir früh dran sind, bekommen wir den letzten Zweiertisch. Schwelgen, Apero mit Naschereien, später Gemüsefleischpfännchen mit mexikanischen Beilagen. Jonathan bleibt beim Bier, ich wechsle zum Margaritha.

Nächster Tag, als Höhepunkt ist der Musicalbesuch geplant. Was vorschieben und wenn ja, wieviele, Ruhezeiten? Jonathan kennt sich aus, er empfiehlt mit einem Touristenbus eine Stadtrundfahrt. Die ist gut und lustig kommentiert. Ich kriege einen Eindruck von einem Teil von Hamburg. Nach gut einer Stunde werde ich von all den Eindrücken müde, ich brauche eine Pause. Die machen wir beim Ratshaus an der Alster, Terasse, Wetter reicht um im Mantel draussen zu essen.

Wir schätzen und bequatschen Fussdistanzen. 1. Priorität ein Buchladen. Wir! diskutieren, welche Bücher zum Feminismus spannend sein könnten. Ein Leichtgewicht kaufen wir gleich ein. Schuhgeschäfte hätte es, aber mich hält nix. Wo Salamander angeschrieben steht, ist ein unübersichtliches Durcheinander und kaum Salamander drin. Welche Deppin hat zudem die Schuhgrösse 41, das gibt es gar nicht!

Dann Pause, Pause, Pause, ich muss mich ausruhen, ob ich will oder nicht. Brav schlafe ich ein und erwache irgendwann von meinem Schnarchen, hurrah, ich bin bereit für den Höhepunkt. Umsichtige Zeit- und Transportplanung von Jonathan, alles klappt bestens, Musical Paramour vom Cirque du Soleil. Ich throne auf meinem Stühlchen und denke, 15 Jahre oder mehr habe ich darauf gewartet und gehofft, dass ich einmal in Hamburg ins Musical kann. Innerlich zapple ich nur noch. Was ich gesehen habe, hat meine Erwartungen weit übertroffen: Innovative Darbietung von Zirkuskünsten, technisch höchstversierte Film- und Projektionstechnik von einerseits Geschehen auf der Bühne und andererseits bekannten Plakaten. Eine Darstellung hat mich fasziniert: Kleine Zimmerchen, die aneinandergereiht einen Minifilmausschnitt darstellen und Figuren darin, die die einzelnen Filmbilder spielen, eins nach dem anderen, synchoron und doch anders, ein Miniausschnitt einer Filmrolle, live dargeboten.

Das Ende klatschen wir beide zweimal ab. Give me ten, lächelt Jonathan. Relativ früher Abend, Absacker natürlich am Bahnhof Altona. Total relaxed, den Höhepunkt geschafft zu haben, vergeht die Zeit im Fluge. Uff, spät, Taxi, Bett, schlafen. Wir haben für den nächsten Morgen einen Zeitplan besprochen, leider ist der in meinem Kopf verloren gegangen. Frohen Mutes greife ich zum Zimmertel., schliesslich hat mir Jonathan gründlich gezeigt wie und dass das geht. Ich rufe mein eigenes Zimmer an, besetzt. Mit wem quatscht Jonathan frühmorgens? Ungläubiges Kopfschütteln meinerseits. Nach dem dritten Versuch wechsle ich die Zimmernummer und warte. Jonathan antwortet nicht. Mein Kopf ist blitzschnell in gesundheitlichen Schreckensvisionen: Vom Blinddarm über Schlechtes gegessen bis zum Beinbruch auf dem Weg zur Raucherlounge taucht alles abwechselnd auf. Meine Panik kriege ich nicht in den Griff. Realitätscheck ist dringend. Ich falle ihm fast in die Arme, als er leicht verwuschelt seine Zimmertür öffnet: Duschzeit. Mit weitem Abstand der hübscheste und fröhlichste frisch geduschte Mensch. Runterfahren, er übernimmt das Zeitmanagement für uns beide, wird mich abholen. Ich geniesse meine Schminkzeit, irgendwann klopft es, er packt meinen Koffer, wir wollen in die Kunsthalle in eine Ausstellung, die ihm gefällt, die er ausgesucht hat, ich bin sehr neugierig einen kleinen Blick in seine Welt zu erhaschen.

Viele optische Eindrücke. Neugier meinerseits, wie er die Ausstellung anschaut, was er beobachtet, sein Zugang ist ein anderer als meiner. Ich bin erstaunt, wie „alt“ die KünstlerInnen sind. Mich beeindruckt die Umsetzung der Ideen in die passenden Objekte. Unterschiedlichste Techniken, 2- und 3-dimensional. Bei Jonathan läuft die innere Uhr mit, wir fliegen am Nachmittag zurück. Er gibt vor, wann wir wo sein müssen. Ich kann ihm vertrauen, was meinerseits nicht selbstverständlich ist. Nicht jedeR, der mir eine Aufgabe abnehmen will, ist im entferntesten fähig, manche machen ein grösseres und umständlicheres Chaos als ich, fühlen sich aber als nicht behindert haushoch überlegen. Jonathan kann es wirklich, was er mir als Dienstleistung anbietet. Höchstmögliche Ruhe meinerseits in ultimativen Stresssituationen ist meine Antwort. Der Flughafenfilm wird zurückgespult, der Flieger hat auch diesmal Verspätung. Meine Leistungsfähigkeit sackt ab. Ich könnte nur noch quengeln und schreien, völlig unzumutbar sozial. Selbstbeherrschungsprogramm anklicken, Jonathan sorgt für alles. Ich sehe nur noch hübsch aus und quassle zu viel.

Mir wird klar, dass mein Nachtessen im Zug von Zürich Flughafen nach Bern stattfinden wird, Quizfrage, Taxi oder ÖV bis nach hause. Wir landen in Bern vor dem Lift der Welle und ich kann von dort alleine aufs Tram. Aufschwellender Stolz meinerseits, ich kann ALLEINE auf ÖV. Nichts wie los, gehen, solange die Energie noch reicht, ich traue mir nicht über den Weg, nur keine Szene, keinen Skandal, keine Waldau.

Billettautomat will mein Münz nicht, keinen Fünfliber, keinen Zweifränkler, einfach nichts. Die Kreditkarte zücken, ist keine Option mehr. Meldung beim Tramführer Apparat kaputt. Was ich nicht erwarte, ich sollte Geld zücken und der Tramführer wird mir das Ticket an der nächsten Station holen. Verblüffung meinerseits, Tramchauffeur unfreundlich, ich in den Bewegungen knapp rasch genug. Wohnungstüre zu, grosses Aufatmen, so gross, dass ich einen gemütlichen und ruhigen Abend bis nach 23 Uhr verbringe. Ich hatte mich im Bett liegend erwartet. Jonathan hat mir so grossartig geholfen, dass ich meine Reise ruhig, still vergnügt ausklingen lassen kann. Mein Leben ist berechenbar und völlig anders. Klammheimlich schleiche ich den Anweisungen meines Körpers hinterher. Wenn ich ihm höflich diene, lässt er erstaunliche Aktionen zu. Die machen die Vergnüglichkeit meines Lebens aus.

DANKE JONATHAN, danke, danke, danke!

Drilling

Okay, das Gebäralter habe ich längst hinter mir. Neulich begegnete mir ein Schulkind mit Mami und meiner Behinderung, Hemiparese links. Gestern begegnete ich ein Mami, das sich die Zeit im Restaurant vertat, während mein Drilling, Hemiparese links, kletterte. Klar gebe ich gern eine Kopie meines Kinderbuches in die Hände von Mami und Drilling. Meine kleine Hoffnung, vielleicht zeichnet Drilling gern, bebildert mir die eine oder andere Geschichte meines Kinderbuches. Perfekte Bilder kann ich mir beliebig viele organisieren. Viel kostbarer wären mir Bilder eines oder mehrerer Kinder, die meine Haupthirnverletzung teilen.

Ich erinnere mich, wie ich eine kleine Löwin malte, kreuzfalsch, hirnverletzt halt. Solche Bilder kann keinE KünstlerIn nachahmen. Die Zeiten sind längst vorbei, als Künstler gemäss den Angaben ihrer BrotgeberInnen malten. Siehe Gebetstuch von Bruder Klaus von Flüe, Kunst gemäss seinen Vorgaben.

Falsches Sprachverhalten!

Mit meinen Sprachkenntnissen in Bärndütsch, CH-Hochdeutsch, Französisch, Latein, Englisch, Griechisch, Hebräisch, Spanisch, bin ich sprachlich unterdotiert, um mich im CH-Amtsdeutsch auszukennen. Ombudsxyz ist ein Punktus knacktus: Nordisch, wie auch immer, Bedeutung bitte selbst googeln. Da ich diesen Ombudsbegriff sprachlich nicht be-greife, benutze ich den Begriff Kanzelei. Die vermeintlich gerechtfertigte Korrektur folgt sogleich: Eine Kanzelei ist ein Begriff für ein Büro, in dem Juspersonen, bzw. Anwälte arbeiten, die 8-tung!, vor Gericht gehen.

Die Omegakanzelei stellt die Uhr immer auf 12 Uhr mittags: Verschiedene Gesichtspunkte, in dem speziellen Fall PatientInnen und Spital bzw. Ärzteschaft sollen sich finden an dem Punkt 12 Uhr mittags, wörtlich in der Mitte.

Warum die CH in diesem Fall einen nordischen Fachbegriff verwendet, spottet jeder Logik und jeder vernüftigen Sprachableitung: Allein mit Latein entspreche ich mit meiner Ausbildung keinem gesellschaftlichen Durchschnitt, sondern einer Elite. Mit Griechisch und Hebräisch kann ich sogar Sarkasmus auf seine Ursprünge zurückführen: Sarx = Fleisch, sarkare = zerfleischen.

Sämtliche hebräische, alttestamentliche Namen wie Ruth, Jonathan, Daniel, Eva, Adam entfalten sich mir logisch. Bei der blondhaarigen Melanie, die so gar nicht schwarzhaarig ist, schwitzen PfarrerInnen im Taufgottesdienst regelmässig. Nie habe ich eine schwarzhaarige Melanie getauft. Eltern sind erbarmungslos punkto Namenwahl für ihre Kinder. Lautmalerisch soll der gewählte Namen stimmen.

Nur der königliche Archie soll so tapfer werden wie sein unbescheiden gewählter Name. Harrison als Erstname wäre wesentlich fairer gewesen. Neugebackene Eltern und fair? Ein Gruss von den elterlichen Projektionen auf die zu leistende Zukunft ihrer Neugeborenen.

Maximalleistung reicht nicht…..

……. Solange ich denken kann, mein Bewusstsein reflektieren, bin ich nonstopp auf meiner Maximalleistung gelaufen, oft darüber hinaus und das kommt so: Ich sehe alles, aber vorgeburtliche Hirnverletzung sei Undank, die Verarbeitung der optischen Signale läuft in meinem Gehirn schlecht, pathologisch unterdurchschnittlich miserabel. Ein intelligenter Säugling wie ich, ein Kleinkind etc. mobilisiert sofort, instinktiv die Intelligenz, um dieses Defizit zu kompensieren. Das verbraucht einen beachtlichen Teil meiner Hirnleistung, ich schätze um die 50%. So erscheine ich allen Erwachsenen damals als tolpatschig, aber niemand, nicht eineR käme auf die Idee, dass meine Schludrigkeit organisch bedingt ist, in meiner hochoffiziell anerkannten Cerebralen Parese zu finden wäre, wenn von mir nicht noch mehr verlangt werden könnte: Die Bewegungen eines Kindes sind zu erwähnen, vom Ballspielen über den spitzen Zaun klettern bis auf der Erde robben, alles ist verlangt. Wer am Boden liegt, muss danach wieder aufstehen können, mit meinem Wachstum wurde der Weg vom Boden bis zu meinem Kopf nur eines, nämlich länger.

Kinder werden sozial angepasst, Höflichkeit, Respekt, kleiderpflegende Hübschheit, schliesslich waren wir nur Mädchen, ein Stammhalter hätte grössere Freiheit genossen, für uns unvorstellbar viel grössere. Wir sollten erwachsen werden und eine gute, sprich millionenschwere Ehe eingehen. Damals starben die Grosseltern früh, meine Mutter war mit 36 Jahren Vollwaise und damit hatte sie ein hübsches Vermögen geerbt.

Dann war da die Schule, trotz Mädchensein wurde eine Minimalausbildung angestrebt, Sekundarschule, THB, ein gängiges Erfolgsmodell für Mädchen. Durch die Leukämieerkrankung meines Vaters, bei seiner Diagnose war ich nur 10 Jahre alt, wurde uns die Ausbildung zur Matur und einem Studium aufgestossen. Das habe ich zu meinen Gunsten genutzt. Wenig Lust hatte ich, mir einen typisch weiblichen Beruf anzueignen. Ich wollte wie mein Vater sein, nur Mädchen zwar, aber mit akademischen Lorbeeren im Berufsleben.

Weil nur Frau, war mein Studiengang von schier unüberwindlichen Schwierigkeiten geprägt: In Windeseile machte ich das cand.-theol., weil ich irgendwann ins Ausland würde reisen müssen als brave Ehefrau, mein Studium unterbrechen. Was mich unterschied von den Frauen meiner Generation ist, dass ich meine Berufsausbildung unbedingt vollenden wollte. Das habe ich alleinerziehend mit einem Kind geschafft und danach war ich fast immer alleinerziehend, nach sechs Jahren mit zwei Kindern.

Meine Maximalleistung war nie gut genug, die Mehrheit der Bevölkerung wollte von mir eine wesentlich bessere Performance sehen. Recht hätten sie, wenn ich nicht behindert wäre, sowas von recht!

Immer heftiger

Meine Traumatherapie scheint so zu laufen, dass ein Haufen oder Berg abgetragen werden muss. So langsam dringe ich vor zum Grund. Jede Stdunde wird ein oder werden mehrere Traumas bzw. Traumatas verarbeitet. Auffällig der Stellenwert der Psychiatrie, des PZMs. Vier, geschlagene vier Stunden lang haben wir an dem traumatisierenden, leidiglichen Thema verarbeitet. Es ist für mich besonders qualvoll, dass ich in der Psychiatrie nicht Hilfe erfahren habe, die Nichtbehandlung nicht wertneutral war, sondern ich wurde masslos traumatisiert und retraumatisiert. Statt irgendeine Form von Verbesserung war ich ununterbrochen Grossstress unterworfen, war mir bewusst, dass ich Hilfe brauchte, nicht irgendeine sondern die Richtige.

Normal ist, dass ein Thema und sei es noch so schlimm in einer Traumatherapiestd. verarbeitet werden kann. Ich habe an mir seit 41 Jahren gearbeitet, vergleichbar einem wunderschönen Hausbau ohne Fundament. In der Traumatherapie baue ich mein Fundament und das Haus ist schon da. Kein Fitzelchen meiner Arbeit geht verloren, sie taugt allerdings nichts ohne Fundament.

Schon jetzt fühle ich mich und gelte ich als stabil. Noch einige tiefschürfende Stunden Behandlung und meine Seele kommt klar, hat das Schlimme verarbeiten und das Schöne kommt bereits von selbst in mein Leben.

Nein sagen, respektvoll

Das habe ich im 12-Schritteprogramm gelernt, dass „Nein“ ein ganzer Satz ist. Wenn ich beginne, mein Nein zu begründen, ist das nichts anderes als die Steilvorlage für meineN StreitpartnerIn einzuhaken, nachzulegen, in eine völlig unnütze Diskussion auszubrechen mit dem bescheidenen Ziel, dass ich nur kurz aufmucke und dann so wie bis anhin weitermache:

Will mein Gegenüber nicht, ist es schon längst weg. Also einer will gehen und der andere findet sich gut, die Interaktionen bringen genau den Gewinn, der gewollt ist. Einige lesen meine Posts hauptsächlich aus Sensationslust, fühlen sich angeblich persönlich und scheints fachlich mir hoch überlegen. Da bin ich eingereiht unter den täglich guten Taten, den Himmel muss man sich scheints verdienen.

De facto ist null und nichts Traumawissen vorhanden, die mir seit 38 Jahren nur zu bekannten und bewussten Fehlinterpretationen, Vorurteile werden grosszügig ausgeteilt. Wer echt denkt, dass mich das interessiern könnte, irrt sich gewaltig.

WORDPRESS kennt beliebig viele Blogs, die an gleichen, ähnlichen oder verwandten Themen arbeiten wie ich. Da liegt mein Interesse, zu finden auf jeder Seite ganz unten rechts, Blogs denen ich folgen möchte, wenn ich denn die Kraft und Zeit dazu hätte. Habe ich sie nicht, ist es ganz einfach, ich MUSS das, was mich davon abhält als Blubbertätigkeit beenden.

Da prallt frontal Selbstverständnis auf Selbstverständnis, Selbstwahrnehmung auf Selbstwahrnehmung: Wie einem Dreikäsehoch wurde mir schriftlich mitgeteilt, ich sei respektvoll behandelt worden auf Augenhöhe. Wie jetzt? Über meinen Kopf hinweg wird entschieden, was ich fühlen soll? NIE wurde gefragt bzw. diskutiert, was ich als respektvoll empfinde. Das und nichts anderes ist mein Massstab.

Meine Katze Spix kam auch ins Visier, angeblich sollen Katzen so oder so erzogen werden. Massstab, NT-Gehirn, voll funktionsfähig, nö, wer diese Leistung nicht erbringen kann, darf kein Tier haben. In meinen Augen kreuz- und grundfalsch. Ich erinnere mich lebhaft an eine ältere Frau, die mit ihrem Hund so Gassi ging: Sie schwer gehbehindert im angepasst umgebauten Auto, der Tierheimhund daneben, er wusste genau, in welchem Auto sein Frauchen sass. – 2. Bsp. Pferd: Vor 54 Jahren lernte ich meinem Pferd den Hals zu tätscheln, wenn uns etwas besonders gut gelungen ist. Tätscheln ist tätscheln und nicht hauen! Korrektur neulich: Ich solle streicheln und nicht hauen. Na dann viel Spass bei freudiger, akuter Spastizität: Murkse dein zapplender Bewegungsimpuls in eine Streichbewegung ab. Mit allem Respekt, diese Bewegung lerne ich nicht mehr um und jedes Pferd spürt, was ich ihm mitteilen will sofort und völlig spontan. – So machen unsereins NTs das Leben schwer, völlig unntötig, in ihren Selbstverständnis stets zu Recht.

Tiere können klug oder dumm erzogen werden, sie sind anpassungsfähig und Spix hat mir noch NIE vorgeworfen, dass ich behindert bin. Gucke ich ab und zu ins Inhaltsverzeichnis eines Katzenerziehungsbuch, dann wundere ich mich, was Menschen alles falsch machen können: Eine Katze ist kein Hund und keine Handtasche. Finde ich logisch und klar und alles andere ist Beobachtung, Respekt und Zwiegespräch zw. mir und Spix.

Mit 50 Jahren habe ich beschlossen zuerst und zuvorderst auf mich Rücksicht zu nehmen und mir nicht mehr von Dummköpfen einreden zu lassen, sie wüssten alles besser. Hoffnung habe ich für die Jugend, sie ist so anders erzogen als wir damals, dass was wirklich anderes nachwächst.

Zuhören tu ich selbstredend in meinem Block, andere haben die Bewegungen schon gemeistert, die mir täglich noch zu schaffen machen. Ein fachspezifischer Austausch findet statt, verblüfft bin ich, wie Mauern, die normalerweise hochgezogen sind, runtergeschraubt werden a la: Hilfst du mir rasch, ein andermal kann ich dir helfen. – Wie war das nochmals in meinem alten Block, wenn ich mit der linken Hand das Knöpfchen am Ende des rechten Arms einer Bluse nicht schliessen konnte? Ich erinnere mich noch ganz genau! Tshirts hangen mir sowas von zum Hals raus!

Jonathan spuckt

Ich war nicht dabei, als Jonathan geboren wurde, definitiv nicht.

Per Rückschluss erkenne ich, dass Jonathan nach seiner Geburt die Weisheit ausgespuckt haben muss, die er von Anfang an kannte:

  • Internettauglichkeit, er findet Apple und I-Phones cool.
  • 12-Schritteprogramm. Bei jeder unserer Begegnungen realisiere ich, dass er es intus hat.
  • Besonders zu schaffen machte ihm der Riesenbrocken Toleranz, der ihm schwer auf seinem Bäuchlein lag, bzw. der er sich in kurzen 22 Jahren erschaffen hat.
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Es gibt siche noch mehr Jonathan-Auffälligkeiten, die sich zufälligerweise mit meinen Defiziten ausgleichen. Nur weil er so weise ist, können wir soviel Spass haben.* Nie würde er von mir Unmöglichkeiten erwarten, die ich nicht leisten kann. Eine grossartige Generation wächst in ihm heran, klar, respektvoll und humorvoll im Kontakt.

Hin und wieder holen wir etwas Konf.unterricht nach. Ich kann nicht vollständig über mich hinauswachsen! :-)

Weniger begabtere Menschen behaupten immer, ihr Sosein sei der Massstab aller Dinge. Ich finde, die Jugend wird über meine Zukunft in der CH politisch entscheiden. Sie ist mein Massstab.

*DVD „Ziemlich beste Freunde“, Intouchables = Originaltitel.

Die Welt theologisch und realiter

In der Bibel kann nachgelesen werden, wie die Menschheit die Welt ursprünglich verstand: Ein Kosmos hat er sich von Anfang an vorgestellt.

In unserer Zeitrechnung wurde bekannt, dass die Erde rund, eine Pflaume ist, ausgerichtet nach den Polen, unserem Trabanten, dem Mond, unserem Sonnensystem, unserer Galaxie, Milchstrasse.

Scheinbar ist die Bibel total unklug, weil alles so anders scheint, als sich Menschen vor mehr oder weniger 3000 Jahren vorgestellt haben.

Nicht verändert hat sich das menschliche Gehirn: Je nach neurologischer Beschaffenheit glauben Menschen an einen Gott oder nicht. – Vermutlich war das immer so!

Wäre der Mensch demütig und bescheiden, würde er erkennen, dass er genau das Resultat seiner biologischen Zufälligkeiten plus seiner Erfahrungen ist, immer eingebettet in die jeweilige örtliche Zeitgeschichte.

EuropäerInnen haben diese Demut vor Jahrhunderten verloren. Sie verstehen sich persönlich und national als den Bauchnabel der Welt.

Hochkulturen wie die Griechen und die Römer sind im Westen untergegangen. Gleiches steht unseren gegenwärtigen Strukturen bevor: Die Mehrheit muss und wird von der Geschichte verschluckt werden. Langfristig überleben wird das, was sich flexibel anpassen kann und in den kommenden Strukturen seine Eigenheit bewahrt. Balkan hat sich neu formiert, die ehemalige DDR ist jetzt in der Bundesrepublik aufgegangen. Ich kann keine gleiche Augenhöhe erkennen bei dem Vorgang: Der sich selbst als überlegen verstehende Westen hat diktiert, der ehemalige Osten war finanziell bankrott. Die durchaus teilweise überlegene DDR-Kultur wurde, ohne Rücksicht auf Verluste, platt gemacht*. Nobel muss die Welt zu Grund gehen! Gegenwärtiges D überzeugt mich, CH, überhaupt nicht wirtschaftlich. Immer wird behauptet, D sei wirtschaftlich sicher und stark aufgestellt. 1 Eurojob summt mein Gehirn. 1 Eurojob, wart ab, ob dich das nicht einholt zu deinen Lebzeiten.

Ich finde die modrne Arbeitsarmut, Harz IV, die Altersarmut in D brandgefährlich. D stösst grenzmässig an die CH, wie F, das mit innenpolitischen Unruhen zu kämpfen hat und I, das schon immer chaotisch war und dessen Bevölkerung unglaublich langmütig scheint. CH ist von drei seiten mit Pulverfässern umgeben, so meine neurologische Wahrnehmung. A ist nicht perfekt, scheint seine Probleme nicht im Griff zu haben,, sie scheinen strukturell nicht ausser Kontrolle. A scheint reich zu sein. Hoffentlich täusche ich mich nicht. Vielleicht ist A schlicht diskreter und plaudert in den Medien weniger aus.

*Ein Besuch des DDR-Museums in Berlin lohnt sich. In TV-Kanälen wird, vermutlich auf folkloristischem Niveau, DDR-Kultur ausgestrahlt. Noch hat es lebende ZeitgenossInnen, die berichten und erzählen können.

Alle gefoltert?

Ich habe was nicht mitbedacht. NTs sind so dreist, unsereins gegenüber zu behaupten, alle Menschen seinen behindert, irgendwie oder sowieso, unbefleckt von Sachkenntnis, aber immer bemüht für diese klebrige Nähe, die mich zur Dauerduscherin werden lässt.

Im Analogieschluss müssen selbstredend ALLE gefoltert worden sein. Sie haben zwar null Ahnung und davon viel, aber wenn alle gleich und gleicher sein wollen, wurden auch alle gefoltert oder nicht?

Die für einfachste Gemüter gebaute Suchmaschine Google gibt darauf Antwort. – Nein jetzt, die Frage wurde nicht gestellt? Natürlich nicht, ich sollte nur mundtot gemacht werden. Google einsetzen, könnte, oh Schreck, in Arbeit ausarten! – Ist heute nicht Sonntag?!

NTs für mich unverständlich

NTs sind nach meiner Erfahrung total anders innerhalb ihres Gleichseins, nämmlch NT: Vom Chemieprofessoren zum Radrennsportler, zukünftigen Snookerweltmeister, der Wetbewerb ist gerade im Halbfinal am Lssufen, zum Bergsteiger, Tiefseetaucher…. He NTs müssen flexibel sein, um sich untereinander zu verständigen.

Tja und irgendwo ist diese Grenzlinie, behindert- nicht behindert. Dann setzt bei der Mehrzahl der NTs die völlige Amnesie ein, sie sind geschockt und haben noch nie einen Mitmenschen erlebt, der anders lebt als sie selbst.

Für mich völlig, total, überhaupt unverständlich!