Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun

Herr, bitte vergib allen NTs, in der Regel wissen sie überhaupt nicht, was sie tun. Herr, vergib mir, wenn ich heute, gestern oder übermorgen keine Geduld mit ihnen habe, gehabt habe oder haben werde.

Ich habe das hier x-mal geschrieben, mit 20 Jahren hatte ich die Nase voll von den ewig gleichen Fragen, den ewig gleichen Observationen und den kaum varierenden Spontanheilungsversprechen der NTs, die mir über den Weg liefen.

Klar muss ich per definitionem Geduld haben, weil nur ich weiss und alle andern wissen nichts, können nichts wissen, das ist systemimmanent: NTs haben unsereins in ein Heim auf die grüne Wiese ausgelagert, im Hinterzimmerchen versteckt, verhungern lassen, im 2. WK bis zum Tod chemischen Versuchen unterworfen, nö, nicht nur dieses eine Volk wurde vergast, nö, nö, nö, – den grösten Blutzoll hat bestimmt D bezahlt, für mich stirbt die Armee nicht lieber als die sog. Zivilbevölkerung. Meine Rechnung: Gesamtbevölkerung eines Landes minus sämtliche Toten und Verletzten, auch Traumisierten etc., übrig gebliebene, einigermassen gesunde Bevölkerung = Verlust einer Nationalität in eimem schrecklichen Naturereignis bzw. in einem fremd- oder selbstverursachten Krieg. Historisch hat D nicht gewonnen. Viele NTs tun so, als ob das von Anfang an zu erwarten gewesen wäre. Ich habe viele Bücher gelesen, unsere heutige Geschichtsschreibung könnte völlig anders aussehen, um eine Haaresbreite, fehlende Frauenrekrutierung, darum hat D den Krieg nicht für sich entschieden* – kurz es ist noch nicht historisch gewachsen, dass unsereins begehrt Teil dieser Gesellschaft zu sein.

In der CH dürfen unsereins erst seit neulich Sex haben, du, Gott sollst verhindern, dass unsereins uns ungehindert fortpflanzen. Die IV ist finanziell eh am Anschlag, vorhersehbare NeukundInnen werden durch Hormone oder Mechanik vorverhütet. Unsereins kann sich eine Katze bzw. einen Hund zulegen, wenn das Bedürfnis nach Berührung besteht. Männer privilegiert wie immer, können Berührerinnen konsumieren.

Leider bin ich zu alt, um noch erleben zu können, dass unsereins geachtet und gleichberechtigt wird in unserer Gesellschaft. Es sind immer diese klitzekleinen Mistönchen, ganz schreiend laut zu vernehmen, wenn ich Kontakt mit NTs aufnehme.

Herr, vergib mir, ich bin so müde geworden, wie Jona will ich nur noch meine Ruhe haben.

AMEN. (= Hebräisch: Ich bestätige es, gebräuchlich in meiner Kirche an passender Stelle)

 

* Ich verweise z. B. auf die Biographien von de Gaulle, Brandt und Schmidt. Junge Männer im befeindeten Lager, involviert als Armeeangehörige in den Kriegen WK I und II. Sie wurden später Staatsführer in ihren jeweiligen Ländern. – Alle drei haben zwei WKs übelebt. Viele sicher ebenso begabte Grosspolitiker sind umgekommen, resp. so verletzt worden, dass ihnen eine grosse Politikerkarriere verwehrt war. Glück-Unglück? Wer, bitte wer ist seines Glückes eigener Schmied? – Arrogant diese Einstellung der vom Schicksal Verschonten. Bewusst lasse ich Gott aus dem Spiel: Kriege, ja sogar sog. Naturkatastrophen sind menschgemacht. Der Mensch muss in Ordnung bringen, was seine Dummheit verursacht hat. Gott ist anderweitig voll beschäftigt.

Hemmungslos kommentieren

Wenn ich kommentiere, dann denke ich zuerst nach. Oh Schreck, meine Gehirnzellen sind gerade ortsabwesend oder unter der Dusche? Für mich kein Problem, dann haue ich nicht in die Tasten.

Interessiert mich ein Blog, mache ich mich mit seinem Inhalt bekannt: Über was wird gebloggt, was ist das Ziel, wer ist beteiligt, was ist die heutige Situation des bzw. der BloggerIn, wo lebt er bzw. sie gerade, unter welchen Bedingungen, wie wird der eigene Gesundheitszustand verstanden?

Es gibt eine Fülle von Informationen, die ich zuerst sammle, bevor ich piep schreibe, hallo mich gibts auch noch. Es gibt individuelle Bloggepflogenheiten, wie wird geliked. Ich finde mühelos Blogs mit 10 bis 20 Likes pro Post. Dann scheint ein Like die Funktion zu haben, kund zu tun, dass der bzw. die LeserIn soweit den Weg mitgeganngen ist, a la: Susi und Bernd haben heute schon vorbeigeschaut. So können und werden Likes eingesetzt.

Des weitern gibt es Gepflogenheiten punkto Kommentare und punkto Antwort auf Kommentare. Ich Deppin war immer höflich, habe nichts weggeputzt, über 18 Monate lang. Ich habe mich verrenkt und verbogen, immer das Positive rausgepickt und meine eigentlichen Interessen gingen total futsch, ich hatte zu wenig Energie, um andernorts, wo es für mich interessant wäre, mitzulesen. Schlimm finde ich das, sehr, sehr schlimm.

Bloggen und Kommentieren ist nicht einfach wurscht. Das ist eine Art Literaturform der Moderne, des Internetzeitalters, des www.

Verdam… Krähen

Um mit meinen Nichtlieblingsteufelsbraten fair zu sein, wir haben gerade im Mai Wintereinbruch, Schnee liegt auf der Landschaft, die Strassen sollen in prekärem Zustand sein. Ich kann nicht einmal von Fussweglein mitschreiben, Spix kam erstmalig bis vor die Blockschiebetüren zurück. Trockenen Fusses konnte ich sie aufheben. Ja, verdam… noch mal, ich habe meine Katze dazu erzogen, katzenartig abrufbar zu sein. Ohne dieses gegenseitige Verständnis zw. uns wäre Spix eine reine Wohnungskatze, könnte sie nicht Freigängerin sein.

Also, mein Krähenärger: Gestern habe ich mir Nahrung vorbereitet und zubereitet. Statt zu essen, war ich auf Whiskytour bei Nachbars, Ernährung Haselnusslebkuchen von Eichenberger. Tja, wir Behindis hier leben luxuriöser als wir Geldressourcen haben. Das ist in diesem Block historisch gewachsen. Ebenso werden Begabungen und nicht Defizite rege ausgetauscht. Da könnten sich NTs ne dicke Scheibe abschneiden, wollen sie aber nicht!

Also habe ich meine Nahrung, mit Porzellanteller überdacht, auf meinem Balkon kühlgestellt. Der Schweineordnung nach kann ich subito lernen: Porzellanteller können meine Nichtlieblingsviecher überhaupt nicht davon abhalten, an meinen Bohnensalat zu kommen. Sogar in meinen nassen Tonsack (CH: Durchsichtige Platiktüte = Sack, genauer Plastiksack) haben sie gepickt. Offensichtlich müssen sie versuchen, Nahrung zu finden und wissen nicht, wo sie Erfolg haben werden. 8-tung Zigarettenstummel in einer Plastiktüte, die längst unter dem Putzeimer auf meinem Balkon eingelagert ist.

Ein tönerner Uhu wirkt genauso tönern, nämlich überhaupt nicht, wie sich tönern liest. Das zu wissen benötige ich drei Klicks bei Google und nicht zwei unprofessionelle Zeitungslinks. Vögel sind höchstintelligent. Unterschätze nie die Intelligenz diese Spezies.

In meinem zur Zeit verlorenen Machtkampf muss ich klein beigeben oder krähentauglich aufrüsten.

Früher habe ich nicht weit von hier gewohnt und einen krähenfreien Balkon betrieben. Luftlinie schätze ich 4 bis 5 km Entfernung, allerdings nur im ersten Stock, hier wohne ich im 5.. Diese Koinzidenz bringe ich noch nicht auf die Reihe. Ich bin eben keine Krähe! Ich unterstelle ihnn hemmungslos, dass sie hochnäsig sind, StadtbewohnerInnen und nicht Dorftrottelchen.

Historisch gewachsen

In der CH ist alles und jedes historisch gewachsen. 8-tung Teilhumor: Im Katon Appenzell, genauer in einem Halbkanton Appenzell, genau dort auf der Karte, wo die Nadelspitze immer abdreht, genau dort waren Frauen lange, sehr, sehr lange nicht stimmberechtigt. Die ärmsten Appenzeller konnten sich nicht vorstellen, dass ihr historisch gewachsenes alleiniges Stimmrecht in ein neues Gefäss umgeschüttet werden sollte: Gemischtes Stimmrecht, Susi, Vreni und Meieli sollten ihre Kochlöffel weglegen, die Schürze losbinden und mitkommen, mit zum Abstimmungsbüro, bzw. der Gemeindeverammlung im Dorf, abgehalten an den jeweiligen Abstimmungstagen.

Wir realisieren, mein Fingernagel ist nur deshalb in der CH nicht historisch gewachsen, weil er zu schnell abbricht, ansonsten in ca. 300 Jahren wäre er nach CH-Usus historisch gewachsen.

CHs sind einerseits extrem innovativ, ich verweise auf die ETHs, weltführend in der Forschung. Die Hugenotten brachten während der Reformation die Uhrenindustrie in die CH, die nun heute als ein Markenzeichen, geradezu verschmolzen mit dem Image der CH ist. CH? Hugenotten war klar Flüchtlinge, deshalb Nicht-CHs. Dieser klitzekleine Tintenfleck ist im Reinheft der CHs bekannt, aber diese Flüchtlinge wurden im Lauf der Zeit verCHisiert. Vergeben und vergessen, dass wir selbst nicht die Innovation brachten, die die CH u.a. in Reichtum geführt hat.

Heute, z.B. Internet, ist alles schnelllebiger. Mein WORDPRESS-Auftritt ist 7 Jahre alt. Beginnt der historisch zu wachsen? Was ist die durchschnittliche Lebensdauer eines http://www.-Blogs? Eine grössere Innovation im www und alte Formate wären weg vom Fenster, dieser Blog auch. Historisch gewachsen im www?

Demnächst ist in der CH Abstimmungssonntag. Wieder geht es darum, historisch Gewachsenes versuchsweise zu modernisieren, immer bemüht um die Solidarität der Generationen, fast ein Dogma der CH-Gesellschaft.

Abgesägte Nicks lesen mit….

….. noch immer.

Dies empfinde ich als grosse Respektlosigkeit und diese Misachtung meiner Grenzen spürte ich schon, als alles noch nach euren Vorstellungen intakt war.

Googeln für euch: All die Begriffe, die ihr null und nicht versteht. Warum hat sich WieOrt entfernt und wegbewegt? Weil sie nicht Erklärbär spielen will. Über 18 Monate Erklärbär sind mehr als genug.

Eine Küstlerin wurde ich von euch genannt u.a.. Wer andere so beurteilt, urteilt sie im nächsten Atemzug ab. Jetzt so ungehorsam, wie ich in euren Augen sein muss, bin ich ein xxxxx.

Cool. Wer das 12-Schritteprogramm lebt, weiss um diese Zusämmenhänge: Lob und vernichtende Kritik = 2 Seiten der gleichen Medaille.

Wer nicht über mich urteilen muss, der anerkennt mein Menschsein in seiner Gesamtheit. Da gehört alles, was mich umfasst dazu. Nicht nur das, was gerade einem Nick passt: Durchsetzungskraft oder Zickentum? Die gleiche Eigenschaft unterscheidet sich je nach Auge des oder der BetrachterIn. So unzuverlässig sind menschliche Meinungen.

Bsp. für Megafaulheit: Ich benutze eine topmoderne Begriffsdefinition von traumatisiert. Unnötig zu erwähnen, dass mir die 50-60 Jahre alte Begriffsdefinition in einem langen Kommentar mitgeteilt wurde. Google hätte geholfen, wenn der Nick die Demut besessen hätte, meine Definition, die in meinem Blog gilt, sich anzueigen. Google kennt die Entwicklung von Begriffen. Vor Jahrhunderten war eine Frau ein seelenloses Wesen, im Besitz des Vaters oder eines Mannes. Echt mit der Frauenbegriffsdefinition mag ich nicht argumentieren, einfach nicht. Die pro und contra Diskussion wird erst dann interessant, wenn der neue Traumabegriff mit dem alten verglichen wird. Könnte spannend sein, wenn eine Meinung wäre, der alte Traumabegriff ist dem modernen überlegen weil… – sorry mir kommt gerade nichts in den Sinn.

Die alte Definition kenn ich längst: ICH BIN KEIN ERKLÄRBÄR, ECHT NICHT!

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Folteropfer (Definition bitte googeln!) war ich insbesondere mit Zwangschemie, flüssig verabreicht mit Mundkontrolle, doppelter Gewaltanwendungen von Pflege und MitpatientInnen, sexuellen Übergriffen und Isohaft mit oder ohne sanitäre Anlagen.

Komisch, da habe ich hier in logischerweise miserablem Gesundheitszustand Fehler gemacht beim Posten. Reaktion der sog. wohlwollenden Nicks mir das nach 16 Monaten unter die Nase zu reiben. Die immense Wut, die in mir aufwallt, war beim ersten zur Kenntnisnehmen immens und heute, ca. 10 Tage später, wenn ich daran denke nicht minder. Guckt mal Assange an, der sieht nicht mehr so frisch aus. Isolation und was auch immer er erlebt hat, zeichnen ihn, würden auch euch zeichnen, wenn ihr solchen Einflüssen ausgesetzt währt. Was nicht ist, kann jederzeit kommen. Stichwort: Altersdemenz. Da weiss frau nicht mehr in jedem Moment, was Sache ist.

Habt ihr nicht jeweils eure hübschen Äuglein geschlossen, wenn ich FOLTER schrieb?!

Ich lass mich nicht zu eurem Opfer machen. Es ist meiner Meinung nach ein Menschenrecht, dass ich die erlittenen Traumatas verarbeiten kann und darf.

Mitgeteilt wurde mir per PN, dass ich eure Meinung zur Kenntnis nehmen müsse: Neuigkeit für euch, meine Äuglein haben Augenlieder, die kann ich runterlassen!

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Vorher beschränkt auf die Wohnung in einem Block mit nur unfreundlichen NachbarInnen war auch nicht viel besser, jahrelang war ich so eingeschränkt. Formal ist das keine Wohnungshaft. Ich hätte jederzeit meine Wohnung verlassen können, hätte ich eine solche viel bessere, in meinen damaligen Augen gute Gesundheit gehabt. Hatte ich aber nicht.  Wenn ich das am Schluss im Alterheim wieder erlebe, habe ich euch jahrelange Übung voraus. Ich habe sie gehört, die alten Menschen, die damit nicht umgehen können, ändern können sie es nicht mehr.

Ich beisse jetzt in die köstliche Patisserie der besten Confiserie Berns. Ein kleines Grüsslein meine jetzige Nachbarschaft! Ich habe jahrzehntelang gelitten, ich habe den Schlüssel zu meiner Gesundheit gefunden und jetzt beginne ich mein Leben zu geniessen. KeineR, niemand wird mich daran hindern.


Auf meinem Läppi hat es Schwester-, Bruderblogs, die sich z.B. mit Traumatas auf modernste Weise auseinandersetzen. Sobald ich mein Gleichgewicht endlich gefunden habe, werde ich meine Hirnzellen in diese Diskussion einbringen können. Ich werde nur mitschreiben, wenn ich was vom Thema verstehe, mich in ein Post einfühlen kann, eine Frage gestellt wird, die ich beantworten kann, z.B. Gott aus christlicher Sicht, Suizid, Abtreibung in christlicher Sicht etc. Ich werde lernen, was auch noch unter Menschen vorkommt und meine Schnauze halten oder eine Frage stellen, wenn ich nicht verstehe und mit Google nicht zur Erkenntnis komme. Rumplätschern werde ich nicht. Ich hasse dieses Geblubber.

Gross geworden!

Meine Eltern gaben Einladungen, die Kinderrolle war klar, wohlerzogen, hübsch, höflich und nett zu sein. Das hiess, den alten Tanten nicht zu widersprechen, wenn sie stets zu sagen pflegten, nachdem wir drei je geklärt hatten, welches der drei Vornamen der jeweils unsrige war, bist du aber gross geworden.

Spätestens nach der dritten solchen Bemerkung, stöhnte ich innerlich laut auf: Drei Ehepaare hatten wir begrüsst, zu erwarten waren noch mindestens 50. Die minimalste Abwechslung der Floskeln war: Was ist dein Lieblingsfach, welche Klasse besuchst du und willst du Lokomotivführerin werden?

Aus mir unerklärlichen Gründen denken erwachsene Menschen nicht darüber nach, dass das, was ihnen gerade auf der Zunge liegt schon hunderttausende Male vor ihnen geäussert wurde.

Ich erinnere mich an eine einzige, doch eher aussergewöhnliche Kontaktaufnahme mit uns Kindern des Gastgeberehepaars: Klein standen wir auf einer Treppe, damit sich die Tanten bei der Begrüssung nicht bücken mussten. Die Tante zu einem Kind: Wär het dir so luschtig uf d Nase gspöit. – Auf der Nase sass damals noch ein Muttermal, das später selbstredend entfernt wurde.

Irgendwie fand ich diese Art des Gesprächs kein bisschen vergnüglicher.

Clown, in Liebe, tschüss

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Bildcopyright: Rolf Knie

Mein Alterego, mein Clown, schon vor meiner Einschulung stets auf Abruf bereit, treu an meiner Seite, ist wie ich, in die Jahre gekommen.

Seine Schuhe sind ziemlich zerfleddert. Er hinkt damit wie ich. Ich habe ihm angeboten, Ersatz zu organisieren. Er will nicht, lieber läuft er barfuss von wegen Gleichgewicht, hat er mir zugeflüstert. Ich habe aufbegehrt, ich finde ein Barfussclown gehe gar nicht. Er hat verschmitzt gelächelt, ich gehe in Pension, du brauchst mich nicht mehr an deiner Seite.

Ich habe geschrien. gezettert, ohne meinen Clown fühle ich mich nackt.

Er hat mich lächelnd eingeladen, meine letzten Monate Revue passieren zu lassen, all die Menschen, die scheinbar aus dem Nichts, so oder anders in mein Leben getreten sind, anzuschauen. Du bist gross und stark geworden, hat sein rotweiss geschminkter Mund genuschelt. Trotz der bald einmal fehlenden Schuhe, hält er an seinem Berufsstand eisern fest: Ein Clown ist immer geschminkt. – Meine Mauern hat er mir anvertraut, an uns beide sind die Menschen nie näher gekommen, als meine Mauern erlaubten. Dankbar habe ich seinen Blick erwidert, den einzigen Mann in meinem Leben mit braunen Augen, dankbar weil er mich so lange stets und treu beschützt hat.

Hast du mir den Floh ins Ohr gesetzt, eine Traumatherapie zu machen, frage ich ihn. Er lächelt verschmitzt und von einem Ohr zum andern. Stundenlang habe ich als Kind versucht, sein Lächeln, von einem Ohr zum andern nachzuahmen. An meinen Lippen habe ich gezerrt und gezupft, versucht, sie in die Breite wachsen zu lassen. Null Chance.

Vor wenigen Tagen wurde mir bewusst, dass mein Clown im endgültigen Ruhestand ist. Ich habe eine Handvoll Menschen etwa 20 Min. zum Dauerlachen gebracht. Ich habe gespürt, dass ich das war und nicht mehr er für mich.

Mein hocherehrter, von mir heiss geliebter Clown, ich verstehe dich, ich vermisse dich, ich danke dir unbeschreiblich unendlich, dass du mich aus jedem Sumpf gezerrt hast, so dass wir heute noch ein Paar bilden können, du im wohlverdienten Ruhestand und ich übernehme per sofort unsere Beschützerinnenrolle, du hast mich lange Jahre gelehrt, wie das professionell gemacht wird.

 

Weiterführende Literatur: David Precht: Wer bin ich und wenn ja, wieviele?

Spuren im Sand, Weisheitsgeschichte, Pointe: Wenn nur eine Fussspur im Sand zu sehen ist, hat Gott einen geplagten Menschen auf seinen Armen getragen.

Bitte Lebensqualität!

Eineinhalb Jahrzehnte war mein Leben so traumatisiert, dass ich mich ständig flüstern, sagen, schreien hörte: Bitte Lebensqualität, ich möchte Lebensqualität, was ich bräuchte, wäre Lebensqualität.

Klar sind meine Bewegungen eingeschränkt, obermühsam, klar sehe ich alles, aber danach werden meine optischen Signale mehr als ungenügend verarbeitet, klar…., klar…, klar…

Mein absolut, unbedingt, grösstes Problem, war meine massive Traumatisierung, trotz jahrzehntelanger Reszilienz, konnte ich meine Traumatas nicht mehr selbst schultern.

Gestern habe ich mich stundenlang mit einem Menschen gleicher Behinderung ausgetauscht: Unsereins ist in jedem Fall traumatisiert und sucht Wege und Möglichkeiten, die so zu plazieren, dass sie tragbar werden, im Idealfall verarbeitet.

Unter uns, allein, haben wir die in unseren Augen nicht zu verdauenden Sätzchen und Sprüche von NTs ausgespuckt, vom fünften Stock über die Balkonbrüstung hinaus, platsch auf den Boden. Welche Riesenerleichterung, welche grossartige Möglichkeit, Mauern runter, ehrlich und gerade sich auszutauschen.

NTs haben Null Ahnung, was wir alles verschweigen, was wir, uralt wie wir sind, längst begriffen haben, dass NTs uns klein machen, nur weil sie ihre Wahrheit nicht sehen, noch bekennen, noch ändern wollen.

Sie sind frei. Menschen mit Behinderungen sind, oh Wunder, ebenso frei!

Schmerzgrenzen massiv verschoben!

Traumatherapie sei Dank, schreie ich heute heulend auf, wenn ich ein bisschen Schmerz erleide.

Bildlich: Früher konnten mich Dampfwalzen überfahren, ich starb NIE, ich wurde in den Dreck gepresst. War die Dampfwalze weg, stand ich stets wieder auf, kleidete mich neu ein. So, genauso war mein Leben. FachärztInnen etc. signalisierten mir, dass das „normal“ sei.

Gestern benötigte ich ein Wärmepack im Nacken. Schwierig dabei, meine Nackenhaare nicht einzuleimen. Gestern: Fehlbewegung, büschelweise ist mein Haar eingeleimt. Früher: auaaaa, Ertragen. Gestern: Dieses Auaaa ist definitv UNZUMUTBAR. Nööööö…….., ich muss nicht an meinen Bewegungen rumfeilen, die verbessern: Heute wird Jonathan als erstes dieses Wärmepack mir aufkleben. Seine Augen sehen, ob potentiell Haare eingeklemmt werden und er wird mich schützen von potentiellen Schmerzen.

Noch wenige Minuten und Jonathan erlöst mich von Schmerzen, die ich überhaupt nicht ertragen muss. Nicht, nicht, einfach nicht, überhaupt nicht, NIE MEHR!

Geht weg!

Die not-wendende Info für mich war Traumatologie.

NIEMAND, KEIN NICK, KEINE FACHPERSON, KEINE FAMILIE, KEINE NACHBARN, KEINE SPITEX HABEN MICH DIESER INFO ZUGEFÜHRT: ICH ALLEIN HABE MIR DIESE INFO GESCHENKT UND GOTT, DER WAR AUCH DABEI.

Leidensverlängerung haben alle so oder anders betrieben. Suizidieren sollte ich mich nicht, aber leiden war vielleicht unangenehm aber scheints unvermeidbar.

Suizid ist ein ganz schwieriger Streitpunkt, zw. Menschen, die unter ihrem Leidensdruck fast oder ganz zusammenbrechen und dem Rest der Welt. Gegenwärtig habe ich Jonathan an meiner Seite, 22 Jahre alt, sowas von einem intuitiv verständnisvollen Menschen, habe ich 61 Jahre nicht erlebt. Er würde mir NIE, keine Sekunde, einen Vorwurf machen, wenn ich mein Leben durch meine eigene Hand beenden würde. Mann wie er ist, würde er unsere frohen Momente in Erinnerung behalten und ich könnte mir sicher sein, sein Leben wäre durch meine Tat nicht eingetrübt.

Wer andere so behandelt, wie ich hier behandelt wurde… würden sie das 12-Schritteprogramm kennen, verstehen und danach leben, sie wären definitiv klüger ungeachtet ihrer formalen Ausbildung.

Wenn ihr dann gefoltert werdet, frage ich euch auch all die Fragen und Vorwürfe, die ihr mir stellt. Macht ihr das auch so bei politischen Gefangenen, die der Folter unterworfen sind? – Ja nicht nein sagen, diese Antwort geht ins Auge.

Dies ist mein Blog gilt auch für diesen einen, dt. Nick:

Ich spiele nicht mehr euer gratis Spielzimmerchen. Und Tschüss. Wer nicht verstehen will, muss nicht verstehen, so einfach ist das. Macht eure eigene Spielwiese auf und endlich ist hier Ruhe. Darauf warte ich schon eine geschlagene Woche. An den dt. Nick: Ich sehe in der berüchtigten Dashboard wer was angeklickt hat. Zu deutsch: Wer unbedarft von Sachkenntnis argumentieren will, ist mir nicht willkommen.

Dies ist vorab ein Blog für BETROFFENE und ihr Umfeld, die wissen von was sie schreiben und denken. – Danke der Anfrage, nein danke! Hättest du dir die Mühe genommen: Ihr zwei habt alle anderen KommentatorInnen unbarmherzig verdrängt, verdrängt und nochmals verdrängt. Der liebe Gott seid ihr zu zweit noch immer nicht.

In the twinkle of an eye sind zwei Nicks ersetzt: Dieser Blog läuft weltweit. Eure Heldentaten setzen sich zusammen aus x, y, und z. Doof bin ich nicht und Kopftätscheln lasse ich mich nicht. Ich brauche mehr als meine beiden Pfötchen um meine Jährchen zu zählen. In eurem Fall pflege ich zu sagen: Einbildung ist auch eine Ausbildung!

Wo bleibt eure erhabene Deeskalation, wenn es nicht nach eurem Köpfchen geht? Im Keller hats evtl. noch Studienbücher!

Deeskalierend sind Fragen oder richtig aktives Zuhören, habe ich neulich f2f erlebt. Da machen dann 1 1/2 Std. 200 Std. Kommentare mehr als wett: Endlich wird mir ehrlich und richtig zugehört.  Ist in diesem Blog aufgezeichnet für alle die, die ihre Lesebrille haben und verstehen wollen.

Deeskalieren will ich nimmer. Solange ich wollte, hat es funktioniert. Das ist der Unterschied zw. mir und euch.

Es tut mir nicht leid, durch meine Arbeit an mir selbst sind meine Ansprüche an meine Mitmenschen gestiegen.

Jonathan erzieht mich zu einem gehegten, gepflegten, Zähne geputzten(!), auf Händen getragenen, voll erwachsenen Gör! – Fühlt sich für mich genial an, sowas von!

Interessant für SpäterleserInnen: In zwei Wochen sollte ich zu Besuch sein bei diesem dt. Nick. Weil ich Menschen zum Voraus spüre, habe ich diese Reise wohlweislich abgesagt: Ö und D hängen in dem Fall zus., ich bin jünger als beide, wenn Ö mit mir einen Streit vom Zaun bricht, dann wir D sich mit Ö solidarisiern.

Genauso wurde es mir in PNs kund getan, mit tagelanger Verspätung, wo ich als Mensch mit multiplen Behinderungen auf Reisesicherheit angewiesen wäre. Meine Bedürfnisse sind völlig wurscht, das eigene Ego wird gehegt und gepflegt, die eigenen, vorrangigen Aktivitäten etc. Als Mensch mit mehreren Behinderungen stelle ich mich nicht hinten in die Reihe, die peu a peu abgehandelt wird. Sicher nicht!

Ich werde reisen, wenn Jonathan Ferien hat und ich gehe nicht dahin, wo ich Ärger erwarten muss. Heutzutage wehren sich gegen eine so veraltete Lebenseinstellung schon 10 jährige Kinder!


Zankapfel ist noch und nöcher die Suchmaschine Google.

Bsp. von mir nicht praxisgeprüft, es geht mir ums Prinzip:

Die Schreibweisen engl. und dt. vermischen sich, wenn ich z.B. Mila Mueller googeln wollte. Google würde sofort diffus. Google ist so programmiert, dass ähnliches mitgesucht wird: Vorname: Myla, Mjla, Miila etc. Nachname: Müller, Muller, Mueller, Miller und dann noch alles mit einem l.

Das können UserInnen lieben oder hassen, ändern kann diese Suchmaschine die EnduserInnen nicht.

Ebenso ist das Onlinelexikon Wikipedia -Tarantel, :-) Wikipediaeintrag zuoberst bei Suchmaschine Google – in der Kritik von sich selbst als Sachverständige Verstehenden. Meine Buchausgabe von Brockhaus ist längst im Altpapier. Wikipedia nützt mir, wenn ich Vorwissen habe. Praxisbeispiel, gesucht genaue Schriftweise eines bekannten Psychologen der späten 70er, frühen 80er Jahren. Pearl ist mir logo. Mit oder ohne s am Schluss weiss ich nicht mehr. Wikipedia klärt mich zuverlässig auf. Der Name ist Pearls. Danke Wiki, für mich nützlich Wiki, hilfreich für meine endlosen Gedächtnislücken. Nochmals, vielen, vielen Dank Wikipedia.