Katzentunnel für Fortgeschrittene

Den ersten, kleinen Katzentunnel haben die 6 Welpen in Minimalzeit zu Boden geritten, den habe ich heute entfernt. Kein Jahr war der in Gebrauch, völlig Katzen untauglich.

Heute war ich wieder einmal im Qualipet, teure Spielzeuge, die gekauft werden, aber im Gebrauch……. eh nicht für draussen. Ein Spielzeug ist kleiner als das Katzennetz von Qualipet. Das fliegt raus und weg ist es.

Bei Thema Katzenklo bin ich nicht fündig geworden, für die Dachterrasse ohne diesen Filter gegen den ultimativen Katzenklogestank gibt es absolut nichts, Für den Winter kann ich mir ebenso gut einen umgedrehten Waschkorb zulegen mit Katzeneingang. Regnet es, saugt der Katzenstreu halt Regentropfen auf.

Nassfutter gibt es nur in Einzelportionen. Ich solle „grosse“ Büchsen öffnen. ich im Handrolli. „Sehe ich so aus, als könnte ich diese Bewegung besser als Beutel aufreissen?“

Damit ist klar, Behinderte dürfen nur ein bis zwei Katzen halten, „Sehe ich so aus oder will ich behinderten Kindern helfen, weil ich weiss, wie einsam eine Kindheit mit Behinderung sein kann?“

Nun habe ich einen neuen Katzentunnel. Der hat keine Sprungfeder drin, wenn die Welpen drauf springen, wird er platt gemacht, dann höckelt die Katzenmama drauf und findet, das sei nun gerade ihr Ruhekissen. Wenn schon nicht Samt und seide, wenigstens ein Katzentunnel als Textilie unter den Po.

Katzen sind einfach urkomisch.

Die andern sollen perfekt sein

Wir leben in der Schweiz in einer Welt der höchsten Ansprüche, Besserung nicht in Sicht. 20 Min. hat schon einmal über den Fall berichtet, es geht um Ladendiebstahl, der in dem EINEN FALL NICHT STATTFAND.

Ich muss unter mangelnder Fantasie leiden, weil im zweiten Artikel steht, wie heutzutage gestohlen wird in einem Secondhand Shop. Dass die Person, der zu Unrecht unterstellt wurde, gestohlen zu haben in der Akutsituation sich beleidigt fühlt, finde ich verständlich.

Mir nie im Leben vorstellen konnte ich, wie Menschen offenbar stehlen. Mir fehlt die Fantasie. Letzte Woche hatte ich im Rollikörbli zwei reife Avocados, die ich nicht aufs Band gelegt hatte, aber schon bezahlt. Als ich die Einkäufe verstauen wollte, sah ich die beiden und bezahlte sofort sie auch.

Als ich noch Fussgängerin war, hat sich mal eine Cervelat verschloffen. Mit der bin ich sofort zur Kasse gelaufen. Der Kassierer war etwas erstaunt, ich war dort Dorpfarrerin. Mache ich schlicht nicht. Nicht obwohl ich absolut keine Ehre mehr zu verteidigen habe. Bei der Cervelat in den 90er Jahren hatte ich noch eine Ehre zu verteidigen. – Tempi passati.


Am K2 sind BergsteigerInnen über einen sterbenden Mann, einen Menschen gestiegen. Er muss laut Medien einen unendlich langen Todeskampf erlitten haben, was rein zufällig eine Drohne gefilmt hat.

Ich sage immer, dass der Mensch das grausamste Raubtier ist und ernte erstaunte Blicke. Ist doch so, nur Menschen haben Folter erfunden, nur Menschen haben ausgeklügelte Technik erfunden, um anderen Menschen maximal zu schaden.

Tiere kennen Schwarmintelligenz. Tiere jagen im Rudel um nicht zu verhungern. Werkzeuge benutzen z.B. Affen, um damit an Nahrung zu kommen. Krähen sollen blitzgescheit sein. Meine Katzen wechseln täglich , wen sie am Futternapf dulden, wer angeknurrt wird und wer mit wem Fressen teilt. Meine 10 Katzen begrüssen mich so überschwänglich, wenn ich mit Fressen daher komme, dass ich es momentan vorziehe sie per Katzentunnel zu füttern.

Wenn einige Bäuchlein voll sind, dann gibt es für die Geduldigeren „Hochsitzfutter“.

Was der Mensch macht an Vernichtung, bringt nur der Mensch zustande: Gefühle anschalten, Gefühle abschalten. Tiere sind immer gleich ehrlich.

Meine neurologische Behinderung als Freifahrtkarte für Social Blaming

Gestern Abend, das wäre ein klassisches Beispiel fürs Lehrbuch gewesen, was man gegenüber Hirnverletzten absolut zu unterlassen hat:

Ich wohne im Miteigentum über 13 Stockwerke a zwei Wohnungen, im Parterre hat es eine. Der Block ist aus den 60er, 70er Jahren, das ganze Quartier eine einzige Fehlkonstruktion des Architekten Georges Thormann. Er wollte ein autofreies Quartier entwerfen, bis zu Ende durchdacht war das überhaupt nicht.

Vom Studio bis zur 6 1/2 Wohnung gibt es alle Grössen. Es gibt Attikawohnungen mit grossen Dachterrassen, ein Grund zu ewiger Eifersucht. Mein Wohneigentum umfasst in zwei Blöcken meine Attikawohnung mit grosszügiger Dachterrasse, eine 6 1/2 Wohnung und ein Studio. Das ist eine Kampfansage zumal nur meine Wohnung belegt ist, die beiden andern scheinen leer zu sein, warten auf die Ameisi, meine Stiftung.

Ich alleine in der Attikawohnung und zwei Wohnungen Leerstand, das Studio wird die Geschäftsadresse der Stiftung, das kommt nicht auf den Mietmarkt.

Behinderte haben in der Stadt Bern per definitionem arm zu sein. Bin ich nicht, das Kriterium erfülle ich um Meilen nicht. Nun haben sich die Liegenschaftsverwaltung, die bald gegangen wird und der Ausschuss, der wohl strafrechtlich abgewickelt wird, in den Kopf gesetzt, mich aus Wohneigentum raus zu mobben.

Das geht so: Alles, was Hirnverletzte nicht ertragen, wird mir dauerpräsentiert, bis mein Leistungsniveau total versagt.

Gestern kam ich abends, es war noch hell, nach Hause. Ich stellte mir vor, wie bequem ich es in wenigen Minuten haben werde, nur noch diese schwierige Türöffnung und dann ab ins Bett. Ich rolle in den Block zum üblichen Nadelöhr, dem Türschloss vor dem Lift, wo ich links, ganz in der Ecke einen Schlüssel reinstecken muss und drehen, das bei Hemiplegie links, mit einem Rollstuhl mit Lenker nicht Joystick.

Sitzen mindestens drei Menschen mit zwei Hunden auf der Sitzbank, der eine Hund verbellt mich stets, die Besitzerin bestätigt ihn ohne Unterbruch, er solle nur weiterbellen. Im Eingangsbereich gibt das einen absolut unerträglichen Heidenspektakel, der ist rundum mit Kacheln, oben Betondecke.

Es kam, wie es kommen musste, es gab eine Szene, weill die Personen und der eine Hund daueraggressiv sind. Sofort wurde ich mit Social Blaming konfrontiert, da sich die Frau weigerte mit dem Dauerbeller raus zu gehen, damit ich Ruhe habe und meine Bewegungen ausführen kann, ich will ins Bett so schnell ich kann.

So ober uncool und sozial inkompetent, was diese Personen abgeliefert haben. Der Vernünftigste im Raum wat der zweite Hund, der bellte nicht mit.

Eine freundliche Person mit drittem Hund kam von innen, hielt die Türe so lange offen, bis ich meinen Ersatzrolli(!) durchmanövrieren konnte. Schade, dass freundliche Menschen in Bern schweigen und MobberInnen ins Leere laufen lassen. Wäre nicht eine schweigende Mehrheit, ginge es allen Behinderten besser in der Deutschschweiz. Hätten wir Behinderte in Mauselöchern Platz, wir würden SOFORT menschliche Wohnungen verlassen. Dieses Dauergemotze geht auf den Geist aus der Sicht Behinderter nicht der MotzerInnen.

Demokratie, mündige BürgerInnen, Eigenverantwortung wird gross geschrieben

Ich weiss nicht, wie sich gewisse Menschen eine funktionierende Demokratie vorstellen ohne Eigenverantwortung.

Watson berichtet, ein Mann sei in Utah erschossen worden bei einer Hausdurchsuchung. Offenbar hat der Mann zuvor Präsident Biden in den sozialen Medien bedroht mit Waffengewalt und andere Personen.

Biden reist heute nach Utah und spricht öffentlich. Der Erschossene wurde als ernst zu nehmende Gefahr eingestuft, es kam zur Hausdurchsuchung, bei der er erschossen wurde. Unklar, ob er bewaffnet war oder nicht. 1. Kommentar auf Watson: Das wäre wichtig zu wissen, ob „ja“ oder „nein“.

Wer sich einbildet, auf Social Media mit Waffengewalt gegen ausgerechnet einen USA Präsidenten drohen zu können, der hat schon verloren. Da war doch in den 60er Jahren ein Vorfalll mit Waffengewalt und Präsident Kennedy war tot. Die Null Toleranzgrenze ist längst erreicht.

Eine Demokratie lebt von mündigen BürgerInnen, die Selbstverantwortung übernehmen und sich nicht wie Kleinkinder benehmen, die noch nicht wissen, wo eine tödliche Gefahr lauert.

Die juristische Güterabwägung ist völlig klar: DAS LEBEN DES PRÄSIDENTEN GILT ES ZU SCHÜTZEN, nicht die „Meinungsfreiheit“ eines Einzelnen, von dem nicht bekannt ist, ob er seinen Worten Taten folgen lässt. Der fällt unter Sicherheitsprävention, nicht Kleinkinderkram a la: „Ich habs nicht so gemeint, ich, ich, ich……“

Täglich Waldbrandmeldungen heute Hawaii

Bei Waldbränden ist ein Problem, dass es Gegenden gibt, die neu betroffen sind oder TouristInnen haben, die überrascht werden.

Hawaii scheint mir ein solches Gebiet zu sein. Es gab Tote.

Sechs Personen haben sich ins Meer gerettet vor den Waldbränden. Sie konnten geborgen werden. Was für eine Wahl, Feuer oder Wasser mit evtl. Überlebenschance, was in dem Fall geklappt hat.

Es reicht nicht, weg von den Flammen zu sein, es gibt Rauchvergiftungen, das reicht, um ein Leben zu beenden.

Man stelle sich die Situation vor, auf Reisen oder in den Ferien zu sein, mehrheitlich ortsunkundig und soll in einem Notfall sich retten können. Nicht alle waren PfadfinderInnen.

Ich erinnere mich gut, dass meine jüngere Tochter in der Grundschule eingetrichtert bekam, sich in einem Tunnel, es gab einen entsprechenden Vorfall in den Medien, nach unten zu retten, allenfalls mit Brandwunden durchs Feuer. In dem Vorfall in den Medien waren alle Menschen gestorben, die sich nach oben hin retten wollten. Dort war der Rauch und das Feuer frass sich hoch nicht so sehr runter.

Andere, die sich nach unten evakuiert hatten, überlebten, wenn auch verletzt. Ein Detail kann im Notfall über Leben oder Tod entscheiden. Die MittelschülerInnen bekamen damals eine heftige Lektion, wie gefährlich synthetische Textilien seien. Wir haben das an den Tischgesprächen im Pfarrhaus diskutiert, was offenbar in der Schule nicht geschehen war, irgendeine objektive, ruhige Diskussion, nur Angstmacherei. Funktionswäsche hat klar ihre Vorteile, im Feuer ist sie verheerend.

Hochfunktionale AutistInnen können nicht priorisieren

Irgendwo in den Schweizermedien ein Artikel über IT Firmen, die AutistInnen anstellen, weil sie die besten sind für IT.

Dann kommt immer die Frage des KundInnenkontakts. Offenbar gibt es dafür eine Fachperson, die 8-ung hauptsächlich die Kundschaft coachen muss, was zu erwarten ist, wenn die IT Fachleute, ehrlich sind, geradeaus denken und sprechen und sich nicht um sieben Ecken rum verbiegen, um die Gefühle anderer nicht zu verletzen.

Autistin bin ich nicht, das Thema ist mir mehr als vertraut.

Sog. Behinderten wird ab erstem Atemzug am Zeugs rumgeflickt, sie werden korrigiert, kritisiert, „Spielerisch“ angeleitet in der Kindheit Orthofähigkeiten zu erlangen, mehrheitstauglich zu werden, was per definitionem nie gelingen wird, weil es nicht z.B. der AutistInnen Begabung entspricht. Unendliche Energie wird so verschleudert, verlocht, irreversibel verbraucht mit Vorstellungen, Menschen könnten „geflickt“ werden, statt dass sie gefördert werden in ihren Begabungen.

Die Übergriffigkeit der sog. Mehrheit wird als selbstverständlich und erlaubt dargestellt, was de facto Ableismus und Paternalismus darstellt.

Kommt die andere Wahrnehmungsweise z.B. einEr AutistIn, die/der mühelos aufzählen kann, was an der Mehrheit Verhalten völlig unlogisch ist, überhaupt nicht böse gemeint, sondern einfach so offensichtlich und sofort setzt die Empörung, das Gejammer darüber ein, wie unerzogen diese „Behinderten“ seien.

Zwei völlig unterschiedliche Messlatten werden angelegt, eine für die angeblich Behinderten, die fachlich haushoch überlegen sind, was wider den Sprachgebrauch „behindert“ steht. Niemand ist verpflichtet, so dumm zu sein wie die Mehrheit. Ein Irrtum total dieser Mehrheit.

Für Nichtigkeiten, wie, wir plauden Smalltalk übers Wetter oder Hobbies oder ein Buch aus der aktuellen Bestsellerliste, was unendlich langweilig ist, nicht einmal ich mache, wird dann die grösste Wichtigkeit der Welt proklamiert und der/die Hochbegabte daran gemessen und schwupps das Etikett „behindert“ angehängt.

Niemand ist behindert, es gibt ganz unterschiedliche und ANDERE MENSCHEN. Jeder Mensch ist anders als der andere, das trifft sogar marginal auf eineiige Zwillinge zu. Die Lebensaufgabe von jedem Menschen ist völlig anders, egal, ob wir an Vorhersehung glauben oder Zufall.

Wenn Leistungsausfälle da sind, werden sie kompensiert in dem Mass der Möglichkeit, Wichtigkeit und vorhandenen Geduld.

Ein Vater mit einem schwerstbehinderten Sohn, erwachsen, hat mir erzählt und er war erschüttert, dass dieser damals junge Erwachsene seine Sexualität leben kann mit seinen Möglichkeiten alleine. Er hat es geschafft trotz massivsten Bewegungseinschränkungen ohne fremde Hilfe, sich einen Orgasmus zu verschaffen.

Seit wann ist der Sexualtrieb in der Moderne, vermutlich seit Sigmund Freud, eine der stärksten Motivationen, die ausgelebt gehört, zumindest für Männer?

Jedes menschliche Gehirn organisiert sich im Laufe der Jahre und macht das bestmögliche aus sich selbst.

Was für ein Unsinn, diese Etikettierungen, die Dummen erheben sich über partiell Hochbegabte und geifern: „Ihr seid behindert.“ Darauf gäbe es genau eine Antwort: „Ihr seid ehrbar dumm, schweigt endlich.“

DAS hat die dumme Mehrheit, so schlau ist sie allemal, als unhöflich definiert. Ist aber so. Dieses Gemecker, was aus der Dummheit stammt, geht unendlich auf den Geist. Je älter ich werde, desto vermehrt bin ich alleine mit meinen Katzen, alleine in meinen Autos, gehe raus, wenn andere noch schlafen oder hoffentlich Mittag essen. Ich bewege mich instinktiv quer zum Mainstream.

Der Zeitungsartikel, den ich nicht verlinke, der hat Ableismus drin, Paternalismus, aber er MEINT ES GUT, das Maximum, was heutzutage in der Schweiz erwartet weden kann.

Solange diese Asymetrie bestehen bleibt, dass die eine Seite, also die Mehrheit, der Minderheit, 22% der Wohnbevölkerung geigen kann, was sie alles an Klischees und Vorurteilen hegt und pflegt und wenn wir Behinderte Antworten, dass diese Mehrheit mal vor ihrer eigenen Türe kehren soll, weil ihre Defizite viel grösser sind, als die von uns und schwupps sind wir sehr sehr frech, das nächste sog. Defizit der Minderheit, änder sich nie was.

In der Weltpolitik emanzipieren sich nun Staaten, definieren sich als neutral und wollen ihre eigene Politik an keinen der drei Grossen angelehnt, nicht USA, nicht China, nicht Russland.

Es ist wie im Grossen so auch auf der Eben von Idividuum zu Individuuem, weil alle Menschen haben Gehirne mit denen denken sie oder denken sie nicht über alle Lebensbereiche nach von der Weltpolitik bis zur Tigermücke oder dem Teilchenbeschleuniger Cerne. Musk will mit denselben Gehirnen bis zum Mars fliegen können. Gelingt es, gelingt es nicht, „time will tell“.

Darum ist und bleibt die Schweiz das dümmste Land der Welt, weil sozial völlig inkompetent im Grossen wie im Kleinen.

Auf der Bühne der Weltpolitik, also die sieben BundesrätInnen haben kein Konzept, keine Wahrnehmung, was das Land, der Staat Schweiz in der zerstrittenen Familie aller Länder und Zugehörigkeiten (z.B. Kurdinnen haben kein Land, aber sind KurdInnen) taugt. Ich weiss nicht, ob sich die offizielle Schweiz je politisch weiter ins Abseits geschossen hat als momentan.

Bundesrat und Aussenpolitik

Journal21 bringt es einmal mehr auf den Punkt. Die Rechte und die Linke, die unheilige Allianz. Sachpolitik war gestern, Vernunft sowieso und die Wahrheit ist längst ausgewandert.

Punkto IV-Politik hat Blocher in den 90er Jahren den verheerenden Begriff „Scheininvalide“ erfunden und irgendwer „Beeinträchtigung“, weil unerzogene Kinder und Jugendliche den Schimpfbegriff erfunden haben. „Du bist behindert.“ Darauf gibts genau eine Antwort: „Gott sei auf den Knien gedankt, lange nicht so behindert wie du selbst.“

Nennt sich freudsche Projektion, die feiert Hochkonjunktur landauf, landab. Wenn die wüssten, wie sie wirken, die sich einbilden normal zu sein und ständig die Gesetze brechen. Sehr „normal“, also irgendwas anderes als ich.

Ich identifiziere mich mit vernunftbegabten Menschen, die gibts in jedem Alter. Vernunft siedelt sich dort an, wo nachgedacht wird, wo keine Gier herrscht, weder die Welt noch die Mitmenschen als Selbstbedienungsladen angeschaut werden. Kennzeichen auch, man gibt eigene Fehler sofort zu. Solche Menschen gibt es, denen fällt nicht das Krönchen von Kopf, wenn sie zu ihrem Menschsein stehen. Wer sich selbst nicht im Griff hat, immer Sündenböcke sucht, tja, der/die/das verstehen sich als normal, bekömmlich sind sie nicht.

Sieht man nun nach Covid: JedEr findet der/die/das andere soll vernünftig sein und fliegt in die Ferien. Covid gab zwei Jahre Zeit, sich andere Gewohnheiten zuzulegen, was klimapolitisch Sinn machen könnte. Weitgehend verpasst, Fernreisen boomen, endlich wieder.

Nur die Schweiz hataussenpolitisch nochmals einen Ruck Richtung eingerollter Igel gemacht. Was Blocher nicht vollenden konnte, liefert die Linke freiwillig nach.

Im Deutschlandfunk gibt es einen Beitrag, der sich mit der Segregation Behinderter befasst. Grundübel ist die Einbildung sog. „Normaler“, sie seinen unter dem Strich sämtlichen Behinderten überlegen. Nun muss aber der Behinderte ständig innovativ sein, um das zu erreichen, was er/sie/es will. Gibt Neurotraining, was x-fach überlegen ist, den sog. Normalen.

Als ich an verschiedenen Orten in Institutionen im AHV-Bereich mitlebte, war ich innerlich hell entsetzt, wie gering der Output eines ganzen Lebens sein kann. Diese Untugend ist weit verbreitet.

Ich habe mich wiederum gekugelt vor Lachen, über ein Ehepaar, was ich vor Jahrzehnten im Vorbeigang kennen lernen musste, immer schön in Habachtstellung vor dem weltlich ach so wichtigen Ehemann. Nun im AHV Alter diktieren die Gesundheitszustände der Frau, wos lang geht und er rennt. Fand ich ausgleichende Gerechtigkeit, seine „Wichtigkeit“ hatte er, nun kommt das Wesentliche.

Es gibt Menschen und fertig. All diese Etiketten, Schubladen und Labels über Unterschiede und Wichtigkeiten, ist eine Illusion der Menschen, die sich sowas einbilden. Daraus folgt die ewige Eifersucht. Andere Kulturen leben nicht so und sind viel wohler damit.

Sven Epiney, das Müsli, Pfadiname

Heute Morgen, das internationale Pfadilager muss evakuiert werden in Seoul, wieder einmal Sven Epinay zum davonlaufen. Nebst den Fakten, was alles in Seoul nicht programmgemäss läuft und lief, lässt er auf Radio SRF1 alle wissen, er habe in der Pfadi Artus geheissen.

Dann kommt der Clou, er suche für Sonja Hasler einen Namen. Etwas später, er habe ihn gefunden, er finde „Müsli“ passend.

Ich weiss warum diesmal ernsthaft die SRF Gebühren gekürzt werden könnten bei der kommenden Abstimmung: Diese ewig gestrigen Homosexuellen fühlen sich dort als Könige, die die Mehrheit der Bevölkerung immer noch heterosexuell, nicht mehr hören mag. Deren Humor geht einen irgendwann nur noch auf den Geist. Nein, bessert wird er nicht.

Watson und Film

Am Filmfestival Locarno. Den Artikel finde ich gut. Die ersten paar Kommentare hacken sofort auf einem Fehler, der sich eingeschlichen hat rum.

Hat mir gerade nicht gefallen, könnte man als Mail der Redaktion schreiben. Watson ändert sowas, wenn es einleuchtet sofort.

Vermutlich ist damit der Tonfall der Kommentare gesetzt. Es geht nicht um Inhalte, aber dieses ewige Gemecker. „Nur wer nichts macht, macht keine Fehler.“

Es kann sein, dass Betroffene kommentiert haben, es kann sein, dass irgendwelche paternalistisch „Begabte“ sofort den Tonfall der Kommentare usurpieren wollen und es getan haben.

Viel spannender wären Kommentare mit erfüllten Lebensträumen Behinderter, weiteren Beispielen, was alles möglich ist, wie „crippling up“ funktioniert ausserhalb des Films, sogar im letzten, allerletzten Staat der Welt, genannt Schweiz.


Die Kommentare sind sechs Stunden später ein Rohrkrepierer: 1. gibt es ganz wenige, was zeigt, wie heikel es empfunden wird über das Thema Behinderung sich überhaupt auszutauschen. 2. Folgen die üblichen Restriktionen: Wir seien Menschen mit Behinderungen, nicht Behinderte und noch viel schlimmer Menschen mit BEEINTRÄCHTIGUNGEN, dann ist endgültig Hopfen und Malz verloren.

Von Mut und Optimismus ist wenig zu spüren. Diese blöden Nebengeleise machen beide Seiten mundtot. Man berichtet nicht über Inhalte, verliert sich in Wortklaubereien. Ich mag das nicht, ich schreibe wie ich denken will und kann. Gewisser Sprachgebrauch von mir ist nicht ortho. Das ist völlig klar, Trotzdem schreibe ich. Es geht nicht mehr um Schüleraufsätze und niemand zückt mehr gegen mich den Rotstift. Dieses Orthographiegedönse, Kommaregeln geht mir nur noch gegen den Strich.

Watson lässt die Kommentarspalte eine gewisse Stundenzahl offen, danach ist sie zu. Sehr oft, ist das Niveau interessant, selten so seicht, dass es grässlich ist.


Einen Tag später stelle ich fest, inhaltlich wurde praktisch nichts geboten, wer darf welche Worte für was gebrauchen war und blieb dominant, dann, ob es nur eine Gebärdensprache gebe, am Begriff „taubstumm“ ist die Kommentarspalte hängen geblieben.

Ewig frustrierend in der Deutschschweiz, es geht nie um Stärken von Behinderten, es geht nur darum, wieviel Distanz man wahren kann, um ja nichts mit dieser Schublade Mensch zu tun zu haben, Paternalismus, oft Ableismus in Reinstkultur.

Zeigt sich auch daran, dass „gemischte Angebote“ gibt es nicht, man trennt sich von Behinderten, so gut es geht. Dass es schlicht ein anderes Leben ist, kein Schlechteres würde das Weltbild der nicht Betroffenen so durcheinanderrütteln, dass sie nicht mehr zu Rande kommen.

Im AHV Bereich, in Institutionen, sind dieselben Menschen 20 oder 40 Jahre später völlig ausgeliefert. Es kommt ihnen nicht in den Sinn, dass Achtung vor Mitmenschen ein lebenslanges Programmm gewesen wäre.

In einer Institution, wo ich war, gab es u. a. Vermögende. In der Institution war gewünscht, dass man adrett den Esssaal betrete. Die differenzen zwischen dieser und jener clique waren gross, wehe, man überschritt irgendwelche unsichtbaren Mauern.

Am schönsten war der Vertrag, den man unterschreiben musste des Inhalts u. a. man dürfe die Wohnung nicht umbauen. Da kommen sie nun alle, diese LiegenschaftsbesitzerInnen und verwechseln ihre letzte Mietwohnung mit dem eben verlassenen Eigenheim. Sowas habe ich weder vorher noch nachher je unterschrieben, es war immens lächerlich, wie die selbsternannte Elite, längst dement, sich immer noch als Elite empfindert, am Schluss wird der Sarg zugedeckt und drin ist eine Leiche.

In einer ruhigen Minute können sich alle hinsetzen und überlegen, über was alles in unserer deutschschweizerischen Gesellschaft geschwiegen wird. Insofern hat Covid was gebracht, Einsamkeit ist nicht mehr solch ein Tabu, weil Einsamkeit stets gleichgesetzt wurde mit persönlichem Versagen. Nun hat es alle erwischt. Hat der Realitätsfindung an dem Punkt geholfen.

Genau an den Punkten sind die Schwächen. Je mehr Tabus eingehalten werden müssen, desto weniger können sich Menschen entfalten. Umgekehrt, je mehr Regeln eingehalten werden, man sich in Harmlosigkeit ergiesst, desto geringer das Risiko.

Katzentraining für Fortgeschrittene

Der Katzenpapa hat Angst vor den Welpen, die über zwei Monate alt sind.Sechs auf einmal ist zuviel des Guten. So habe ich eben bloss zwei Jungs in die Wohnung geholt. worauf der Papa sich sofort auf die Sofalehne zurückzog.

Statt sich einzukugeln wie ein Igel, hebt er den Kopf und schaut intensiv dem Spiel seiner Söhne zu. Ich denke mir meine Sache und lache innerlich. Ich kann warten, ob er, wenige Monate älter nur als seine Jungs, sich vergisst und irgendwann mitspielt.

Für 10 Katzen kann ich genügend separate Spielzimmer anbieten. Die drei Erstlingskatzen können es gut zusammen. Ihnen habe ich über Monate eine relativ flache Hierarchie beigebracht. Der jetzge Welpenpapa kam Monate später dazu, war von Anfang an sehr schüchtern, aber zeugungsfähig, was er ausführte.

Ab dem Welpenwurf war er völlig verunsichert, die Katzenmama verteidigte ihren Wurf gegen ihn, nicht gegen die beiden andern Katzen, wie wenn er ein völlig fremdes Raubtier wäre, das die Jungen tötet und auffrisst. Sie hält ihn auf Distanz mit einen klassischen Katzenblick. Sie starrt ihn an, er sucht das Weite. Das ist sehr gefährlich, weil er nicht raus kann, wir leben im 13. Stock. Jedes Fenster, der Balkon und die Brüstung Dachterrasse sind das absolute Limit, weiter kommen Katzen nicht.

Da die Kleinen, was ich nie im Leben erwartet habe, aussen aufs Katzenschloss klettern, können sie bald einmal ab über die Dächer, weil sie aufs nächste Dach hochspringen können. Einerseits sicher das Katzennetz ihre Sicherheit und gewährt Weitblick. Wenn sie sich damit nicht zufrieden geben, dann bin ich als Securityguard immer noch im Einsatz.

Das kleinste Welpe kam heute Morgen über die Dachterrasse rein, was heissen will, dass es die Türe des Katzengeheges in jeder Höhe durchklettern kann, Sie hat Luftlöcher, damit der Wind durch die Türe kann, schön abgemessen auf die Grösse erwachsener Katzenköpfe. Das grösste Welpe bringt sein Bäuchlein nicht mehr durch. Das kleinste Welpe ist Katzenjunge und evtl. Eichhörnchen, irgendein hübsch braunes Klettertierchen.

Wenn ich solche Katzenstreiche beobachten kann, ist es um meine Haltung geschehen, ich lache innerlich schallend, habe Null Chance, irgendein „Nein“ zu hauchen, das kommt nie überzeugend rüber, also schweige ich.

Die Gehegetüre ist momentan praktisch unbrauchbar: Die grossen Katzen haben gezeigt, wie sie entwischen können mit Schwarmintelligenz. Die Kleinen machens frohgemut nach. Was für ein tolles Spiel, ein Mensch, versuchend beliebig viele „entwichene“ Katzen zurück zu tragen. Biete ich Leckereien an, kann ich höchstens drei Welpen zurückbringen.

Katzen lieben Fangspiele. Bin ich müde, bewegungsmässig erschöpft, geht mir der Humor ab. Zum Glück ist meine Wohnung ewig spannend. Ich ziehe mich dorthin zurück wie der Rattenfänger von Hameln, nicht mit Rattenschwanz, aber Kittengefolge.